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Esperanto

Esperanto Rock Orchestra

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1973
Besonderheiten/Stil: Rock / Pop / Mainstream
Label: A&M
Durchschnittswertung: 6/15 (1 Rezension)

Besetzung

Bridget Lokelani Dudoit Vocals, Acoustic Guitar
Tony Harris Viola, Saxophone
Brian Holloway Guitar, Piano
Timothy Kraemer Cello, Piano
Bruno Libet Keyboards
Gino Malisan Bass, Flute
Tony Malisan Drums
Geoffry Salmon Violin
Glenn Shorrock Vocals, Guitar
Janice Slatter Vocals
Raymond Vincent Violin
Joy Yates Vocals, Flute

Tracklist

Disc 1
1. On down the road 5:00
2. Never again 5:40
3. Perhaps one day 4:35
4. Statue of liberty 5:00
5. Gypsy 6:35
6. City 4:06
7. Roses 5:10
8. Move away 3:39
Gesamtlaufzeit39:45


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Esperanto war die Idee zweier Belgier, des Geigers Raymond Vincent und des Keyboarders Bruno Libert, die sich Ende 1971 in Brüssel über den Weg liefen. In den in Belgien ansässigen, italienischen Brüdern Gino und Tony Malisan fanden die beiden Bassisten und Schlagzeuger. Das Quartett spielte ein Demo ein und machte sich nach England auf, wo man einen Manager fand, der die Band nach und nach auf 12 Köpfe aufstockte. Nach mehreren Wochen Probens spielte das so entstandene "Rock-Orchester" in den Londoner Morgan Studios sein Debütalbum ein, welches 1973 von A&M veröffentlicht wurde.

Von der Besetzung her lässt "Esperanto Rock Orchestra" durchaus Progressives erwarten: Gitarren, Bass, Schlagzeug, Tasten, drei Streicher, Sax und Flöte. Aber schon die Tatsache, dass die drei beteiligten Damen - Joy Yates, Janice Slater and Bridget Dudoit - Anfang der 70er Jahre ihr Geld als Begleitsängerinnen von Cliff Richard verdienten, weist in eine andere Richtung. Und in der Tat wird hier recht poppige Kost geboten, mit Streichern, Chor- und Backgroundgesang aufgeplusterte Songs, die sich nicht unbedingt durch überbordende Komplexität auszeichnen, aber durchaus ansprechend instrumentiert sind. Von Sax und Flöte ist nicht viel zu hören und die Tasten halten sich eher im Hintergrund auf.

Ein paar außergewöhnliche Stellen (die erste Minute von "Perhaps one day" z.B., oder ein Gentle-Giant-artige Linie in "Gypsy") täuschen nicht über die Tatsache hinweg, dass hier für das Jahr 1973 recht typische Pop- bzw. Rockmusik geboten wird, die mal sanft, mal etwas erdiger und härter rockt, die aber - bis auf einige kammermusikalische Streichtriopassagen - kaum erahnen lässt, was die Band (in veränderter Besetzung) auf dem Nachfolgealbum "Danse Macabre" anstellen sollte. Der vielstimmige, meist expressiv-kraftvolle Gesang der vier Vokalisten gibt dem Ganzen zudem oft eine ziemlich süßliche Soulatmosphäre, bzw. rückt die Musik in Musical-Gefilde, was mir persönlich gar nicht zusagt.

"Esperanto Rock Orchestra" bietet, wie der Titel richtig angibt, orchestralen Rock (oder Pop), der allerdings perfekt produziert und sehr druckvoll aus den Boxen geflogen kommt. Der Progger sollte sich aber an das zweite und dritte Album der Band halten. Wer allerdings eine Schwäche für gut gemachte, durchaus anspruchvolle Popmusik hat, der sollte hier trotzdem einmal reinhören!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.5.2008
Letzte Änderung: 16.9.2008
Wertung: 6/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Esperanto

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1974 Danse Macabre 10.50 2
1975 Last Tango 11.00 1

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