SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
20.11.2017
Various Artists - AMIGA Electronics
19.11.2017
Taylor's Universe - Almost Perfected
Hans-Hasso Stamer - Digital Life
French TV - Ambassadors of Good Health and Clean Living
Cluster - Cluster & Farnbauer Live in Vienna
18.11.2017
Babils - The Joint Between
Reinhard Lakomy & Rainer Oleak - Zeiten
Deluge Grander - Oceanarium
Virgil & Steve Howe - Nexus
Sons of Apollo - Psychotic Symphony
Yurt - III - Molluskkepokk
17.11.2017
The Gerald Peter Project - Incremental Changes, Pt. 1
Tohpati Ethnomission - Mata Hati
Dialeto - Bartók in Rock
The Gerald Peter Project - Incremental Changes, Pt. 1
Necronomicon - Verwundete Stadt
Millenium - 44 Minutes
16.11.2017
Smalltape - The Ocean
ARCHIV
STATISTIK
24094 Rezensionen zu 16465 Alben von 6401 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Taylor's Universe

Terra Nova

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion; sonstiges
Label: mals
Durchschnittswertung: 8.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Karsten Vogel Sax, Bass Clarinet
Robin Taylor Guitars, Grand Piano, Hammond Organ, Stringman, Harmonium, Synthesizes, Portasound, Glockenspiel, Percussion, Treatments, Tapes, Snake Charmer´s Flute
Rasmus Grosell Drums

Gastmusiker

Hugh Steinmetz Trumpet, Flugelhorn (Track 4)
Louise Nipper Voice (Tracks 1,2,5)
Jytte Lindberg Voice (Tracks 1,8)

Tracklist

Disc 1
1. Terra Nova 5:48
2. Amhage West 5:21
3. Meccano 3:44
4. They Usually Come at Night 6:48
5. Metropolarization 4:34
6. Land of Lamps 7:26
7. Ruby Wires 4:02
8. City of Greed 6:42
Gesamtlaufzeit44:25


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Fast ein Jahr ist seit dem Erscheinen von Robin Taylors letztem Album vergangen. Offenbar hat der Däne seine Produktivität etwas zurückgenommen. Zudem scheint er sich im Moment ganz auf sein Studioprojekt Taylor's Universe (TU) zu konzentrieren. Die Live-Formation Taylor's Free Universe (TFU) hat Taylor inzwischen wohl aufgelöst (wie aus gut unterrichteten Kreisen bekannt wurde). "Terra Nova" nannte Taylor die neue TU-CD, die wie der Vorgänger "Certain Undiscoveries" beim russischen mals-Label erschienen ist. Zu bekommen sind die meisten Scheiben von Taylor übrigens bei CD-Baby.

"Terra Nova". Der Name lässt vermuten, dass Taylor hier etwas Neues an den Start bringt, vielleicht musikalische Gefilde betritt, die er bisher noch nicht erforscht hat. Nach dem Hören des Albums muss man allerdings konstatieren, dass dem nicht so ist. Im Grunde wird hier nicht viel Anderes geboten als auf dem "Certain Undiscoveries". Die Besetzung ist zudem fast identisch. Moderner, angejazzter, relativ melodischer Symphoprog ist das Ganze, dominiert von Taylors Tasten und Elektronik, solistisch verziert von Vogels Saxophonen und Bassklarinette, ab und zu auch Taylors E-Gitarre, und rhythmisch zusammengehalten von Rasmus Grosells Schlagzeug. Die Musik plätschert und gleitet relativ abwechslungsreich und beschwingt dahin, schafft es aber selten den Hörer wirklich zu packen, obwohl es immer wieder durchaus interessante Momente und virtuose Einlagen am Sax gibt.

Einige der Stücke sind aber doch ganz gelungen. "They Usually Come at Night" gefällt mir z.B. gut, nicht nur, weil hier Gasttrompeter Hugh Steinmetz zum Einsatz kommt, sondern auch weil die Nummer eine schöne Dynamik besitzt, Ecken und Kanten aufweist und zwischendurch richtig wüst wird, versehen mit einem leidenschaftlichen Solo von Vogel. Auch in "Land of Lamps" gibt es schöne Stellen, das klangliche Chaos nach 5 Minuten z.B., oder Vogels gefühlvolles Saxspiel zu Beginn. Ansonsten bleibt mir hier Vieles zu zurückhaltend, wird zu viel Mittelmass und Musik geboten, die wie gehobene Hintergrundbeschallung wirkt. Was mich zudem nervt ist Grosells stoisch einfallsloses Geklopfe in vielen Stücken, das ein moderner Drumcomputer genauso gut hingekriegt hätte.

