A Farewell to Kings
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Anthem/Mercury |
| Durchschnittswertung: |
10.67/15 (6 Rezensionen) |
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Besetzung
| Neil Peart |
drums,percussion |
| Geddy Lee |
bass guitar,12-string guitar,synthesizer,vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
A Farewell to Kings
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5.49
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| 2. |
Xanadu
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11.05
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| 3. |
Closer to the Heart
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2.52
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| 4. |
Cinderella man
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4.19
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| 5. |
Madrigal
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2.33
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| 6. |
Cygnus X-1 (Book One-The voyage)
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10.21
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| Gesamtlaufzeit | 36:59 |
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Rezensionen

"A Farewell to Kings", ein Album, das textlich überwiegend Mittelalterliches zu behandeln scheint (höchstwahrscheinlich mit dem Anspruch, zeitlose Wahrheiten anzusprechen), war zweifellos ein wichtiger Schritt auf dem musikalischen Weg von Rush.
Nach meiner Ansicht gehört das Album jedoch zu den kompositorisch schwächeren in der Bandgeschichte. Andererseits, sozusagen als qualitative Ausnahme, findet man hier den unbestritten Rush-Klassiker "Xanadu", der - mehrteilig und relativ komplex - eine gelungene Übung im Verbinden von Hard- und Progrock darstellt. Übrigens, zum ersten Mal auf einer Rushplatte entlockt hier Geddy Lee seinem Mini-Moog einige Töne.
Da gäbe es aber leider noch die einfallslos stampfenden Rhythmen des rockigen Titelsongs, den eher durchschnittlichen Single-Hit "Closer to the heart", sowie die melodisch biederen "Cinderella Man" und "Madrigal". Glücklicherweise erklingt anschließend eine damals für diese Band typische, dreiteilige Mini-Suite "Cygnus X-1,Book One", die rhythmisch interessant und musikalisch abwechslungsreich das Album abschließt.
| Anspieltipp(s): |
Xanadu,Cygnus X-1 (Book One) |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
8.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
8.5.2002 |
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Was wesentlich auffällt beim Hören dieser CD ist die Tatsache, dass Geddy Lees Stimme enorm angenehmer klingt als auf den ersten vier Alben. Der Mann hat die zahlreichen Touraktivitäten also auch dazu genutzt, um daran zu arbeiten. Was weiterhin auffällt ist, dass RUSH differenzierter klingen. Der Schritt von "2112" zu "A Farewell To Kings" ist ein gewaltiger, auch wenn es beim ersten Hören nicht den Anschein hat.
Einen großen Beitrag zur besseren Differenzierung liefert auch das sehr facettenreiche Schlagzeugspiel. Darin kann man versinken ob seiner Vielseitigkeit. Ausserdem wird zur Untermalung von Atmosphären wieder auf den Synthesizer zurückgegriffen. Lifesons Gitarrenspiel beeindruckt durch Spielwitz und Ideenreichtum. Weg vom reinen Riffing, hin zu filigranen akustischen Momenten. Das geht bereits beim Opener und Titelsong los. Mit einem Akustiksolo gehts los, bevor der Song, gespickt mit zahlreichen ruhigen als auch durchaus harten Momenten weitergeht. Das darauffolgende "Xanadu" ist sicher einer der besten RUSH-Songs aller Zeiten. Erstmals in der Bandgeschichte werden zahlreiche Keyboards und Samples eingesetzt, um Atmosphäre und Dichte zu schaffen. Und das gelingt hier ausgezeichnet. Mit "Closer To The Heart" kommt ein heutiger Live-Klassiker dazu. Der Studiofassung fehlt es etwas an Ausdruckskraft. Auch die beiden folgenden Stücke "Cinderella Man" und "Madrigal" sind wahrlich nicht von schlechten Eltern, was fehlt ist der zündende Funke. Den hat "Cygnus X-1" jedoch durchaus. Hört in das Teil zwei dreimal rein und ihr werdet die tollen Momente finden, wie groovige Bassparts, tolles Schlagzeug und atmosphärische und dichte Gitarren.
"A Farewell To Kings" bringt die Band weg vom Ruf, eine Hardrock Band im Stile von Led Zeppelin usw. zu sein. Zwischen dem vorhergehenden Studioalbum 2112 und diesem Werk ist der wohl größte Entwicklungssprung in der Geschichte der Band zu hören.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.6.2004 |
| Letzte Änderung: |
15.6.2004 |
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Geddy Lee klingt hier angenehmer als auf den ersten vier Alben? Dann möchte ich die lieber nicht kennen lernen... Obwohl, mittlerweile habe ich mich mit Lees Gesang halbwegs arrangiert. Das hat allerdings schon einige Zeit gedauert, nach dem ersten Hören landete "A Farewell To Kings" erst mal wochenlang im Regal. Zu groß war der Schock über das Gekreische.
