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La Desooorden

Ciudad De Papel

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Folk; HardRock; Independent / Alternative; Jazzrock / Fusion; RetroProg
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 13/15 (1 Rezension)

Besetzung

Alfonso Banda Guitarra, Ebow, Percusiones
Rodrigo González Batteria, Percusiones
Fernando Tagore Voz
Peter Pfeifer Tenor, Baritono, Soprano Saxofones, Didgeridoo, Trutuca, Ocarina
Francisco Martin Bajo, Piano, Trompe, Didgeridoo
Karsten Contreras Voz

Gastmusiker

Juan Basualto Motosierras
Meydelles Jara Voz
Henry Vèliz Trompeta
Benjamin Ruz Violin
Sofia Olivares Coros
Alfonsina Olivares Coros

Tracklist

Disc 1
1. Fumarolas del alma 7.32
2. Ciudad de papel 6.56
3. El llamado del totoral 2.28
4. El gran acuerdo 3.50
5. Migraciones eternas 7.32
6. La voz de los niños 2.50
7. Acción por los cisnes 6.51
8. Tralcao (lugar de truenos) 3.08
9. Homínidos (historia de seres nerviosos) 3.51
10. Los trabajadores 6.12
11. E·N·E·U·J (esto no es un juego) 4.10
12. Boletos para ir 6.40
Gesamtlaufzeit62:00


Rezensionen


Von: Sal Pichireddu @


La Desooorden (zu Deutsch etwa "Die Unooordnung") ist eine chilenische Rockband, die in ihrer polyrhythmischen Musik Jazz-Rock mit Progressive Rock verbindet. Die Band wurde im süd-chilenischen Valdivia 1994 gegründet und legt mit "Ciudad de Papel" ("Stadt aus Papier") bereits ihr viertes Album vor, war aber bis dato in Europa nahezu unbekannt.

Das Konzeptalbum setzt sich mit dem Konflikt zwischen Natur und Gesellschaft auseinander, manifestiert an einer Plantage zur Zellulose-Gewinnung in Valdivia und ihre Auswirkungen auf ein benachbartes Naturschutzgebiet. Starker Tobak, ja, aber politische Texte sind in der südamerikanischen Szene durchaus nicht unüblich. Die kraftvolle Musik auf "Ciudad de Papel" besticht durch den grandiosen Einsatz von Bläsern, dem ausdrucksvollen Gesang der beiden Sänger Fernando Tagore und Karsten Contreras und vor allem aber durch die grandiose Arbeit von Rodrigo González am Schlagzeug und den Perkussionsinstrumenten. Als ungefähre Referenzbands (und dies ist mit aller Vorsicht zu genießen) mögen King Crimson, Van der Graaf Generator, die Franzosen von Taal und die Italiener von Banco del mutuo soccorso herhalten, doch Obacht: Die o.g. Referenzen haben - sagen wir mal - Schnittmengen mit der Band, La Desooorden klingen wirklich sehr eigen, in gewisser Weise sehr südamerikanisch und trotz (oder wegen?) der durchaus politischen Botschaft völlig glaubwürdig, integer und selbstverständlich kitschfrei. "Ciudad de Papel" ist ja auch alles andere als weltfremde Esoterik, sondern eine in Klänge gefasste düstere, bedrohliche, geradezu verzweifelte Endzeitvision. Was mich am meisten an diesem Album fasziniert ist, dass Musik und Gesang gleich stark für die diese düstere Stimmung sorgen. Zumindest bei mir und meinem nur rudimentären Spanisch ohne wirkliches Textverständnis beim Zuhören funktioniert das exzellent: Ein paar verstandene Worte, dazu diese eindringlich bedrohliche Musik: Willkommen in der ganz normalen ökologischen Apokalypse.

"Ciudad de Papel" und das kaum minder grandiose Vorgängeralbum La Isla De Los Muertos (2005) sind in Europa bisher nur exklusiv beim französischen Vertrieb Musea erhältlich. Dennoch lohnen alle Mühen: Dies ist ein immer noch übersehenes Meisterwerk des südamerikanischen Progressive Rock und verdient alle Anerkennung.

Anspieltipp(s): Ciudad de papel
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.11.2008
Letzte Änderung: 20.4.2012
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von La Desooorden

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2012 El Andarín 11.00 1

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