The Fate of Old Mother Orvis
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Ian Fitch |
guitar, auto harp, dulcimer, mandolin, xylophone, singing |
| Karl Mallett |
bass, guitar, auto harp, banjo, keyboards, singing |
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| Simon Green |
drums, percussion, whispering |
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Gastmusiker
| Steve Mann |
keyboards, "setting the controls" |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Dunwich
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6:20
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| 2. |
Mustard Men
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7:12
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| 3. |
Bartholomew's Merman
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5:04
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| 4. |
Children of the Crown
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9:12
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| 5. |
A Meeting at the Red Barn
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2:23
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| 6. |
The Fate of Old Mother Orvis
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18:11
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| Gesamtlaufzeit | 48:22 |
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Rezensionen

Erzählte das Cover des Debuts der Future Kings of England noch von industrieller Verschmutzung über städtischer Kulisse, geht es bei zweiten Streich beschaulicher zu: ein kleines Ruderboot am Strand vor altenglischen Ruinen. Hört man die Musik des Albums mit dem gediegenen Titel „The Fate of Old Mother Orvis“ bestätigt sich der Verdacht, dass aus den „Future Kings“ die „Retro Kings of England“ geworden sind. Was auf dem Debut noch noisig war, wird hier melodiös und manchmal gar sinfonisch.
Aber der Reihe nach: Dunwich – eine im Mittelalter im Meer versunkene altenglische Stadt ist Namensgeberin dieses Instrumentals. Das Beklemmende jener Historie wird durch einleitende unheilschwangere Gitarrenklänge und hereinbrechende musikalische Sturmfluten im Wechsel anschaulich. Am Ende der CD hört man dann auch die Kirchenglocken der versunkenen Kirchen von Dunwich, die man nach einer Legende noch heute hören kann... Aber zunächst folgt das Gesangsstück des Albums „Mustard Men“. Floyd anno 1971 lassen grüßen. Hinzu kommen aber noch Klangteppiche a la King Crimsons „In the Court of the Crimson King“, in denen man sich genüsslich wälzen kann. Nach der hübschen crimsonesk-folkigen Nummer „Bartholomew’s Merman“ misslingt den Future Kings allerdings bei Children of the Crown etwas die Konstruktion des Stückes. Trotzdem eine atmosphärisch dichte Nummer, die im ersten Teil keltische Einflüsse verarbeitet, um danach Pink Floyd vielleicht etwas sehr deutlich zu imitieren (Orgel! Gitarre!!). Nach einem weiteren netten, diesmal aber kürzeren folkigen Instrumental folgt der Abschluss des Albums mit dem gemächlichen dreiteiligen Titelstück, bei dem folkige mit spacerockigen Einflüssen ausladend kombiniert werden.
Die Future Kings of England haben sich bei Beibehaltung einiger zentraler Merkmale ihres Stils musikalisch neu positioniert: Postrock raus und mehr Folkelemente rein. Das Ergebnis auf nach wie vor starker psychedelischer Basis klingt dadurch ruhiger und wohltönender als zuvor.
| Anspieltipp(s): |
Mustard Men |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
3.8.2007 |
| Letzte Änderung: |
3.8.2007 |
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Zwei Jahre nach ihrem selbstbetitelten Debutalbum (welches ich bisher nicht gehört habe) legt die Band mit dem wahrlich großspurigen Namen nach. Drei Könige sollen es also in Zukunft sein, aber ob es hiermit zur Thronbesteigung reichen wird, darf dann doch bezweifelt werden. Sie peilen zwar den Herrscherposten nur im Psychedelic-Bereich an, aber auch da muß ich noch mangelhafte Qualifikation feststellen.
Wobei sie mit Dunwich und einer 'Twin-Peaks' (kennt das noch jemand, David Lynchs "Twin Peaks" Fernseherie?) ähnlichen Atmosphäre erstmal stark beginnen. Erinnert auch an Bands des Glitterhouse-Labels wie KNIFE IN THE WATER, die ebenso im Metier der Atmosphären unterwegs sind. Ein weiterer Eckpfeiler der genannt werden muß sind PINK FLOYD zu Zeiten zwischen "Atom Heart Mother", "Meddle" und "Live in Pompeii", ihren für mich stärksten Jahren.
Zu den genannten Koordinaten kommen dann noch Psycho-Folk und soundorientierte Rockelemente a la GODSPEED YOU BLACK EMPEROR hinzu.
Daraus machen sie, wenn man die einzelnen Stücke separat betrachtet, ein interessantes Gemisch, das dem Konzept des Albums ? britische Spuk- und Gruselthemen ? durchaus gerecht wird. Nur als ganzes Album funktioniert es für mich nicht. Zu ähnlich sind sich die Stücke im Aufbau. Herausragende Elemente gibt es durchaus, wie z.B. den Anfangsteil von Children Of The Crown, wo eine wunderschön wohlige Gänsehaut-Atmosphäre mittels Dulcimer und daruntergelegten Drones (wohl die Auto-Harps) erzeugt wird. Es bleibt nur meist bei mehr oder minder kurzen Aufhorchern und bald geht meine Konzentration auf die Musik wieder flöten, da die elegisch-düsteren Soundgemälde doch alle sehr ähnlich sind.
Meine Empfehlung: Album kaufen und jeweils ein einzelnes Stück daraus auf einen eigenen Rock- oder Psycho-Sampler zwischendrin reinpacken, dann kommt das richtig gut. So gesamt ist es etwas eintönig und fad.
Der Thron ist also noch nicht in Gefahr, Elisabeth, du kannst ruhig sitzenbleiben.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
24.9.2007 |
| Letzte Änderung: |
24.9.2007 |
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