"Terra Nova" ist eines der schwächeren, wenn auch nicht wirklich schlechten Alben von Taylor's Universe, einer Formation, die für meinen Geschmack schon immer unter ihren Möglichkeiten geblieben ist. Mit TFU oder solo hat Robin Taylor jedenfalls um einiges interessantere Scheiben eingespielt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.9.2007
Letzte Änderung: 17.9.2007
Wertung: 8/15

Zum Seitenanfang

Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 2)


Obwohl Robin Taylor schon unter seinem Namen und der Band Taylor's Universe bzw. Taylor's Free Universe einiges veröffentlicht hat, ist "Terra Nova" mein Erstkontakt mit dem dänischen Multiinstrumentalisten. Aus den Rezensionen der anderen Alben lässt sich aber zumindest entnehmen, dass hier ein Musikerkollektiv zusammenarbeitet, welches schon einiges an Weg zusammen gegangen ist.

"Terra Nova" ist ein seltsames Album. Es lässt mich durchaus gespalten, nachdenklich und ein bisschen ratlos zurück. Grundlegend machen Taylor's Universe hier JazzRock. Einen JazzRock, der wie ich finde, durchaus eine sehr eigene Note hat und kaum mit anderen Acts dieses Genres vergleichbar scheint. Robin Taylor selbst fügt mit seinem Tasteninstrumentearsenal einen gehörigen Touch sinfonischen Progs hinzu, so dass sich eine noch eigenwilligere musikalische Mischung ergibt. Karsten Vogel sorgt mit Saxofon, Klarinette und co. für die jazzigen Vibes.

JazzRock ist immer dann am besten, wenn er scharf und heftig dargeboten wird. Die Instrumentalisten müssen förmlich miteinander ringen und Riffs aufeinander abfeuern. Dazu muss die Rhythmusabteilung im Untergrund brodeln und Feuer zu den Tracks geben. Davon ist hier leider wenig zu spüren und das ist sicherlich das größte Manko des Albums. Es geht oftmals sehr entspannt, fast verträumt, zu und da entwickelt sich JazzRock schnell zur leisen Hintergrundmusik, die ohne viel Eindruck vorbeirauscht. Der Opener und Titeltrack, "Amhage West", "Metropolarization", "Ruby Wires" und "City Of Greed" gehören mehr oder weniger alle in diese Kategorie. Besonders störend finde ich die wortlosen "LaLa"-Gesänge an der einen oder anderen Stelle. Da helfen auch gelegentliche instrumentale Ausbrüche nur wenig.

Umso spannender agiert die Band dann plötzlich in den verbleibenden Songs. In "Meccano" wird das Tempo plötzlich angezogen und das Saxofon soliert über einer melodischen Keyboardlinie. Eine zerrende Gitarre gibt dem Stück zusätzlich Spannung. Und Schlagzeuger Grosell wacht auf und macht auch mal richtig Betrieb. "They Usually Come At Night" lebt ganz von der düsteren Atmosphäre und dem melancholischen Trompetenspiel von Gast Steinmetz. Zudem durchläuft das Stück eine fast atemberaubende Steigerung und kratzt gegen Ende gar schon am Hard Rock. Und "Land of Lamps" steuert sogar leicht in avantgardistische Pfade, wirkt aber leider etwas aus mehreren Teilen zusammengestückelt. Vor allem die schräge Coda des Songs beginnt so unvermittelt wie sie endet und wirkt daher wie nachträglich 'drangepappt'.

Tja, was ist nun das Fazit? "Meccano", "They Usually Come At Night" und "Land of Lamps" wären mir schon eine Empfehlung wert, aber dagegen stehen die anderen Songs, die leider den guten Eindruck ganz schön verwischen. Schade eigentlich, denn gefühlsmäßig würde ich sagen, die Band hat mehr drauf. Na ja, vielleicht beim nächsten Mal.

Anspieltipp(s): siehe Rezitext: Die drei gelobten Songs...
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.10.2007
Letzte Änderung: 17.11.2013
Wertung: 9/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Taylor's Universe

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Taylor's Universe 9.00 2
1996 Pork 10.00 1
1998 Experimental Health (with Karsten Vogel) 9.00 1
2004 Once again 8.00 1
2005 Oyster's apprentice 10.00 1
2006 Certain Undiscoveries 10.00 1
2008 Soundwall 9.50 2
2009 Artificial Joy 11.00 1
2009 Return to Whatever 10.00 1
2012 Kind Of Red 11.00 1
2013 Worn Out 10.50 2
2013 Evidence 11.00 2
2015 From Scratch 11.00 1
2015 Across the Universe 10.00 1
2017 Almost Perfected 11.50 2

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum