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Robert Calvert

Captain Lockheed and the Starfighters

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1974 (Re-release 2007)
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; HardRock; Spacerock
Label: EMI/Electic disks
Durchschnittswertung: 8/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Bob Calvert voice, percussion, actor
Richard Ealing actor

Gastmusiker

Paul Rudolph lead, rhythm and bass guitar
Lemmy bass and rhythm guitar
Eno synthesizer, electronic effects
Simon King drums
Del Dettmar synthesizer
Nik Turner saxophones
Dave Brock lead guitar (The widow maker)
Twink funeral drums (Catch a falling starfighter)
Arthur Brown voice (The song of the gremlin)
Adrian Wagner keyboards and Moog Series III (The song of the gremlin)
The Ladbroke Grove Hermaphrodite Voice Ensemble backing vocals
Vivian Stanshell actor
Jim Capaldi actor
Tom Mittledorf actor

Tracklist

Disc 1
1. Franz Joseph Strauss, Defence Minister, Reviews The Luftwaffe in 1958. Finding It Somewhat Lacking 1:40
2. The Aerospaceage Inferno 4:35
3. Aircraft Salesman (A Door In The Foot) 1:41
4. The Widow Maker 2:42
5. Two test pilots discuss the Starfighter's performance 0:41
6. The Right Stuff 4:22
7. Board Meeting (Seen Through A Contact Lense) 0:59
8. The Song Of Gremlin (Part One) 3:24
9. Ground Crew (Last Minute Reassembly Before Take Off) 3:14
10. Hero With A Wing 3:24
11. Ground Control To Pilot 0:52
12. Ejection 3:36
13. Interview 3:47
14. I Resign 0:36
15. The Song Of The Gremlin (Part Two) 3:13
16. Bier Garten 0:37
17. Catch A Falling Starfighter 2:58
18. The Right stuff (extended version)   (Bonustrack) 8:08
19. Ejection (Single version)   (Bonustrack) 3:51
20. Catch a falling starfighter (single version)   (Bonustrack) 2:56
Gesamtlaufzeit57:16


Rezensionen


Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 1 von 2)


Zur Geschichte von Robert Calvert hat mein geschätzter Kollege Thomas ja schon ausführlich berichtet (siehe Lucky Leif and the Longships). In ähnlicher Aufmachung wie sein zweites Solowerk erschien auch das Debüt, angereichert mit Bonustracks, neu bei Eclectic Discs.

Als ich mir den Plot der Geschichte, die Starfighter-Affäre mit dem seeligen Franz-Joseph Strauss als damaligen deutschen Verteidigungsminister ansah, dachte ich spontan, das wäre doch die ideale Geschichte für Amon Düül II gewesen. Aber auch Calvert schafft es mit Unterstützung seiner damaligen Bandkollegen und anderen, eine recht amüsante Aufnahme daraus zu machen. Kern der Affäre war ja, dass Lockheed auf Wunsch der Deutschen das Flugzeug so modifizierte, dass es des öfteren zum Absturz mit leider sehr vielen Toten kam. Auf der CD wird der Wunsch nach Modifikation in einem sehr sarkastischen Dialog zwischen Lockheedvertretern und F.J.S. dargestellt. Überhaupt sind des öfteren kurze Dialoge zwischen den Songs eingestreut, die den Fortgang der Geschichte aufzeigen.

Musikalisch gibt es soliden Hardrock mit Spacerockanklängen. "The Song Of The Gremlin" erinnert natürlich in der Überdrehtheit an Arthur Brown-Sachen, der hier die Leadstimme übernimmt. Anderes, wie "Bier Garten" ist reiner Nonsens. "Catch a falling starfighter" kommt als traurige Unpluggedversion daher, im Rhythmus eines Trauermarsches.

Insgesamt finde ich die Scheibe recht amüsant, wenn man Spaß an grundsoliden Hardrockplatten mit Spacerockeinflüssen hat, und witzig umgesetzte "Konzeptalben" mag. Unter Proggesichtspunkten ist die CD aber eher vernachlässigbar.

Anspieltipp(s): The right stuff
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.10.2007
Letzte Änderung: 28.10.2007
Wertung: 8/15

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 2 von 2)


Ach, ich bin derzeit - zweifellos angeregt durch die immer noch anhaltenden Diskussionen um Dream Theaters "The Astonishing" - in der Laune, über das Wesen von Konzeptalben nachzudenken. Zu diesem Zweck führe ich mir immer wieder diverse Konzeptalben vor Augen und Ohren und versuche nachzuvollziehen, wie und in welcher Qualität sich hier die Einheit von Text und Ton vollzieht, also auf welche Weise Handlungen und Gedanken transportiert und in Musik ausgedrückt werden. Robert Calverts "Captain Lockheed And The Starfighters" bietet sich da aufgrund seines eigentlich ganz spannenden Sujets an.

