Rush
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Anthem/Mercury |
| Durchschnittswertung: |
5/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| Alex Lifeson |
guitars |
| Geddy Lee |
bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Finding my way
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5.05
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| 2. |
Need some love
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2.19
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| 3. |
Take a friend
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4.24
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| 4. |
Here again
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7.34
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| 5. |
What you're doing
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4.22
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| 6. |
In the mood
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3.33
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| 7. |
Before and after
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5.34
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| 8. |
Working man
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7.10
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| Gesamtlaufzeit | 40:01 |
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Rezensionen

Rush, 1968 von Geddy Lee (geboren als Gary Lee Weinrib) und Alex Lifeson (geboren als Alexander Zivojinovich) gegründet, tingelten einige Jahre durch die Klubs Kanadas. 1973 brachten sie ihre erste Scheibe heraus, die Single mit "Not fade away", einem Song von Buddy Holly. Danach kam der Eigenvertrieb der vorliegenden Scheibe, die eigene Plattenfirma hieß Moon Records.
Rush präsentieren sich auf ihrem Erstling als eine durchschnittliche, bisweilen auch banal und langweilig wirkende Hardrockband, die restlos von frühen Led Zeppelin beeinflusst war. Lifeson und Rutsey bedienen ihre Instrumente, ohne dabei einen Hauch von Originalität zu offenbaren. Geddy Lee gelingt es hier ganz gut, Robert Plant nachzumachen. Das einzig Interessante auf diesem Album scheint mir der Song "Working Man" zu sein. John Rutsey, ein guter, jedoch unauffäliger Drummer, musste nach dieser Platte aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.
Es gibt wirklich keinen Grund, sich diese Platte zuzulegen, es sei denn, nur weil "Rush" draufsteht.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
12.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
12.5.2002 |
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Wenn man erst spät zur Band gestossen ist, fällt es einem schwer, die Frühwerke der Band zu verstehen. Mir ging es ähnlich, als ich erstmals die frühen Stücke gehört hatte. Das war rauh, das war pure Rockmusik, und das war eine ziemlich anstrengende Stimme. So erfordern die Frühwerke ziemlich viel Geduld. Nimmt man sich die, so wird man mit lupenreiner, guter und lauter Rockmusik belohnt.
Dieses erste RUSH Album ist eine Ausnahme in der Karriere der Band. Denn es ist das einzige Album mit einem anderen Line-Up. Neben Alex Lifeson und Geddy Lee hört man hier den Schlagzeuger John Rutsey, der bereits auf dem Nachfolger durch Neil Peart ersetzt werden sollte.
Dieses erste Album ist wie gesagt sehr rockig, geradezu dreckig produziert und läßt zahlreiche Parallelen zu Led Zeppelin oder auch Black Sabbath aufkommen ("Take A Friend", "What You're Doing"). Die junge Band RUSH orientierte sich früher vielfach an den damaligen Größen, konnte jedoch schon häufig die eigenen, später so wichtigen Stilelemente mit einbringen. So ist insbesondere Lifesons Gitarrenspiel und der wummernde Bass charakteristisch für die Band geworden.
Besondere Stärken dieses Albums sind der kernige Opener "Finding My Way", das sehr ruhige "Here Again", sowie der sehr rifflastige Rausschmeißer "Working Man".
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.6.2004 |
| Letzte Änderung: |
15.6.2004 |
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Von: Gün Schote @ (Rezension 3 von 4)

Ich meine es war Nietzsche, der von den drei Verwandlungen sprach bzw. sprechen ließ. Genau nachlesen möchte ich dies nun nicht, aber der Hinweis darauf erscheint mir ein würdiger Beginn zu meiner Rezension des ersten Albums des kanadischen Power-Trios Rush.
Die erste Rush-Inkarnation, um den Bogen wieder zu den Verwandlungen zu spannen, war eine Led Zeppelin und Cream verehrende Gruppe, die ihren eigenen Sound mit der folgenden Verwandlung erst noch finden musste. Und wenngleich "Finding My Way", "What You're Doing" und besonders "Working Man" über die Jahre immer wieder im Live-Set der Band auftauchten, so hat das Debüt trotzdem nur wenig, das man als besonders spannend oder gelungen bezeichnen kann. Es ist ein Plagiat der o.g. Bands mit dem die Musiker 1974 in die Puschen kamen. Nicht mehr.
Aus den diversen Publikationen über Rush erfährt man u.a., dass Lee & Lifeson Schlagzeuger Rutsey mit dem Verfassen der Songtexte beauftragten. Dieser willigte zunächst hocherfreut ein und - so will es die Legende - war letztendlich mit seinen Lyrics so unzufrieden, dass er sie zerriss und Lee am Ende doch "das Singen musste, was ihm gerade so einfiel" (O-Ton Geddy). Gründungsmitglied John Rutsey verließ die Band im Juli 1974 nachdem er an Diabetes erkrankte, begrub seine musikalischen Ambitionen und widmete sich fortan erfolgreich dem Bodybuilding. Laut Lifeson hat man sich jedoch nie wirklich aus den Augen verloren. John Rutsey verstarb am 11. Mai 2008 im Alter von 54 Jahren.
