Kinesis
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
AltrOck |
| Durchschnittswertung: |
10.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Marco Marzo |
guitar |
| Daniele Piccinini |
bass |
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| Cristian Franchi |
drums |
| Giovanni Parmeggiani |
keyboards |
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Gastmusiker
| Fabio Berti |
violin (2,3,4) |
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| Giorgio Trefiletti |
sax (1) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Lester
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7:16
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| 2. |
Meghiste Kinesis
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7:08
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| 3. |
ScalaQuadro
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8:52
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| 4. |
Gondwana
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8:11
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| 5. |
Anexelenkton
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6:58
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| 6. |
OM
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6:13
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| Gesamtlaufzeit | 44:38 |
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Rezensionen

Das junge Label AltrOck, betrieben vom italienischen Macher des Webzines Agartha und des AltrOck-Festivals, Marcello Marinone, hat zum Auftakt mit Yugen gleich einen Überraschungserfolg gelandet. Mit Rational Diet hat man dann einen nicht minder obskuren, aber auch nicht minder aufregenden Act nachgelegt. Als dritte Veröffentlichung auf diesem kleinen, feinen Label erscheinen nun die Italiener Accordo dei Contrari.
Die gute Nachricht für alle, die unter Yugen und Rational Diet gestöhnt haben: „Kinesis“, das Debüt von Accordo dei Contrari ist ein bisschen zugänglicher als diese, aber (und das ist auch eine gute Nachricht) nicht weniger aufregend. Die vier Italiener, unterstützt von zwei Gastmusikern, lieben Musik vom klassischen Prog der 70er, über JazzRock bis hin zu moderner Klassik a la Stravinskij oder Messiaen. Und so hört sich die Musik dann auch an. Durchaus heftige Gitarren, die schon mal crimsoid riffen, treffen auf wuselige Percussion und einen bohrenden, rumpelnden Bass. Dazu entwerfen die Keyboards schon mal sinfonische Flächen oder brechen in wilde Quietsch-Soli aus. Ein seltsamer Cocktail, der aber hervorragend funktioniert und den Hörer sofort mitreißt und in seinen Bann schlägt. Wenn die Italiener richtig Gas geben, dann ist das Album eine wahre Freude und verleitet gar ansatzweise zum Headbangen (für Progger-Maßstäbe natürlich). Hier wird gerockt! Aber das Album lebt auch von netten Gegensätzen, wenn unmittelbar nach einem Abgeh-Part in ruhiges, ambientes Fahrwasser geschwenkt wird. Langeweile gibt’s woanders, die Italiener bieten uns Abwechslung.
Kammerrock-Gefühle kommen auf, wenn Gast Berti seine kratzige Violine ertönen lässt und giftige Riffs abfeuert. Dazu sorgt der andere Gast Trefiletti mit seinem Sax für jazzige Vibes im Opener.
Der abschließende Titel ist Olivier Messiaen gewidmet. Ob das eine besonders gelungene Hommage ist oder nicht, kann ich mangels tieferer Kenntnis von Messiaens Schaffen (ich habe nur eine in meinen Ohren ziemlich langweilige CD mit Orgelwerken desselben) nicht beurteilen. Aber die Inspiration hat die Band offensichtlich zu Höchstleistungen angespornt, denn hier geht es nochmal richtig zur Sache.
Auch das dritte Werk aus dem AltrOck-Stall genügt höchsten Ansprüchen und bietet sowohl für die Schräglingsfraktion wie auch für abenteuerlustige Melodic-Progger einiges an spannendem Futter. Nur zu kurz ist das Ganze...
| Anspieltipp(s): |
Gondwana |
| Vergleichbar mit: |
??? |
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| Veröffentlicht am: |
16.10.2007 |
| Letzte Änderung: |
18.3.2008 |
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Die dritte Produktion des Mailänder AltrOck-Labels hat bisher wenig Aufsehen erregt, ganz im Gegensatz zu den ersten beiden dort erschienen Alben (siehe "Labirinto d'acqua" von Yugen und "Rational Diet" von der gleichnamigen weißrussischen Formation). Das ist eigentlich auch fast verständlich, denn sonderlich aufregend ist "Kinesis", das Debüt von Accordo dei Contrari aus Bologna, auch nicht unbedingt ausgefallen. Schlecht ist die Scheibe aber sicher nicht.
Accordo dei Contrari (was man vielleicht frei als der Kompromiss der Uneinigen übersetzen könnte), machen im Grunde symphonisch-progressiven Jazzrock mit Klassikinspiration, der deutlich in die 70er Jahre schielt und daher mit crimsonesken Retroelementen, einigen Canterbury-Reminiszenzen und einem Schuss Mahavishnu Orchestra angereichert wurde. Die Tasten bestimmen das Klangbild (alle Stücke stammen aus der Feder des Keyboarders Giovanni Parmeggiani - der Kompromiss war also wohl der, dass einer alleine die Richtung der Gruppe bestimmt), ergänzt von Marco Marzo an der E-Gitarre. Dazu kommen die vorantreibende Rhythmusabteilung und einige sparsame Gastauftritte an Violine und Sax. Das Ganze wird virtuos dargeboten und kommt druckvoll und frisch aus den Boxen. So richtig zünden tut es aber bei mir nicht.
"Kinesis" bietet einen leidlich unterhaltsamen, aber doch recht obsoleten zeitgenössischen Symphojazzrock, der den Proghörer der sich mit ähnlichen Hervorbringungen aus den letzten 30 Jahren ausgiebig beschäftigt hat, kaum überraschen wird. Der Rezensent kann den Eindruck kaum verdrängen, dass er das hier Gebotene auf die eine oder andere Weise schon oft gehört hat. Nein, Accordo dei Contrari kopieren nichts direkt, haben durchaus ihren eigenen Stil, doch ist das Ergebnis ihrer Bemühungen trotzdem sehr vorhersehbar. Überraschungen gibt es nicht, alles bleibt in dem Rahmen, den man nach den ersten ein bis zwei Minuten von "Lester" für den Rest des Albums erwartet. Diesen Rahmen haben die vier Italiener aber durchaus hoch angebracht. In intrumentaltechnischer Hinsicht gibt es nämlich nichts zu bemängeln und auch Parmeggianis Kompositionen bieten eine gelungene Mischung aus jazziger Komplexität und symphonischer Melodiösität. Schräg und wüst wird es nicht, so richtig spannend und mitreißend ist das Ganze aber auch nicht.
"Kinesis" bietet kaum Neues oder Anderes, sollte aber Retroprogger mit ausgeprägter Jazzrockader sehr gut unterhalten!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
18.3.2008 |
| Letzte Änderung: |
18.3.2008 |
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