Aber wie gesagt, mittlerweile hat sich das einigermaßen gelegt, so dass ich die positiven Aspekte besser würdigen kann. Da wäre vor allem der variable Sound des Albums, das bei aller Härte doch viele filigrane Stellen enthält, in denen Alex Lifeson zur Akustischen greift und Neil Peart ein ganzes Arsenal exotischer Schlaginstrumente auffährt. Gerade in den beiden langen Stücken "Xanadu" und "Cygnus X-1" zeigen sich Rush sowohl "heavy" als auch sanft und lyrisch.
Leider sind die restlichen Stücke, vom Titelsong abgesehen, eher simple Rocknummern. Die beiden genannten Titel machen "A Farewell To Kings" dennoch zu einem ordentlichen Album mit einigen Abstrichen am Gesang.
| Anspieltipp(s): |
Xanadu |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.1.2005 |
| Letzte Änderung: |
28.1.2005 |
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Dieses Rush-Album gehört zu den großen Klassikern der Band aus den 70ern und wird auf diesen Seiten bislang leider sträflich unterbewertet.
Die beiden Longtracks zählen mit zum Besten, was Rush je aufgenommen haben (Xanadu und der erste Teil von Cygnus X-1). Und der Titelsong steht - trotz kürzerer Spieldauer - diesen beiden kaum nach.
Was es schließlich an den drei so ansehnlich eingerahmten kurzen Stücken - außer ihrer Kürze - zu mäkeln gibt, vermag ich nicht nachzuvollziehen. Sie zeigen Rush von der eher melodisch-songorientierten Seite. Und dies gestaltet sich so abwechslungsreich, dass keine Langeweile aufkommt. Allein das kurze Madrigal ist vielleicht etwas zu süßlich geraten. Aber das anschließende Cygnus X-1 bietet genau den richtigen Kontrast hierzu!
Alles in allem eins der stärksten Werke der Kanadier und das gelungene Einläuten der klassisch-progressiven Phase der Band.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
19.10.2008 |
| Letzte Änderung: |
2.3.2012 |
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Von: Gün Schote @ (Rezension 5 von 6)

Über Rush kann man u.a. nachlesen, dass sie kleinbürgerlichen Vorstadtfamilien entstammen, dass sie in ihren Songs den biederen, nordamerikanischen Mittelstand lobpreisen und sich somit zum Aushängeschild all dessen machen, was Rock nicht ist. Rush seien drei langhaarige Anti-Models, die anstatt es fett auf der Bühne krachen zu lassen, vor Marshall-Amps auf dem Boden rumzurutschen und last not least vom fingerfertigen Umgang mit (k)nackischen Cheerleadern zu singen, lieber angeberische Suiten komponieren und auf den Plattenhüllen Ayn Rand für Inspiration danken. Im Vereinigten Königreich der späten 1970er hing den Kanadiern sogar der Ruf an, ein faschistoider Haufen zu sein.
Mit dem Album „A Farewell to Kings“ vollzogen Rush in der Tat den letzten Schritt zur Verkopfung ihrer Version der Rockmusik. Geddy Lee kaufte sich an einem Montagmorgen ein Mini-Moog und schon am Dienstagnachmittag war dessen Sound wundervoll eingebettet im zeitlosen Epic „Xanadu“. Überhaupt „Xanadu“! Vom Intro bis zum Outro ist dieses Stück mit seiner originellen Mischung aus Progressive und Hard Rock perfekt gelungen. Neil Peart setzt seine erweiterten Percussions (u.a. Röhrenglocken, Tempelblocks, Glockenspiel) so ein, dass Kubla Khan höchstpersönlich Tränen der Rührung geweint hätte, hätte er denn einen Plattenspieler besessen. Vielleicht ist „Xanadu“ das vollkommenste Stück Rush-Musik.
„Madrigal“ haftet häufig der Ruf eines schwächeren Songs an. Kurz, kuschelig und ziellos lautet das Urteil. Das sehe ich anders. Zusammen mit Pearts träumerisch-pubertärem Text ist die Musik ein wahres Kleinod. Kein Power-Hard-Prog, dafür aber eine gelungene Adaption britischen Art-Rocks.
