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Marillion

Clutching at Straws

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1987
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Neoprog
Label: EMI
Durchschnittswertung: 9/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Fish Stimme
Steve Rothery Gitarre
Mark Kelly Keyboards
Pete Trevawas Bass
Ian Mosley Drums

Tracklist

Disc 1
1. Hotel Hobbies 3:37
2. Warm Wet Circles 4:09
3. That Time Of The Night (The Short Straw) 6:15
4. Going Under   (CD-Bonus) 2:48
5. Just For The Record 3:12
6. White Russian 6:26
7. Incommunicado 5:15
8. Torch Song 3:51
9. Slàinthe Mhath 4:59
10. Sugar Mice 5:47
11. The Last Straw

1. Happy Ending

5:57
Gesamtlaufzeit52:16


Rezensionen


Von: Thomas Thielen @ (Rezension 1 von 4)


Die letzte Studioplatte mit Fish legt gleich mit einer anspruchsvolleren Trilogie los; vor allem "Hotel Hobbies" bringt wieder Gänsehaut-Lyrics und -Vocals ("and the only sign of la-ha-hife is the ticking of the pen..."), "Warm Wet Circles" ist eine schöne, gegen Ende auch leidenschaftliche Ballade über Verlorenheit und Suche nach Nähe, "That Time of the Night" schließt ab mit der Ankündigung, aus dem alten Leben auszubrechen. Musikalisch typisch Marillion der 80er, keine großen Überraschungen, aber tolle Stücke.

"Going Under" ist ein kurzes Akkustikliedchen, das sich nicht unbedingt durch kompositorische Genialität auszeichnet. "Just For the Record" klingt auch etwas unmotiviert. Zwar schaffen es die Jungs wieder mal, einen 7/4 einzubauen, aber das allein macht das Stück noch nicht zu einem Winner - zu zusammengewürfelt und klischee-ig klingen die Parts, vor allem Kellys Keyboardsolo hatten wir selbst zu der Zeit schon mal fast genauso auf Dutzenden von NeoprogCDs - eben dieses wiuwiuwiu-Portamento-MiniMoog-Ding!

"White Russian" ist ein weiteres Epos, diesmal über den wiederaufkommenden Rassismus in Russland und Österreich. Das Stück bietet einige emotional wertvolle Momente, tolle Gitarrenarbeit, schöne Synthies.

"Incommunicado" ist der Versuch, eine Uptempo-Single zu schreiben. Und das gelingt auch. Der 5/4-Anfang klingt sogar richtig proggisch! Für eine Single wirklich ok.

"Torch Song" ist eine Ballade über den verbrauchten Rockstar "Torch", der eigentlich im Mittelpunkt der Scheibe stehen sollte, dann aber verloren ging... Trotzdem kommt auch dieser Track nicht richtig rüber, es wirkt immer wie gezogene Handbremse.

"Slainte Mhath" ist ein Klassiker, der von Schottland und seinen sozialen Problemen erzählt. Durch zahlreiche Live-Anwendungen inzwischen doch sehr abgenudelt, war er eigentlich mal ein frischer Rocksong mit guten Lyrics - aber auch nichts wirklich Besonderes.

"Sugar Mice" ist eine eigentlich wahnsinnig dümmliche 3-Chords-and-the-truth-Ballade. Was man mit G-C-D so alles machen kann... Trotzdem zündet der Song mehr als vieles andere auf der CD, und Fish bezeichnete ihn sogar als seinen Lieblingsmarillionsong ever. Schönes Gitarrensolo von Rothery, netter Sound, melodischer Bass, aber... siehe oben.

"The Last Straw" rockt wieder semi-proggisch los, Fishs engagierte Lyrics triefen wieder vor Sozialkritik, und das wird spätestens hier dann doch etwas penetrant. Aber egal, die Band spielt wieder mit einer Intensität, die eventuelle kompositorische Einbahnstraßen überdeckt.

Fazit: Ein von vielen Freaks hochgejubelt, aber grundsätzlich doch recht durchschnittliches Album. Für mich das schlechteste der Fish-Ära, (wenn man von "Script" mal abzieht, dass Pointer alles versaut) es zeigt ganz klar die Tendenz der Band weg vom Prog und hin zu einfacheren Strukturen.

