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The Pineapple Thief

Tightly Unwound

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; New Artrock
Label: k-scope
Durchschnittswertung: 9.75/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Bruce Soord Vocals, guitar and keyboards
Jon Sykes Guitar
Keith Harrison Drums
Steve Kitch Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. My Debt To You 5:19
2. Shoot First 4:13
3. Sinners 4:53
4. The Sorry State 4:12
5. Tightly Wound 6:35
6. My Bleeding Hand 4:20
7. Different World 10:45
8. And So Say All Of You 4:06
9. Too Much To Lose 15:13
Gesamtlaufzeit59:36


Rezensionen


Von: Michael Büttgen @ (Rezension 1 von 4)


Da ist es also. Das neue Album der ständig aufs Äußerste gelobten New Artrock-Hoffnung und Porcupine Tree-Soundalikes The Pineapple Thief. Davon abgesehen, dass es so was wie New Artrock überhaupt nicht gibt, geht mir der ständige Vergleich mit dem Stachelschweinbaum mächtig auf die Klötze, da er musikalisch völlig verkehrt und an den Haaren herbeigezogen ist. Macht sich halt als Verkaufsargument immer noch gut, wenn man einfach mal erwähnt:"klingt wie Porcupine Tree". Schmeißt man die Scheibe nämlich zum ersten Mal ins Laserabtastgerät, wird man um einiges schlauer.

Ich will damit auf keinen Fall behaupten, dass die Band selbst auf diesem Vorurteil rumkaut, oder dass mir das Zeug, was die Briten da machen, nicht gefällt. Ganz im Gegenteil. Das Debüt "Abducting the unicorn" war schon recht ordentlich und auch dem 03-er Output "Variations on a Dream" konnte ich was abgewinnen.

Auch das neue Studioalbum "Tightly Unwound" steigt mit dem leichten "My Debt To You" und dem spannenden und druckvollen "Shoot First" mit sehr schönen Melodielinien ein. Songs wie das abwechslungsreiche und vorantreibende, mit Mellotronklängen gewürzte "Tightly Wound", das geschmackvolle "And So Say All Of You" und vor allem der äußerst spannende Longtrack "Too Much To Lose", der nicht nur von der Gesangsmelodie auf Anhieb an alte Floyd erinnert, überzeugen schon beim ersten Hörduchlauf.

Leider kann man dies von dem zweiten Longtrack "Different World" nicht behaupten. Zwar beginnt das Stück recht vielversprechend, verliert aber in der Mitte etwas an Druck, was ich sehr schade finde. Für meinen Geschmack hätte man durchaus mehr aus dem Stück machen können. Das gleiche gilt für das recht harmlose "Sinners", das an eine heftigere Version von Sigur Ros erinnernde, aber mit recht müden und uninspirierenden Gitarren hingeklatschte "The Sorry State", und das einfach nur harmlose "My Bleeding Hand".

Am Rande bemerkt ist der Gesang bei The Pineapple Thief nicht so ganz mein Ding. Ich mag dieses Gejammer nicht sonderlich, weil es für mich fast immer irgendwie gelangweilt klingt. Als rühmliche Ausnahme, die größtenteils die Regel bestätigt, gelten natürlich die bereits erwähnten Götter von Sigur Ros aus dem kalten Island.

"Tighly Unwound" bietet einige wirklich schöne und mitreißende Momente, spannende Songs und eine stimmungsvolle Atmosphäre. Leider gibt es jedoch als Gegengewicht dazu auch einige müde und harmlose Momente, die einfach ein paar zusätzliche Ideen gebraucht hätten. Unterm Strich bleiben "nur" noch 8 Punkte übrig, was aber eigentlich auch nicht so schlecht ist.

Anspieltipp(s): Too Much To Lose
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.5.2008
Letzte Änderung: 17.3.2014
Wertung: 8/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 4)


Um es vorwegzunehmen: Tightly Unwound ist eins der besten, vielleicht sogar das beste Album von Pineapple Thief. Und schlechte Alben der Jungs um Bruce Soord sind mir nicht bekannt...

OK, vielleicht bin ich mit Pineapple Thief nicht kritisch genug, vielleicht erwarte ich von dieser Band auch keinen Rock mit "Eiern", vielleicht ist dies erste Album auf einem renommierten Label (k-scope gehört zu Snapper Music) auch tatsächlich so gut, wie es sich für mich anhört.

Tightly Unwound ist vom Gesamtbild her nicht weit von seinem Vorgänger What we have sown entfernt. Der Indieanteil ist im Vergleich etwa zu 10 Stories down weiterhin reduziert, obwohl durchaus klangliche Assoziationen zu Radiohead oder auch Coldplay geweckt werden. Und natürlich Porcupine Tree. Allerdings Porcupine Tree bevor sie den Metal für sich entdeckt hatten. Ein Song wie Shoot First hätte auch gut und gerne auf Stupid Dream oder Lightbulb Sun Platz gefunden. Wobei man vielleicht sagen könnte, dass Pineapple Thief so sehr nach Porcupine Tree klingen wie Genesis nach Yes... es gibt Gemeinsamkeiten, aber beide pflegen schon ihren sehr eigenen Stil.

