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Bolivar Zoar

Bolivar Zoar

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007 (CDR)
Besonderheiten/Stil: improvisiert; ArtPop; Folk; Independent / Alternative; RIO / Avant
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ava Mendoza Guitar, Primitive Ethnic Vocalization
Maryclare Brzytwa Flute, Guitar, Voice
Theresa Wong Cello, Guitar, Voice

Tracklist

Disc 1
1. Caw of the Amazon Jungle Woman Queen 2.41
2. Your Maniacal Face 3.41
3. Improvisation #1- Who You Think You're Fooling, Hound Dog? 1.57
4. Wish a Swish of the Lion's Tail! 1.30
5. You're Leaving Me 4.54
6. Improvisation #2- And they watered it 5.03
7. Animals in Captivity 4.12
8. Oh, If Only You Were More Nekromantik! 3.54
9. Improvisation #3- And thus she exorcised evil from all the land 3.12
Gesamtlaufzeit31:04


Rezensionen


Von: Fix Sadler


Irgendwann muss der Quell der wahrhaft neuen musikalischen Umsetzungen von Ideen doch mal versiegen... Wir hoffen ja, dass uns immer wieder etwas neues geboten wird, aber so richtig glauben tun wir es letztlich nicht. Es passiert auch nicht so häufig, dass man uns wirklich überraschen kann, aber wenn, dann haut es um so mehr um.

Haken wir bei Bolivar Zoar mal die negativen Aspekte ab. Das vorliegende "Debut" ist zu kurz... Es ist nur eine CDR mit (manchmal) nicht funktionierenden Musikdateien. Die Band tauscht eventuell nicht funktionstüchtige CDRs aber kostenfrei um, immerhin. Es gibt nur dieses eine Album der Combo und wie gesagt, es ist noch nicht mal ein richtiges... Immerhin bleibt uns die Hoffnung auf ein echte CD.

Zur Musik: Die Mädels sind bekloppt! Wenn jemand glaubt, dass man mit Stimmen, Gitarren, Cello und Flöte nur ein säuseliges Gefiepse auf die Reihe bekommt, dann hauen einem die Drei von Bolivar Zoar diese Ansicht mitten zwischen die Augen. Wahlweise mit Baseballschläger oder Vorschlaghammer.

Bolivar Zoar sind aufgebrochen "um ihre Instrumente wie Affen zu verprügeln..." und das tun sie auch. Ich hatte das Glück die Band live beim Unlimited 21 zu Wels zu erleben. Da saßen 3 blutjunge Mädels und verprügelten wortwörtlich ihre Instrumente. Von wegen; keine Rhythmus-Truppe... Der Auftritt hat so dermaßen gerockt, dass einem Angst und Bange werden konnte. Und genau das fangen die Damen auch auf ihrem Album ein. Südamerikanisches Folk-Flair, Rockabilly-feeling, neoklassisches "Kammerrocken" avantgardistisches Tönen, schräges Geklopfe und Gezupfe. Dazu ein hochexplosives Gesangstrio, welches die Interpretationen von "Voices" noch einmnal überdenken lässt. Da wird geschnauft, geschrien, lamentiert, gejuchzt und tiriliert... Aber auch die melodischen Momente des Musiklebens kommen nicht zu kurz, denn neben den Impro-Versatzstücken darf es gerne mal lässig, und schönklingend zugehen. Jede Protagonistin der Band singt auf schier betörende Art und Weise. Das ist Rock'n'Roll auf die Spitze getrieben und mit einfachsten, aber seltsamsten Mitteln umgesetzt.

Wie gesagt; Bolivar Zoar sind absolut bekloppt und gleichzeitig vereinnahmend. Hier wird ganz bewusst ein Ausbruch aus musikalischen Konventionen gesucht, dabei aber aber nicht vergessen den Song mitzunehmen. Ein absolut gelungener Avantgarde-Streich, den ich dringend empfehlen möchte. Hört Euch zumindest mal die Songs auf myspace an!

Anspieltipp(s): siehe myspace
Vergleichbar mit: als hätte man Kate Bush mit Drogen vollgepumpt...
Veröffentlicht am: 17.11.2007
Letzte Änderung: 17.11.2007
Wertung: 10/15
ein kpl. "richtiges" Album von dieser Güte hätte Klassiker-Charakter

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