Anspieltipp(s): White Russian, Warm Wet Circles
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.4.2002
Letzte Änderung: 11.4.2002
Wertung: 8/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 4)


Auch meiner Meinung nach ist CAS das schwächste Album der Fish-Ära, ohne schlecht zu sein. Einen wirklich schwachen Song gibt es auf der Platte nicht, wenn auch "just for the record" teilweise etwas banal wirkt. Ansonsten haben alle Stücke ihren Reiz und ihre Stärken: "Hotel Hobbies", "White Russian", "Incommunicado" und "last straw" haben power und machen Dampf und Steve Rothery lässt einige fantastische Soli vom Stapel. "Warm Wet Circles", Going Under", "Torch Song", "Slainte Mhath" und "Sugar Mice" sind gefühlvolle, zum Teil beinahe etwas düstere und schwermütige Balladen, die mal ruhig und mal bombastisch daherkommen.

Alles in allem wirkt das Album sehr geschlossen, wenn auch nicht in dem Masse wie Misplaced Childhood. Marillion entfernen sich hier allerdings mehr denn je vom Prog. Das Album überzeugt durch teils eingängige, teils eindringliche Kompositionen und ist sicher zu empfehlen. Wem Misplaced Childhood gefallen hat, der dürfte auch an CAS seine Freude haben.

Anspieltipp(s): Hotel Hobbies, Incommunicado, Sugar Mice
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.5.2004
Letzte Änderung: 22.1.2015
Wertung: 8/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 3 von 4)


Anscheinend bin ich der Einzige, der findet, das dies die beste Platte der FISH-Phase ist ;-)

War mir das Debüt einfach zu geklaut, "Fugazi" zu neoproggig und auch "Misplaced Childhood" zwar schön aber irgendwie immer noch zu klischeebesetzt, schwimmt sich die Band mit dieser LP/CD endlich frei und macht das, was sie am besten kann - melodiösen Rock mit Zitaten aus den 70ern. Nicht mehr auf Teufel komm raus proggiges, sondern eindringliche und einprägsame Songs, die aber nicht wie "Kayleigh" kitschig klingen.

Für mich zeigt die Band und gerade Fish, das trotz allem Ausgebranntseins (oder gerade deswegen) Krisen gute Musik und Texte ergeben. Verletzlichkeit und Trotz finde ich auf dieser Platte, "Incommunicado" ist ein klasse Rockstück,das sehr an die WHO erinnert ;-) und auch die anderen Titel gefallen mir in ihrer Schlichtheit. Aber gerade das ist der Vorteil für mich, Einfachheit ohne banal zu klingen, anstatt auf Prog voller Klischees zu setzen.

Anspieltipp(s): Hotel Hobbies, Warm wet circles
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.5.2004
Letzte Änderung: 12.5.2004
Wertung: 11/15

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Von: Henning Mangold @ (Rezension 4 von 4)


Zuerst war es ja nach diesem Album ein großer Schreck zu hören, dass Fish jetzt aussteigt, aber im Nachhinein sehe ich: er hatte Recht. Jester weg, Atmosphäre weg, kryptische Texte weg - ganz Marillion war weg, da konnten ruhig auch noch äußere Wechsel den Prozess besiegeln. Fish schreibt zwar unverändert viel, will aber noch mehr (wie damals in Interviews zu lesen war) und verarbeitet zuallererst darin seine Probleme mit und ohne Alkohol. Auf diesem Album steht seine sich abzeichnende Solokarriere schon mitten im Raum und lässt die anderen Bandmitglieder bereits leicht ratlos zurück: so greifen jetzt buchstäblich alle nach den letzten Strohhalmen.

Schlecht ist die Platte freilich nicht; sie dokumentiert nur, dass es so nicht weitergehen konnte und stellt Elemente nebeneinander, die sich nicht mehr mischen können.

