Shinsekai
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Yu Shimoda |
Mellotron, Minimoog, Synthesizer, Klavier |
| Masaru Teramae |
Gitarre, Flöte, Swarmanndala, Shahanai |
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| Tadashi Teramae |
Schlagzeug |
| Akinobu Kajimoto |
Bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
I Talk To The Door
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0:36
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| 2. |
1000 Days Before Part I
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4:39
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| 3. |
Shinsekai
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7:03
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| 4. |
OCAT
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6:49
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| 5. |
All Or Nothing
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3:15
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| 6. |
Riviere Of Life Part I
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5:10
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| 7. |
Riviere Of Life Part II
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3:29
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| 8. |
Nishinari Skidrow
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6:17
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| Gesamtlaufzeit | 37:18 |
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Rezensionen

Shinsekai ist eine vierköpfige Band aus Japan, deren titelloses Debüt zwischen November 2004 und Februar 2005 eingespielt wurde, aber erst Anfang 2007 erschien. Die CD kommt in einer großformatigen Box mit einer Flexi-Disc (die allerdings in der mir vorliegenden Promo-Ausgabe fehlt).
Schaut man auf die Liste der verwendeten Instrumente, so fallen neben einigen exotischen Utensilien mit merkwürdigen Namen auch die guten alten analogen Tasten auf (so es sich denn bei dem Mellotron wirklich um ein solches handelt und nicht nur um ein gesampeltes). Wir schließen messerscharf: Retro-Prog! Welcher großen Band des klassischen Prog man hier nacheifert, wird schon beim ersten Titel klar, der ganz unverhohlen die a-cappella-Version von King Crimsons The Power To Believe zitiert. Und zwar sehr exakt zitiert.
Dass Shinsekai keine bloße "Abkupfer-Band" sind, zeigt das folgende 1000 Days Before Part I. Das ist zwar eindeutig von der Red-Phase der Mannen um Maestro Fripp inspiriert, aber doch auf eigenständige Weise. Dynamisch, aggressiv, mit typisch Frippschen Gitarren und sattem Mellotron. Klar, das klingt nicht wirklich neu, ist aber auf hohem Niveau gemacht.
Mit dem Titelsong kommt es zu einem abrupten Stilbruch. Entspannt, ein bisschen schleppend und auch etwas melancholisch geht es hier voran. Eigentlich recht harmlos, aber immer wieder kommt es zu heftigeren Ausbrüchen, die jedoch bei weitem nicht die Intensität des vorherigen Stücks erreichen. Ein seltsamer Kontrast!
Mellotron satt gibt es dann wieder auf OCAT, einem eher lyrischen Stück, in dem über sieben Minuten Laufzeit nicht allzu viel passiert.
All or Nothing bietet dann die volle Breitseite an schrägen Klängen, heftigst grummelnde Gitarren, düster dräuendes Mellotron - schade, dass das Stück so kurz ist. Nahtlos knüpfen die beiden Teile von Riviere of Life an diese düstere Stimmung an, geben sich aber noch um einiges kompromissloser. Da wird das Mellotron derart heftig traktiert, dass ein echtes derartiges Gerät das gar nicht überleben dürfte, wild wird auf die Trommeln gehauen, es scheppert, kracht, quietscht und sägt - im ersten Teil jedenfalls. Der zweite Teil gibt sich plötzlich zart und lyrisch, Flöte und Akustik-Gitarre geben den Ton an.
Im abschließenden Nishinari Skidrow wird dann noch mal auf crimsonesken Pfaden gewandelt, das Stück würde ohne weiteres auf Thrak passen.
Den Japanern ist hier ein rundum gutes, stilistisch vielleicht etwas uneinheitliches Debüt gelungen, bei dem lediglich die allzu offensichtliche Inspiration durch King Crimson in einigen Stücken sauer aufstößt, da es hier und da schon mal hart an die Grenze zum Plagiat geht. Für Liebhaber schräger Klänge ansonsten unbedingt empfehlenswert.
| Anspieltipp(s): |
Riviere of Life |
| Vergleichbar mit: |
KC von 70er bis 00er... |
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| Veröffentlicht am: |
11.4.2007 |
| Letzte Änderung: |
11.4.2007 |
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