Was sagt die Geschichte? Von 916 Starfighter-Jagdbombern der Bundesluftwaffe gingen von 1962 bis 1984 insgesamt 269 durch Abstürze verloren - ein beispielloser Vorgang. Als Grundlagen für die üblicherweise durch menschliches oder technisches Versagen verursachten Abstürze gelten heute einerseits die Wahl eines für seinen Einsatzzweck (Bodenangriffe im Tiefflug) und -gebiet (Mitteleuropa) offenbar ungeeigneten Flugzeugmusters (der "Starfighter" war eigentlich als Jagdflugzeug für große Höhen geplant worden) und die totale Überlastung von Personal und Infrastruktur der noch jungen Luftwaffe durch ein neuartiges, anspruchsvolles und hochkomplexes Waffensystem, das in riesigem Umfang eingeführt wurde. Die großangelegte Beschaffung dieses Modells wiederum wird heute - neben einer unrühmlichen Schmiergeldaffäre - überwiegend der Ambition von Verteidigungsminister Franz Josef Strauß angelastet, sich als "treuer Kunde" amerikanischer Rüstungsgüter die so genannte "nukleare Teilhabe" zu erkaufen und die BRD zur Atommacht zu erheben.

Nun, diese in ihrer Gesamtheit skandalösen Zusammenhänge bieten eigentlich genug Stoff für eine dramatische Handlung, die über Exposition (Beschaffung) und steigende Handlung (Einführung) im Fiasko (Absturzserie, politischer Skandal) mündet. Was machen nun Robert Calvert und Gäste aus dieser Story? Sie schildern den Fortgang ganz klassisch als "Hörspiel mit kommentierenden Songs dazwischen" und bekommen zumindest den Anfang ("Franz Josef Strauss, Defence Minister..." bis "Board Meeting") ganz gut hin, karikieren Strauß als Chauvinisten und Revanchisten ("G for Germany? Also G for 'Gott strafe England'. Yes, I am enjoying.") und illustrieren sogar die anfängliche Euphorie der Testpiloten. Bedauerlicherweise fehlen zwar die Implikationen der "nuklearen Teilhabe", und die Korruption wird höchstens angedeutet, aber die berichteten Vorgänge sind ja auch so schon absurd genug, nicht wahr? Die Songs dazu sind zwar recht geradlinig und simpel geraten, deuten aber das kommende Unheil schon mal an ("The Aerospaceage Inferno") oder kommentieren in ähnlich sarkastischer Form den heute oft romantisierten Flieger-Machismo ("The Widow Maker", "The Right Stuff").

Leider verliert "Captain Lockheed..." diesen so schön gesponnenen roten Faden danach beinahe vollständig. Zwar illustriert das geradezu pythoneske "Ground Crew" noch die Überforderung der Mechaniker mit der ungewohnten Technik, und im "Song Of The Gremlin" beschwört der herausragend theatralische Arthur Brown einen weiteren Fliegermythos - danach allerdings wird dieses Album zum Stückwerk. "Ground Control To Pilot" und das "Interview" mögen zwar herrlich absurde Sketche sein, haben aber mit den konkreten Geschehnissen rund um den Starfigher nicht wirklich etwas zu tun. Auch die Musik darum ist austauschbar: "Hero With A Wing" und "Ejection" stehen ohne näheren Bezug zu den Erzählungen drumherum (geschweige denn der Eröffnung dieses Albums) völlig verloren da, und der zweite "Song Of The Gremlin" scheint eher nur als Soundeffekt (in der Funktion des rein akustischen Höhepunktes) zu dienen. Immerhin ist "Catch A Falling Starfighter" als Trauermarsch ein recht passender Abschluss, auch wenn der Text anders als in den früheren Songs eher Nonsens ist.

Was lernt man somit aus "Captain Lockheed And The Starfighters"? Wie geschrieben: Die erste Hälfte dieses Albums ist eigentlich ziemlich gelungen, die zweite ist es nicht. Das liegt vor allem daran, dass die zweite Hälfte entgegen dessen, was das Konzept suggeriert und die erste Hälfte vorgemacht hat, kaum noch an der Wirklichkeit zu orientiert sein scheint, sondern sich nur noch auf erzählerische Gemeinplätze verlässt - und prompt fällt die Spannung deutlichst ab. Hier hätten wir also ein Beispiel, wie man es auf einem Konzeptalbum eher nicht angehen sollte.

Anspieltipp(s): The Aerospaceage Inferno, The Song Of The Gremlin (Part One)
Vergleichbar mit: Franz Josef Strauß *g*
Veröffentlicht am: 22.6.2016
Letzte Änderung: 23.6.2016
Wertung: 8/15
Erste Hälfte: 9-11, zweite Hälfte: 6-7

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Robert Calvert

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Lucky Leif and the Longships 3.00 1

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