Compassionizer
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Ivan Rozmainsky |
conception, keyboards, recorders, percussion, samples, virtual synth |
| Sydius (of DIOGENIUM) |
guitars |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Tragic Fate
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7:05
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| 2. |
Autumn of Hypocrisy
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3:58
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| 3. |
Compassionizer
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5:21
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| 4. |
Elusive Goodness
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4:24
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| 5. |
Wakatte Kudasai
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7:27
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| 6. |
Annihilator of Moral Hazard
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6:22
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| 7. |
Dances of Lost Opportunities
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5:37
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| 8. |
Disruption
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3:41
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| 9. |
Train of Parting
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7:55
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| Gesamtlaufzeit | 51:50 |
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Rezensionen

Mit diesem Album haben es Roz Vitalis geschafft. Nein, nicht den Sprung in die Charts – auch nicht in irgendwelche Prog-Charts -, sondern sie haben es endlich geschafft, ein in sich stimmiges Studioalbum abzuliefern. Auch der Sound wirkt diesmal technisch professioneller als bei den früheren Alben.
Plagten mich beim Vorgänger ja noch Zweifel am Fassungsvermögen meines musikalischen Verstandes, so klingt Compassionizer reifer und zugleich zugänglicher als jedes andere Album der Band. Dabei klingt auch Compassionizer ganz deutlich nach Roz Vitalis: Ivan Rozmainsky entfacht - häufig im instrumentalen Alleingang - ein mystisch-mysteriöses Feuer aus schrägen Tönen und Rhythmen, das schwer vergleichbar ist. Rozmainsky ist Keyboarder und entsprechend stark stehen auch die Möglichkeiten des Keyboards im Vordergrund.
Im Gegensatz zu früheren Alben gelingt es Roz Vitalis diesmal aber – und das ist das Entscheidende! – deutlich besser zu strukturieren, sowohl was die einzelnen Stücke als auch das Album als Ganzes betrifft. Das eigentlich sehr interessante Album „Das Licht der Menschen“ litt etwa unter der Überlänge der Stücke; auch danach schaffte Roz Vitalis es nicht so recht, die Dinge auf den Punkt zu bringen, sondern die Stücke drohten häufig zu zerfasern bzw. taten dies dann auch. Mit Compassionizer scheint Roz Vitalis darüber hinaus gekommen zu sein. Vielleicht liegt es am Studium der sehr präzis arbeitenden King Crimson der Discipline-Phase. Immerhin behaupten Roz Vitalis, dass das zentrale Stück des Albums Wakatte Kudasai einige Ideen fortführe, die in Crimsons Matte Kudasai vom Album Discipline „inkarniert“ seien... Jedenfalls sind bei aller gewohnten Wuseligkeit deutlich mehr repetetive Strukturen als zuvor zu hören – und vor allem (fast) über die gesamte Länge des Albums. Es werden immer wieder bereits angeklungene Themen aufgegriffen, variiert und fortentwickelt. Dies verleiht dem Album ein gerüttelt Maß an Geschlossenheit. Häufig ist es ein z.T. leicht verfremdetes Piano, das die musikalischen Rückbezüge einleitet, um dann von Synthies und Percussion dabei wuchtig rumpelnd unterstützt zu werden. Gelegentlich kommt auch die jazzige E-Gitarre von Sydius (Compassionizer, Disruption) und eine irgendwie unheimlich klingende Klarinette hinzu (Wakatte Kudasai).
Das nach wie vor mystische bis sakrale der Musik von Roz Vitalis kommt übrigens auch bei der Anordnung der Stücke zum Ausdruck. Das Album hat neun Stücke, die in drei Blöcken zu jeweils drei Stücken angelegt sind. Die Zahl drei spielte ja auch schon früher eine Rolle bei Roz Vitalis. Der erste Block hat nach einem geradezu floydig-ruhigen Einstieg ordentlich „Schmackes“. Im zweiten Block wird es zunächst wieder ruhiger, steigert sich aber bald wieder in wuchtige Rhythmen. Gegen Ende des Albums wird zunächst etwas die Luft rausgelassen, um schließlich etwas überfrachtet chaotisch zu finalieren. Nun ja, wahrscheinlich soll das so was wie die seelische Läuterung symbolisieren. Geht also schon in Ordnung.
Insgesamt ist Roz Vitalis mit Compassionizer ihr bis dato überzeugendstes und kurzweiligstes Album gelungen.
| Anspieltipp(s): |
Tragic Fate, Wakatte Kudasai, Dances of Lost Opportunities |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.5.2007 |
| Letzte Änderung: |
9.5.2007 |
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