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Reflexionen zum Progressive Rock (16.11.2017)
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Earth & Fire

Atlantis

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1973
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Polydor
Durchschnittswertung: 8.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jerney Kaagman Vocals
Ton van de Kleij Drums, Percussion
Chris Koerts Guitars, Vocals
Gerard Koerts Organ, Piano, Flute, Mellotron, Synthesizer, Virginal, Vocals
Hans Ziech Bass

Tracklist

Disc 1
1. Atlantis

1. Prelude
2. Prologue
3. The rise and fall (under a cloudy sky)
4. Theme of Atlantis
5. The threat
6. Destruction (rumbling from inside the Earth)
7. Epilogue

16:23
2. Maybe tomorrow, maybe tonight 3:12
3. Interlude 1:57
4. Fanfare 6:03
5. Theme from Atlantis 1:51
6. Love, please close the door 4:12
Gesamtlaufzeit33:38


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Vier Jahre bevor sich Eloy des Themas annahmen (siehe "Ocean") beschäftigten sich die Holländer von Earth & Fire mit Atlantis (The Trip aus Italien waren allerdings mit "Atlantide" noch früher dran). Im Vergleich mit dem Album ihrer deutschen Kollegen ist "Atlantis" etwas bescheidener ausgefallen, wirkt nicht so überladen und affektiert und mit Jerney Kaagman gibt es eine exzellente Sängerin.

Die klanglichen Unterschiede zu "Song Of The Marching Children" sind gering. Diesmal beginnt das Album mit einer seitenlangen Suite, während auf der ehemaligen zweiten LP-Seite die kürzeren und poppigeren Nummern zu finden sind. Noch stärker als auf dem Zweitling der Band ist das Mellotron klangbestimmend. Streicherflächen und ab und an Bläserfanfaren (vor allem in "Fanfare"), ergänzt durch flächige Synthieklänge und flotte Orgelläufen, beherrschen das melodisch-symphonische Geschehen, zu dem die Gitarre akustisch klampft bzw. elektrisch verstärkt jault, die Rhythmusabteilung rockt und ganz selten auch einmal eine Flöte erklingt. Dazu ertönt Kaagmans klare und angenehme Stimme.

Recht harmlos und zurückhaltend arbeitet sich das musikalische Geschehen dahin, bombastisch oder laut wird es selten (andeutungsweise in "Destruction"), die Musik plätschert so dahin, durchspült lau die Gehörgange, angenehm, aber auch etwas belanglos. Spannung baut sich selten auf und allzu spät abends sollte man das Ganze wohl nicht hören, es sei denn man sucht nach einer Einschlafhilfe. Die einleitende Suite wirkt zudem ziemlich zusammengeschustert. Wer klassischen Symphoprog schätzt, Ecken und Kanten aber weitestgehend vermeiden und in eher zurückhaltenden, melodischen Klängen schwelgen möchte, der ist mit "Atlantis" aber sicher gut bedient. Mellotron-Freaks sollten hier natürlich auch auf ihre Kosten kommen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.3.2008
Letzte Änderung: 21.5.2008
Wertung: 8/15

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Von: Horst Straske @ (Rezension 2 von 2)


Das Album "Atlantis" wird vom für Earth And Fire so typischen symphonischen Wohlklang eröffnet, der stets von einer leichtfüßigen Melodieführung und wohl dosiertem Pathos erfüllt ist. Im breitflächigen Bombast sind die für die Band so typischen Pop-Harmonien geschmeidig eingegliedert, die für sich allein so gar nichts mit der progressiven Rockmusik gemeinsam haben. Mit den etablierten britischen Progbands hat das nicht allzu viel zu tun, sondern klingt besonders in den eingängigen Gesangsharmonien eher wie einen groovender Artpop mit 60er Jahre Anleihen. Die einzelnen Übergänge sind in dem zu Beginn stehenden Longtrack „Atlantis“ auch nicht gerade nahtlos, stattdessen wurden die zuckersüßen Harmonien geschickt mit majestätischen Keyboardflächen und sphärischer Saitenbearbeitung aufgefüllt. Dass hier dennoch kein symphonisch-poppiges Stückwerk vorliegt, spricht für die damalige Klasse der Band, in wohl dosierter Manier zwischen den Gegenpolen aus schmissigem Pop-Rock und andächtigem Schönklang zu wechseln, ohne irgendwelche Berührungsängste vor diesen Stilwechseln zu haben.

"Maybe Tomorrow, Maybe Tonight" ist ein Paradebeispiel für diesen Sympho-Pop mit unverblümtem Ohrwurmcharakter und ebensolchem Hitpotential, der die Band auch unvermittelt in die Charts führte. Selten zuvor und auch danach wurde ein solch hübsches Trällerliedchen so geschickt symphonisch-progressiv aufgepeppt. Nachfolgend wird mit dem Titel "Fanfare" umso mehr im mellotrongetränkten Überschwang geschwelgt, in dem die Band aus Den Haag die ganze Bandbreite an orchestraler Klangvielfalt ihres Tasteninstrumentariums auszureizen vermag. Mit dem verträumten "Love, Please Close The Door" findet ein ebenso hübsches wie harmloses Album seinen stimmungsvollen Ausklang, das den typischen klassischen Progrock nur am Rande bietet.

Anspieltipp(s): Atlantis; Maybe Tomorrow, Maybe Tonight
Vergleichbar mit: Sympho-Pop-Rock
Veröffentlicht am: 27.11.2012
Letzte Änderung: 26.11.2012
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Earth & Fire

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Earth & Fire 7.50 2
1971 Song Of The Marching Children 8.00 2
1975 To The World Of The Future 8.00 1
1977 Gate To Infinity 5.00 1

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