Meistens spielen Pineapple Thief auf Tightly Unwound - noch mehr als sonst schon - eine Art süffigen, melodiösen Wohlfühlsound in der Floyd-Nachfolge, zu dem auch der einlullende Gesang von Bruce Soord beiträgt. Hier und da werden nette kleine Ideen eingewoben, das Tempo angezogen oder sogar mal die noisige Gitarre ausgepackt. All dies trägt dazu bei, dass nicht zu sehr gekuschelt wird, sondern es bei aller Relaxtheit schön spannend bleibt.

Anspieltipp(s): Tightly Wound, Shoot First
Vergleichbar mit: Porcupine Tree, Radiohead, Coldplay
Veröffentlicht am: 17.5.2008
Letzte Änderung: 17.3.2014
Wertung: 12/15

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Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 3 von 4)


The Pineapple Thief geben mir Rätsel auf. Nicht, dass es mir den Schlaf rauben würde, aber drollig ist es irgendwie schon, dass kaum eine andere Band im Sektor meiner Meinung nach qualitativ so unterschiedliche Alben herausgebringt. Das 2007er-Album What we have sown gehörte zu den besten New-Artrock-Veröffentlichungen des letzten Jahres (und das hatte ich ihnen gelinde gesagt nicht zugetraut), ihr neues Album "Tightly Unwound" (das Debüt beim größeren Label Snapper, das auch Blackfield, no-man und den Porcupine Tree-Backkatalog vermarktet - ein Schelm, wer Böses dabei denkt) fällt wohl eher in die Kategorie 'ordentlich gemacht, aber langweilig'. Kaum ist das Album erschienen, schon verschwindet es wieder in der Sammlung und kehrt nie wieder ins Gedächtnis zurück - alles andere als ein Kompliment für ein Album, oder?

Singer/Songwriter Bruce Soord balanciert bei seinen Alben stets auf dem schmalen Grat zwischen Melancholie und Kitsch, Weltschmerz und Weinerlichkeit, Atmosphäre und Klischee. Immer dann, wenn er dann The Pineapple Thief nach einem größeren Publikum schielen lässt, und das tut "Tightly Unwound" zweifelsohne, wird die Musik austauschbar und belanglos und so ganz scheint das mit dem großen Publikum dann doch nicht zu klappen, denn das Album fand nirgendwo große Beachtung. Ich werde wohl wieder auf das nächste oder übernächste Album warten, um mich erneut über die Qualitätssprünge zu wundern oder einfach nur irgendwann einmal die Geduld, nein besser noch, das Interesse an der Band verlieren.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Blackfield II, Porcupine Tree, no-man - in lahm
Veröffentlicht am: 25.11.2008
Letzte Änderung: 25.11.2008
Wertung: 7/15
Gut gemacht, nicht mehr - Handwerklich 9-10; musikalische Originalität 4-5

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Von: Jürgen Gallitz-Duckar @ (Rezension 4 von 4)


An sich reichts hier völlig, wenn ich den werten Leser auf meine beiden anderen Rezis zu Pineapple Thiefs letzten Scheiben verweise. "More of the same" gibts hier. Er – Bruce Soord – kanns einfach. Diese unwiderstehliche Mischung aus eingängigem Alternative Rock und großer bittersüßer Melancholie scheint ihm aus der Feder zu fließen, wann immer er will. Oder er produziert gleich mal auf Vorrat und schafft es deshalb, in nur anderthalb Jahren gleich drei hochklassige Alben rauszubringen.

Seine kurzen Vierminüter sind wie immer supereingängige Ohrwürmer, allerfeinst arrangiert und pendeln zwischen teils ordentlich hartem Rock und großer Melodie. Wie es ihm jedesmal gelingt, Zutaten wie Brettgitarren, Streicher, Akustigitarreneinwürfe und effektvolles Drumming außerordentlich variabel in nur ein paar Minuten zusammenzubacken, ist für mich immer ein Hochgenuß. Und wenn er dann zur großen Komposition ansetzt und ein Stück zwischen 6 bis hier 15 Minuten sich entfalten läßt, kann der geneigte Hörer sicher sein, dass Bruce Soord gleich noch mehr an Ideen und Arrangement eingefallen ist.

Darum: Wer die Band schon kennt, kauft das hier eh blind, wer sie noch nicht kennt, ist zum Kennenlernen mit dem Werk genauso gut bedient wie mit den letzten beiden anderen.

Das nennt man Wertarbeit abliefern. Für mich darfs in dem Turnus gern weitergehen, solange solch geile Scheiben am Ende dabei rauskommen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.1.2009
Letzte Änderung: 17.3.2014
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Pineapple Thief

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1999 Abducting the unicorn 12.50 2
2002 137 10.00 2
2003 Variations on a Dream 12.00 2
2005 10 stories down 10.00 2
2005 4 stories down (EP) 10.00 1
2006 Little Man 12.00 2
2007 What we have sown 11.50 2
2010 Someone here is missing 11.00 2
2012 All The Wars 11.00 2
2013 Build a World 11.00 1
2014 Magnolia 10.50 2
2016 Your Wilderness 8.00 2
2017 Where We Stood 11.00 1

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