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radio massacre international

rain falls in gray

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Psychedelic; RetroProg; Spacerock
Label: Cuneiform Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Steve Dinsdale Keyboards, Drums, Percussion, Glockenspiel, Looper, Voice
Gary Houghton Guitars, Glissando Guitar, Synthesizer, Looper, Voice
Duncan Goddard Keyboards, Bass, Guitars, Mellotron, P3 Sequencer

Gastmusiker

Cyndee Lee Rule Electric Violin
Martin Archer Sax, Bass Clarinet, Bass Recorder

Tracklist

Disc 1
1. rain falls in grey 17:11
2. bett´r day-s 11:45
3. shut up 4:56
4. syd 2:46
5. emissary 8:44
6. legacy 3:34
7. ... far away 10:58
Gesamtlaufzeit59:54


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


this album is our way of saying goodbye & thanks to a genuine one-off. his passing had an unexpectedly profound effect, despite the fact that he hadn't been near a guitar in more than 30 years. it forced us to consider what an enormous influence he was, despite his space-age ascendancy & equally rapid burnout. he picked up a zippo lighter, invented glissando guitar & incorporated non-musical sounds in the context of the new psychedelic movement that had hardly had time to leave the conformity of R&B behind. his creation was a particularly english take on what we now call "rock", but which at the time was likely to leave one stranded between slightly surreal pop & full-on jazz extemporisation. for those of us in experimental or space rock, the debt is enormous.

"rain falls in gray" ist Syd Barrett gewidmet, dem ersten Gitarristen von The Pink Floyd. Seltsamerweise taucht sein Nachname nirgends auf der CD auf, auch nicht im oben wiedergegebenen Text aus dem Beiheft. Der einzige direkte Hinweis ist - neben dem Cuneiform-Beipackzettel - der Track namens "syd". Barretts Antlitz ist allerdings auf dem Cover zu finden. Dieses hat übrigens kein Geringerer als Daevid Allen entworfen, was das Vorhandensein von Pothead-Pixies und Bananenmonden dortselbst erklärt.

Syd Barrett, Pink Floyd und Daevid Allen sind schon gute Anhaltspunkte, wenn es um die Frage geht, welche Musik radio massacre international hier im Angebot haben. Dazu kommen die für die Band typischen krautig-elektronischen Klänge, angelehnt an die Berliner Schule oder ähnlich gelagerte Franzosen wie z.B. Richard Pinhas. Das Ergebnis sind psychedelisch-spacige Elektronikklangemälde, die aber gelegentlich auch - eher ungewöhnlich für die drei Briten - richtig ordentlich rocken. Das Ganze ist ansprechend gemacht und sehr klangvoll und mächtig produziert.

Nach Barretts Pink Floyd klingt hier vor allem das Titelstück, welches immer wieder Erinnerungen an "Interstellar Overdrive" weckt und auf einem treibend-psychedelischen Grundgerüst aus Orgel, Bass, E-Gitarre und Schlagzeug errichtet ist. Dazu kommen allerdings unzählige elektronische Sounds und Tonflächen, die beiden Gäste an Blasinstrumenten und E-Violine und verschiedene wabernde, blubbernde und schwebende Klänge von weiteren Tasteninstrumenten. Wenn die Musik nicht an Floyd gemahnt, erinnert sie mitunter an Gong, insbesondere wenn die E-Gitarre à la Glissando jault.

Die restlichen Stücke sind - bis auf zwei Ausnahmen - etwas elektronischer ausgefallen. Hier klingen radio massacre international nicht mehr so sehr nach Barretts Floyd oder Gong, sondern nach den späteren Floyd ("Meddle" bis "Animals" - vor allem Houghtons Gitarre klingt mitunter sehr nach Gilmour), gepaart mit spacig-kosmischen Elektrosounds à la Tangerine Dream und Schulze. Dabei ist die Band durchaus abwechslungsreich zu Gange, vermeidet monotonen Stillstand, und schafft es meist einen einigermaßen eigenständigen Stilmix zu kreieren. Die eben erwähnten Ausnahmen sind die ziemlich freakige Klangcollage "shut up" und natürlich "syd", welches wieder treibende Retropsychedelik bietet. Mit "... far away" geht das Album dann sehr getragen, fast elegisch, klangflächig-kosmisch zu Ende.

"rain falls in gray" ist eine nette Retroscheibe für den Spacerock-, Pink-Floyd- und Barrettfan und für Liebhaber klassischer, krautiger Elektronik. Vielleicht sollten auch diejenigen hier einmal reinhören, die die frühen Scheiben von Porcupine Tree lieben. Kurz: Wer eine Schwäche für Floydiges hat und in den alten Klängen in neuem Gewand schwelgen möchte, dem sollte das Album viel Spaß machen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.11.2007
Letzte Änderung: 13.1.2011
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von radio massacre international

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 frozen north 11.00 1
1996 republic 11.00 1
1997 organ harvest 9.00 1
1998 borrowed atoms 11.00 1
2000 the god of electricity 12.00 1
2000 zabriskie point 11.00 1
2003 people would really like space rock if they would only give it a try 11.00 1
2005 emissaries 10.00 2
2010 time & motion 11.00 2

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