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Czeslaw Niemen

Mourner´s Rhapsody

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1974
Besonderheiten/Stil: Blues; Jazzrock / Fusion; Klassischer Prog; Rock / Pop / Mainstream
Label: CBS
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Czeslaw Niemen E-Piano, Moog, Mellotron, Piano, Organ, Percussion
Jan Hammer Drums
Dave Johnson Percussion
Rick Laird Bass
Michal Urbaniak Violin
Seldon Powell Flute
Steve Khan Guitar
Don Grolnick E-Piano, Piano
Carl Rabinowitz Acoustic Guitar
John Abercrombie Guitar
Erin Dickins, Gail Cantor, Tasha Thomas Background Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Lilacs and champagne 4:04
2. I´ve got no one who needs me 4:16
3. I search for love 4:53
4. Baby M 5:16
5. Inside I´m dying 5:35
6. Mourner´s Rhapsody 14:46
Gesamtlaufzeit38:50


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Licht und Schatten liegen nah beieinander. Kurz nach "Aerolit" spielte Czeslaw Niemen nämlich ein weiteres Album ein, diesmal in den USA, unterstützt von einer ganzen Reihe recht bekannter Musiker. "Mourner's Rhapsody" erschien wieder bei der CBS, ist aber im Vergleich zur eingangs genannten polnischen Produktion aus demselben Jahr eine ziemliche Enttäuschung.

"Mourner's Rhapsody" ist über weite Strecken eine sehr amerikanische, soullastige Jazzrockscheibe geworden, die zwar immer noch einige interessante Stellen aufweist, sich aber alles in allem deutlich in kommerzielle Soulrock- und Fusiongefilde hineinbewegt. Gut gemacht ist das Ganze natürlich, wie man nach einem Blick auf die hochkarätig besetzte Musikerliste vermuten wird. Jan Hammer (erstaunlichweise am Schlagzeug) und Rick Laird vom Mahavishnu Orchestra, Steve Khan, John Abercrombie und auch Michal Urbaniak sind durchaus große Namen und sorgen dafür, dass auf dem Album virtuos musiziert wird.

In instrumentaler Hinsicht ist die Musik auch durchaus erträglich und bietet zusammen mit Niemens kantigem Gesang einen jazzigen Rock in Richtung Joe Cocker, der durch diverse Soli (besonders Urbaniak an der elektrisch verstärkten Violine) und einige interessante Einlagen Niemens an Moog und Mellotron doch einigermaßen anhörlich (und progressiv) ausgefallen ist. Was mir aber übel aufstößt ist das Vorhandensein der drei Backgroundsängerinnen, deren Beiträge die Musik stellenweise ziemlich unerträglich machen (besonders schlimm in "Baby M"), und Niemens meist ziemlich affektiertes Genöle und Gekreische, welches in dem doch eher zurückhaltenden instrumentalen Zusammenhang viel zu dominant ausgefallen ist. Zum Glück gibt es aber ab und zu einige etwas längere Instrumentalabschnitte, in denen nicht gesungen wird.

Die Nummer, die das Album aber doch einigermaßen interessant macht, ist das abschließende Titelstück (welches so gar nicht zum Rest der Scheibe passt). Hier hat Niemen einen Männerchor engagiert (und die Hintergrundheulbojen nach Hause geschickt) und seine Hammondorgel wieder hervorgekramt. Das Ergebnis ist eine Art sakrales Rockrequiem, welches im Stile einer experimentelleren Ausgabe von Procol Harum, vielleicht etwas zu pathetisch, aber alles in allem recht eindrucksvoll aus den Boxen kommt. Niemen schlägt hier den Bogen zurück zu seinem 1969 erschienen Album "Enigmatic", auf dem nämlich die polnische Urversion des Stückes zu finden ist (unter dem Titel "Bema pamieci zalobny rapsod"). Etwas glatter, aber auch klangvoller als das Original ist die Neuauflage ausgefallen. Insbesondere der Chor steht um einiges besser im Mix.

"Mourner's Rhapsody" ist eigentlich nur wegen des Titelstücks für den Proghörer von Interesse. Da es dasselbe aber in einer klanglich schlechteren, aber vielleicht authentischeren Version auf "Enigmatic" zu hören gibt, ist dies auch kein richtiger Kaufgrund. Wer allerdings "Bema pamieci zalobny rapsod" wirklich als grandios erachtet, der sollte hier wohl doch einmal reinhören!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.7.2007
Letzte Änderung: 29.8.2017
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Czeslaw Niemen

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 Enigmatic 11.50 6
1971 Niemen Enigmatic 9.00 1
1972 Strange is this world 11.00 1
1972 Marionetki 12.00 1
1973 Ode to Venus 10.00 1
1974 Aerolit 12.00 1
1975 Katharsis 11.00 1
1977 Idée Fixe 11.00 1
1980 Postscriptum 10.00 1
2007 41 Potencjometrów Pana Jana 10.00 1
2009 Kattorna / Pamflet na Ludzkosc 11.00 1
2010 Terra Deflorata - Koncert 10.00 1

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