In Kürze: "Hotel hobbies" ist ein sehr starker Einstieg mit tollem instrumentalem Arrangement, aber zu kurz: wenn man als Hörer schon nach mehr schreien will, erhält man sogleich die feuchten Gläserringe, die sich in zwei musikalischen Teilen sanft-poppig-berechenbar dahinschlieren. Danach folgen wieder starke Stücke: "Just for the record" wäre die m.E. beste mögliche Single dieses Albums gewesen - knapp, aber voll, kurz und massiv; "White Russian" spielt nun zwar auch auf ein Getränk an, geht aber inhaltlich weit darüber hinaus und ist einfach mitreißend. "Incommunicado" finde ich in Ordnung, denn ein Smash-Hit musste mal wieder her (vor allem einer, der besser ist als das verschmuste "Kayleigh"); und der Schluss des Albums "Last straw" hat nur den Nachteil, dass er fast zu kurz ist (wenn ich das mit dem gewollt beeindruckenden "White feather" vergleiche...au Mann, gut, dass in dieser Band noch mehr Potential steckte, als "Misplaced childhood" vermuten ließ.

Dünner wird die musikalische Luft dann aber eindeutig bei "Torch song" (obwohl da der Text sehr beängstigend gut gelungen ist: "Burn a little brighter now...") und natürlich in "Sugar mice": zunächst mochte ich den Song sogar, aber dann wurde er zunehmend von Fish selbst immer wieder gespielt und unwiederbringlich zu Tode geritten - so viel Substanz wirft dieses endlose "Daddy took a raincheck" nun auch nicht ab. Dagegen ist "Going under" (das ursprünglich nicht auf der LP war und erst später auf die CD kam) viel stimmungsvoller in seiner lyrischen Kürze.

Wie gesagt: kein schlechtes Album, aber es hätte - wie seinerzeit ein schwächeres Van-Morrison-Album - den Titel "A period of transition" haben können, denn genau das dokumentiert es (ähnlich wie später das "Radiation"-Album einen solchen Übergang zu neuen Ufern markieren sollte).

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.6.2004
Letzte Änderung: 17.1.2014
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Marillion

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1982 Market Square Heroes 9.00 3
1983 Script for a jester's tear 10.80 5
1984 Real To Reel 11.00 2
1984 Fugazi 11.25 4
1985 Misplaced Childhood 10.33 6
1986 Brief encounter 7.00 1
1988 B-Sides Themselves 7.00 3
1988 The Thieving Magpie 11.67 3
1989 Live From Loreley (DVD) 9.50 2
1989 Seasons End 11.00 3
1991 Holidays in Eden 5.00 5
1992 Live At The Borderline 8.00 1
1993 Live In Caracas 6.00 1
1994 Brave 11.00 3
1995 Brave - The Film (DVD) 11.00 2
1995 Afraid of sunlight 10.00 3
1996 Made Again 9.00 1
1997 Best of both worlds - 1
1997 This Strange Engine 10.25 4
1998 Tales From The Engine Room 4.50 5
1998 Radiation 2.33 4
1999 Marillion.com 7.00 3
2000 The singles '82-88' 10.00 3
2001 Anoraknophobia 11.25 4
2002 Brave Live 2002 8.00 1
2002 Anorak In The UK Live (2CD Set) 10.00 1
2002 Singles Box Vol.2 '89-'95 9.00 1
2002 Anorak In The UK Live 12.00 1
2003 Best of - 1
2003 Recital Of The Script (DVD) - 1
2004 Marbles on the road (DVD) 12.33 3
2004 Marbles ("condensed version") 6.00 1
2004 Marbles 8.00 4
2005 Marbles Live 10.00 2
2007 Somewhere Else 8.67 3
2008 Happiness is the Road - Essence 8.50 2
2008 Happiness is the Road - The Hard Shoulder 6.50 2
2008 Early Stages - The Official Bootleg Box Set 1982 - 1987 12.00 1
2009 Less Is More 8.00 1
2010 Size Matters 10.00 1
2010 the official bootleg box set vol 2 - 1
2012 Sounds That Can't Be Made 9.50 2
2016 F*** Everyone And Run (F E A R) 11.33 3
2017 Marbles In The Park 12.00 1
2017 Living in F E A R - 1

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