Rausschmeißer des kurzen aber rundum meisterlichen Albums ist „Cygnus X-1, Book 1: The Voyage“. Rush werden ja gerne als die Großväter des Progressive Metals gefeiert, was sicherlich nicht zuletzt diesem Stück zuzuschreiben ist. Im Prolog klärt man den Hörer höchst atmosphärisch darüber auf, dass im Sternbild des Schwan (lat. Cygnus) eine Röntgenquelle (X-Ray, und da es die erste dort entdeckte ist, nennt man sie kurz „X-1“) identifiziert wurde, bei der es sich höchstwahrscheinlich um ein sog. Schwarzes Loch handelt. Im nächsten Teil wird die Frage aufgeworfen, was es denn mit dem Schwarzen Loch auf sich hat und ob man in dieser Singularität zerquetscht oder gar an einen anderen Ort transferiert wird. Anschließend geht die Musik in einen recht straighten Abschnitt über und der Protagonist erzählt wie er in seinem Raumschiff „Rocinante“ durch den Weltraum fliegt und letztendlich Kurs auf Cygnus X-1 nimmt, um das Geheimnis dieses Ortes zu lüften. Nun nimmt das Stück erst richtig Fahrt auf und man erfährt, wie das Raumschiff erst in den Ereignishorizont des Schwarzen Loches gerät, um dann endgültig darin zu verschwinden…
Rush haben nie ihr obligatorisches Doppelalbum gemacht. Wer aber will kann sich sein Rush-Doppelalbum aus „A Farewell to Kings“ und „Hemispheres“ selbst zusammenbasteln. Benötigt werden: eine Schere, eine Tube Uhu, ein Doppel-Jewel-Case und ein Herz voll Fantasie.
| Anspieltipp(s): |
Xanadu |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
17.3.2012 |
| Letzte Änderung: |
17.3.2012 |
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Mit 2112 bogen Rush auf die kommerzielle Erfolgsspur ein, "A Farewell to Kings" stellt den endgültigen musikalischen und stilistischen Durchbruch dar. Das Titelstück zu Anfang ist zwar nochmals ein Rocker im Stile des Vorgängers, wenn auch etwas abwechslungsreicher in seiner Songstruktur, mit "Xanadu" legen Rush dann aber den Schalter definitiv um.
Das zuvor schon filigrane und variable Schlagzeugspiel Neal Pearts wird durch vielfarbige perkussive Elemente nochmals deutlich aufgewertet und zu einem prägenden Element der Stücke. Die Gitarren werden etwas schlanker, will sagen weniger "heavy", das Bassspiel legt an melodiöser Virtuosität noch eine Schippe drauf, es werden stimmige Keyboard-Figuren in die Stücke integriert und Lee singt nicht mehr mit ganz so viel Pitch und Höhe (Ausnahmen bestätigen die Regel) wie auf den ersten Alben.
Die beiden Longtracks, absolute Highlights im Schaffen der Kanadier, sind rhythmisch deutlich komplexer als frühere Kompositionen; generell werden mehr Tempowechsel und Breaks in die Stücke eingebaut, die sich generell von der straighten Hardrock-Struktur weg zu einem abwechslungsreicheren Aufbau entwickeln.
"Closer to the Heart" war Rushs erster Top 40 Hit in den Staaten und verschaffte der Band Airplay und dadurch weitere Aufmerksamkeit. "Cinderella" schielt wieder etwas mehr aus der Hardrock-Ecke hervor, ist aber holpriger als frühere Stücke aus dieser Schublade. "Madrigal" nimmt alle Fahrt aus der Geschichte und bereitet damit den Boden für den zweiten Höhepunkt des Albums, "Cygnus X-1". Ganz witzig die "Captain-Future"-Keyboard-Flöte.
Eine "Hells Bells"-Glocke baut Spannung auf, ein grummelnder Bass drängt sich langsam in den Vordergrund, die Gitarren und das Schlagzeug setzen ein; klasse Unisono-Stakkato-Schläge folgen. Dann wird man auf eine kurzweilige und abwechslungsreiche Reise in die Weiten des musikalischen Universums mitgenommen: mal Hardrock, mal Progmetal, mal Metal. Beendet wird die Platte von zarten Gitarrenakkorden, die langsam ausgeblendet werden.
Der erste Meilenstein in der langen Rush-Diskographie.
| Anspieltipp(s): |
Xanadu, Cygnus X-1 |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
13.4.2012 |
| Letzte Änderung: |
12.4.2012 |
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