Dass der Longplayer überhaupt Beachtung fand und nicht sang- und klanglos unterging ist einem Radiosender aus Ohio zu verdanken. Einer (!) der DJs fiel das Album in die Hände, sie mochte und spielte erst "Working Man", dann den Rest des Albums in ihrer Show. Rush erhielten somit unerwartet viel Airplay, der Sender massig Resonanz von Hörern. Moon-Records ging nun einen Deal mit Mercury ein, die das Album neu auflegten. Für die zweite Mercury-Pressung entschied man sich, das Album von Terry Brown neu mischen zu lassen um den matten Sound etwas aufzupolieren. Eine fast zehnjährige, äußerst erfolgreiche Partnerschaft begann.
Die Stücke rocken und Geddy grächzt wunderbar. Nicht alle lieben seine Stimme und auch wenn sein Organ erst gute zehn Jahre später halbwegs gesittet klang, so wurde es doch von Beginn an zum Trademark der Kanadier.
Wissenswertes zur Entstehung der Band und des Debütalbums erfährt der Interessierte Fan auf der gelungenen DVD Beyond the Lighted Stage.
Kein Meilenstein, kein Kinnlade senkendes Debüt, doch wenn man sich von Zeit zu Zeit mal 70er Rock geben will, eine Empfehlung.
| Anspieltipp(s): |
Working Man |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
5.2.2011 |
| Letzte Änderung: |
18.3.2012 |
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Ein geschätzter Kollege meinte unlängst in einer Diskussion zum Thema "rezensieren", dass man als Rezensent auch mal in "nicht-angestammten Revieren" wildern, sprich, Platten aus Genres besprechen sollte, denen man sonst nicht so zugetan ist. Dies führe zu einer kontroverseren Darstellung der Musik und sei deshalb für den interessierten Leser hilfreicher. Klingt plausibel.
Nun, Rush gehören nicht zu den Bands, die mir "fremd" sind, im Gegenteil. Mein erster Kontakt, A Show of Hands, fand bereits im Erscheinungsjahr der Platte statt, gefolgt von einem Live-Bootleg mit dem schönen Titel "Rush-Hour". Seitdem habe ich die Band verfolgt und geschätzt. Was nicht mein angestammtes Habitat ist, ist HardRock. Abgesehen von einigen Led Zeppelin-Kompositionen und den bekanntesten Hits des Genres konnte ich mit dieser Musik noch nie allzuviel anfangen. Zu straight, zu vorhersehbar, zu simpel fand ich den Stil. Das ist bis heute so geblieben.
Warum also dieses Debutalbum besprechen? Weil die Scheibe in Bezug auf die "Progwerdung" der Band, als Ausgangspunkt der weiteren Entwicklung interessant ist. Zwischen 1968 und 1973 spielten sich die Kanadier durch die Clubs in ihrer Gegend, stilistisch auf den Spuren von Bands wie Cream, The Who, Blue Cheer und Led Zeppelin wandelnd. Und nach diesen Vorbildern klingen Rush auf ihrem Debutalbum.
Es wird solide auf der Gitarre rumgeschrummelt, bluesig-gerifft, mal ein einfaches Solo eingeflochten, der Rhythmus ist gradlinig und variationsarm, die Stücke zeigen in sich kaum eine Entwicklung. Das ist HardRock, wie ich ihn kenne und wie ich ihm schon immer nicht besonders viel abgewinnen konnte.
Den Stücken fehlt das gewisse Etwas, das sie besonders machen würde. Wie zum Beispiel eine besonders einprägsame Melodie, ein geniales Riff wie in "Smoke on the Water" oder "Kashmir", die Intensität und deren stete Zunahme eines "Child in Time" oder "Stairway to Heaven" oder aber die rohe Kraft eines "White Room" oder "My Generation".
Erwähnenswert sind hier sicher die spezielle Stimme Geddy Lees, die allerdings in ihrem Ausdruck oft an Robert Plant erinnert. Das Drumming spielt noch keine so wichtige Rolle, wie später mit Neil Peart. Das ist alles solider Rock bzw. HardRock, mehr aber auch nicht. Ich würde keines der Stücke speziell hervorheben.
Rush werden bald mit dem Wechsel an den Sticks und dem damit einhergehenden stilistischen und kompositorischen Input von Peart eine andere Richtung einschlagen und zu einer der ersten und wichtigsten Bands werden, die Progressive Rock und Heavy Metal verschmelzen.
So. Eine kontroverse Sicht der Dinge habe ich hier nicht bieten können. Vielmehr möchte ich nochmals die Worte meiner Vorgänger unterstreichen: gut gemachter, solider Rock, aber nichts Weltbewegendes.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
siehe Text |
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| Veröffentlicht am: |
13.2.2012 |
| Letzte Änderung: |
13.2.2012 |
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