Yes. Classic Artists. Their definitive fully authorised Story in a 2 Disc deluxe Set
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Informationen
Allgemeine Angaben
Tracklist
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| Disc 2 |
| 1. |
Wonderous Stories
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| 2. |
Tempus Fugit
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| 3. |
Owner of a Lonely Heart
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| 4. |
Band Rehearsals in New York, 1996
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| 5. |
Interviews
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Rezensionen

Seit 2004 sind Yes mal wieder nicht existent. Die lange Bühnen- und Albenabstinenz wird mir gesundheitlichen Problemen vor allem Wakemans und Andersons begründet. Dass Wakeman diese hat, bezweifelt niemand, aber über Anderson ist mittlerweile durchgesickert, dass er die Karriere der Band deshalb aufhält, weil seine spirituelle Führerin, die Divine Mother Audrey Kitagawa, ihm dringend dazu geraten hat, vor 2008 nicht aufzutreten. Kein Wunder, dass das bei Fans und Bandmitgliedern gleichermaßen für Ärger sorgt.
Diesen versucht man nun seit Jahren durch eine Reihe meist aufwändiger Live- und Best-of-Releases zu dämpfen. Schon vor Monaten wurde nun schriftlich im Netz und kürzlich durch eine Promo-Beilage zum (übrigens hervorragenden) Prog-Sonderheft des englischen Classic Rock Magazines vielversprechend mit Ausschnitten eine Doppel-DVD mit Interviews angekündigt, die jetzt zum - äh - 39jährigen Jubiläum erschienen ist. Dabei sind Steve Howe, Jon Anderson, Rick Wakeman, Alan White, Bill Bruford, Peter Banks, Trevor Horn und Geoffrey Downes, dazu Keith Emerson, Yes-Hofmaler Roger Dean, Bühnendesigner Martyn Dean, Producer/Engineer Eddie Offord, Engineer Nigel Luby, Bühnendesigner Michael Tait, Soundengineer Roy Clair, Manager Jon Brewer, der Marquee-Manager Jack Barrie, Phil Carson und Jerry Greenberg von Atlantic Records und der Musikjournalist Chris Welch. Demgemäß fehlen Tony Kaye, Trevor Rabin (der allerdings mit einem Archivschnipsel vertreten ist), Billy Sherwood, Eddie Jobson, Patrick Moraz und Igor Khoroshev. Der frühere Manager Roy Flynn lehnte es ab, sich zu äußern, ebenso Moraz.
Disc 1 enthält ein 200minütiges Feature über die Band, schön chronologisch aufbereitet. Alle jeweils relevanten Musiker und Wegbegleiter äußern sich, dabei sind die Rollen klar verteilt: Welch ist für die harten Fakten zuständig, Squire für die Anekdoten und die Dementis ("nein, niemand ist je wirklich rausgeworfen worden" jaja), Howe für die klaren Urteile, Anderson für die emotionalen Hintergünde und so weiter. Die anderen Beiträger melden sich oft nur kurz zu Wort, was aber besonders bei Banks, Brewer, Carson, Tait und Offord interessant ist, weil die mit Yes kein Geld mehr verdienen müssen... Die Bandgeschichte wird kompetent erzählt, es gibt hie und da akustische Begleitung, aber kaum Ausschnitte aus alten Konzerten, wie noch auf der YesYears-DVD. Es ist eben keine Doku, sondern mehr eine Bandgeschichte "in eigenen Worten". Leider ändert sich das in den letzten paar Minuten: plötzlich scheinen es alle wahnsinnig wichtig zu finden, dafür zu plädieren, Yes in die Rock'n'Roll Hall of Fame aufzunehmen. Das ist überflüssig wie ein Kropf, genauso wie die ganze Veranstaltung, und eine derartige Werbung ist einer 40 Jahre alten Band mit der Geschichte denkbar unwürdig.
Die zweite DVD enthält 140 Minuten Bonusmaterial: längere Ausschnitte aus den Gesprächen mit Squire, Anderson, Howe, Bruford, White, Wakeman, Banks, Downes, R. Dean, Greenberg und Emerson, Photogalerien (wer braucht eigentlich die immer?), die Musikvideos zu "Wonderous Stories", "Tempus Fugit" und "Owner of a Lonely Heart" und etwa 23 Minuten Videomaterial von Bandproben zur 1996er Tour in New York.
Yes bereiten ihren Abgang vor. Ob ein letztes Album zu erwarten ist, steht noch in den Sternen (Steve Howe lässt durchblicken, dass Gespräche geführt werden, aber nicht, worüber), live wird man sie aber sicher noch zu sehen bekommen. Es wird Zeit, sich zu verabschieden, und diese DVD ist ein guter Anfang zum Ende. Die Reihe, die bereits ähnliche Dokus zu Cream, den Moody Blues, Jimi Hendrix und Black Sabbath umfasst, ist solide, aufwändig produziert, und lässt auch für den Yes-Kenner kaum Wünsche offen. Natürlich könnte man hie und da noch etwas mehr Information unterbringen, vor allem über die dunklen Seiten, Rausschmisse, zusammengeschusterte Alben, Gerichtsprozesse und so weiter, aber das steht in den vielen Büchern über die Band und dringt auch langsam in die online-Nachschlagewerke durch. Infos allenthalben also, und in der Flut dieser Quellen macht die neue DVD gar keine schlechte Figur. Mit YesYears kann sie allemal mithalten.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
YesYears, YesSpeak |
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| Veröffentlicht am: |
10.7.2007 |
| Letzte Änderung: |
18.7.2007 |
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