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Le*Silo

3.27830

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2006
Besonderheiten/Stil: RIO / Avant
Label: Arcàngelo
Durchschnittswertung: 12/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Miyoko Kanazawa piano, vocals
Michiaki Suganuma drums, vocals, rap
Yoshiharu Izutsu gutar, vocals, basspianica

Tracklist

Disc 1
1. Clucking 0:07
2. Fascinating travel to Hawaii 5:16
3. Behavior of the dog 3:47
4. Make sure not to disturb me by knocking the door on sunday afternoon. (Call Knock for short) 6:37
5. Alternative Le silo 1 (Improvisation) 1:09
6. Numzapa 2 4:52
7. le*xture 5:02
8. Dancing snake 9:05
9. Alternative Le silo 2 (Improvisation) 0:51
10. A abandoned town 9:18
11. Reminding me of Osaka 7:16
12. Alternative Le silo 3 (Improvisation) 0:19
Gesamtlaufzeit53:39


Rezensionen


Von: Ralf J. Günther @ (Rezension 1 von 4)


Die zweite CD von Le Silo (die sich auf dem ersten Album Le*Silo schrieben) begeistert mich ebenso wie das Debüt. Das japanische Trio um die Pianistin Miyako Kanazawa zeigt wieder alle seine Tugenden - weshalb ich hier gleich auch motivierend auf meine zum Erstling verfasste Rezi hinweise (motivier, motivier... na, ja nutzt ja doch nischt).

Das Trio spielt äußerst rasant und veredelt dabei den musikalischen Ansatz, den es mit dem Ruins-Umfeld teilt, nicht zuletzt durch das Klavier auf gekonnte Weise. Die Band rockt, improvisiert, gibt sich vertrackt und verspielt - aber, aber, ein Manko lässt sich beim Zweitling leider nicht überhören: Der Klang ist diesmal nicht so besonders gut, schnüff. Es klingt zwar weiß Gott nicht nach Telefondose oder Eimer, aber irgendwie wie ein zu stark komprimiertes Mp3.

Das ist wirklich schade, denn dadurch entfaltet sich die Kraft der Musik nicht im vollen Umfang. Gegen Ende des Albums wirds mir außerdem tendenziell zu ruhig, und deshalb muss ich hier schweren Herzens gegenüber dem Debüt einen Punkt abziehen. Hä, hä, aber nur theoretisch. Unten füge ich ihn einfach wieder hinzu, ich bin doch nicht bekloppt.

Mit anderen Worten: Einfach großartig!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.3.2007
Letzte Änderung: 25.3.2007
Wertung: 12/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 2 von 4)


"Einfach großartig" schreibt der geschätzte Kollege Ralf J. - dabei kann hier von "einfach" gar keine Rede sein. Ordentlich schräg geht es hier zu, dissonante Klimperakkorde, dazu japanisches Schulmädchengekreische. Dabei rockt das Album wie die Sau, und das nicht einmal immer dissonant. Da ist hin und wieder sogar mal ein sauberer Mollakkord vom Klavier zu hören, fast könnte man von "schön" sprechen. Was mir besonders gefällt: Die Verbeugungen zur osteuropäischen Klassik des frühen 20. Jahrhunderts, die man hier an allen Ecken und Enden findet. Nicht immer so gepflegt, wie weiland bei ELP (obwohl die anfangs alles andere als nette, brave Jungs waren), hier wird weniger geklotzt als vielmehr gerotzt - und dennoch gibt's hie und da einen der berühmten Puszta-Ziehbrunnen zu "sehen".

In den letzten Wochen und Monaten wurde auf diesen Seiten immer wieder mal der Geist des Prog beschworen - mal sei er da zu finden, mal dort dem Ausverkauf preisgegeben. Den findet jeder da, wo er ihn lange genug sucht, bei mir ist das hier. Viel Spaß beim Hören!

Anspieltipp(s): Fascinating travel to Hawaii
Vergleichbar mit: Ruins, wenn sie fröhlich drauf sind
Veröffentlicht am: 9.7.2007
Letzte Änderung: 9.7.2007
Wertung: 12/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 4)


Die zweite CD des japanischen Trios gehört ebenso wie der Vorgänger in die Kategorie "Alben, die nicht genug gewürdigt werden können". Also auch hierzu noch ein paar Sätze von mir, auch wenn ich die Worte der Kollegen letzten Endes nur bestätigen kann.

Auf ihrem Zweitling sind Le Silo noch um einiges heftiger zum Gange, die für japanische Avant-Progger typische Überdrehtheit kommt hier wesentlich öfter durch. Da purzelt's immer wieder wild durcheinander mit hämmerndem Klavier, bratziger Gitarre und polterndem Schlagzeug, und dennoch wirkt alles stets wohl durchdacht. Ein paar Schreieinsätze runden das Ganze ab und geben der Musik bisweilen einen punkigen Charakter.

Der Klang ist tatsächlich nicht ganz so gut wie auf 8.8, aber der Hörgenuss wird dadurch nicht getrübt. Jaja, es ist wirklich ein Genuss, solche Musik zu hören, nicht obwohl sie laut, wild und anstrengend, sondern weil sie laut, wild und anstrengend ist. Wann kommt eigentlich Album Nr. 3?

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.4.2010
Letzte Änderung: 25.4.2010
Wertung: 12/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 4 von 4)


"Alben, die nicht genug gewürdigt werden können..." Jochen lässt mir mit dieser ach so wahren Aussage die Türe zu einer weiteren Rezension einen Spalt weit offen.

3.2780 (weiss eigentlich jemand, was es mit diesen Albumtiteln auf sich hat? Erst 8.8, dann 3.27830) ist ein absolut umwerfendes Werk. Es enthält genau die richtige Portion gesunde "Kränke", die es speziell macht, ohne dass es zu abgedreht wird. Gewiss, es ist abgedreht, aber doch stets musikalisch und meist auch harmonisch. Das ist Kunst. Und lässt einen beim Hören dieses Albums immer wieder staunen. Wie Nik schon bemerkt hat, wird man mitunter an ELP erinnert. So tauchen immer wieder repetitive Figuren der linken Pianohand auf, wie man sie von Emerson oft gehört hat. Überhaupt prägt Miyoko Kanazawa die Stücke mit ihrem Spiel massgeblich. Aber auch Schlagwerker Michiaki Suganuma trägt mit seinem variablen Spiel dazu bei, dass sich 3.27830 über die Gehörgänge ins Gehirn fräst und einen von der ersten bis zur letzten Minute packt. Absolut empfohlen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Ruins, Koenjihyakkei
Veröffentlicht am: 9.10.2014
Letzte Änderung: 9.10.2014
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Le*Silo

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2004 8.8 12.00 2
2014 Kesamino 12.00 1

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