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Satin Whale

Whalecome

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1978
Besonderheiten/Stil: live; Klassischer Prog; Rock / Pop / Mainstream
Label: Teldec - Nova
Durchschnittswertung: 7/15 (1 Rezension)

Besetzung

Thomas Brück Bass, Gesang
Gerald Dellman Tasten
Wolfgang Hieronymi Schlagzeug, Perkussion
Dieter Roesberg Gitarren, Querflöte

Tracklist

Disc 1
1. No time to lose   (LP I) 5:26
2. Song for Thesy 4:10
3. Maree 4:53
4. Desert Places 8:24
5. Reverie 2:22
6. Holidays 5:58
7. A bit foolish - a bit wise 6:05
8. Crossing the line 9:56
Gesamtlaufzeit47:14
Disc 2
1. Reminiscent river   (LP II) 4:10
2. Goin´ back to Cologne 3:30
3. Hava Nagila 17:40
4. Perception 18:38
5. Sweet little sixteen 5:40
Gesamtlaufzeit49:38


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Im November 1977 waren Satin Whale in Deutschland auf Tournee. Dabei wurden ihre Konzerte in Köln, Mönchengladbach und Hamburg mitgeschnitten und daraus die Doppel-LP "Whalecome" zusammengestellt. Erschienen ist das Album 1978 auf dem Nova-Label der Teldec. Ein reguläres CD-Reissue hat die Scheibe bis dato offenbar nicht erlebt.

Satin Whale bieten hier Songs von ihren drei damals erschienen Studioscheiben ("Desert Places", "Lost Mankind" und "As a Keepsake"), dazu zwei neue Nummern ("Reverie" und "Crossing the line"), den langen Jam "Hava Nagila" (inklusive des obligatorischen, langen Schlagzeugsolos) und die Cover-Zugabe "Sweet little sixteen". Wie schon auf den Studioscheiben spielt die Band auch live eine recht bunte, negativ ausgedrückt orientierungslose Mischung aus Symphonisch-Progressivem, zeitgemässem Mainstreamrock und mildem, bluesigem Hardrock, in den sich gelegentlich leichte folkige und jazzige Einsprengsel ausmachen lassen. Pink Floyd und Jethro Tull kommen in den Sinn (die Mannen um Ian Anderson besonders stark in "Song for Thesy" und zu Beginn von "Desert Places"), es gibt Abschnitte mit ausladendem Gejamme (vor allem in den Langnummern), sphärisch-symphonische Tastenpassagen (die zeittypischen Synthesizersounds), klassischprogressive Orgeleinwürfe (sehr prägend in "Crossing the line" und "Perception"), jazzige E-Pianoläufe und erdigen Rock'n'Roll zu hören.

Interessant wird die Musik immer dann, wenn Dieter Roesberg - was er aber eher selten tut - zur Flöte greift, so z.B. in "A bit foolish - bit wise", in dem in der zweiten Hälfte Querflöte und Vibraphon jazzig umeinandertänzeln. Dem gegenüber stehen allerdings ziemliche viele ziemlich durchschnittliche Momente mit harmlosem, etwas obsoletem Gerocke, die auch nicht durch den nicht sonderlich bemerkenswerten Gesang aufgewertet werden.

"Whalecome" bietet sehr ordentlichen, aufwendig instrumentierten Mainstreamrock, der durch die gut besetzte Tastenabteilung eine leicht symphonisch-progressive Atmosphäre verströmt. Furchtbar originell oder einfallsreich ist das Ganze nicht, ermüdet daher auf Dauer, bewegt sich aber - bis auf den Gesang - durchaus im oberen Bereich der damaligen Rockmittelklasse. Wer seinen Prog nicht allzu komplex und kantig, dafür melodisch und flächig-tastenlastig, aber auch erdig rockend schätzt, der sollte hier einmal reinhören.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.8.2007
Letzte Änderung: 14.8.2007
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Satin Whale

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1974 Desert Places 7.00 1
1975 Lost Mankind 7.00 2
1977 As a Keepsake 8.00 1

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