SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
19.9.2018
Svin - Virgin Cuts
Marcello Giombini - Computer Disco
UFO över Lappland - UFO över Lappland
18.9.2018
Mark Wingfield - Tales from the Dreaming City
Blackfield - Open Mind - The Best of Blackfield
17.9.2018
Giant Hedgehog - Die Irrealität der Zeit
16.9.2018
Ángel Ontalva & Vespero - Sea Orm Liventure
Finally George - Life is a Killer
15.9.2018
Dai Kaht - Dai Kaht
OAK (Oscillazioni Alchemico Kreative) - Giordano Bruno
14.9.2018
Antony Kalugin Project (Sunchild) - Messages from afar: The Division and Illusion of Time
London Underground - Four
13.9.2018
Starfish64 - The Future in Reverse
The Aaron Clift Experiment - If All Goes Wrong
12.9.2018
Le Mur - exorta
10.9.2018
Anderes Holz - Fermate
9.9.2018
stringmodulator - Manifesto: Noises made by Guitar and Bass
8.9.2018
Monophonist - Über die Freiheit der praktischen Unvernunft
ARCHIV
STATISTIK
24896 Rezensionen zu 17067 Alben von 6651 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Lunatic Soul

Lunatic Soul

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: New Artrock; Rock / Pop / Mainstream; Postrock; sonstiges
Label: kscope
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Mariusz Duda Vocals, bass guitar, acoustic guitar, percussion
Maciej Szelenbaum Piano, keyboards
Wawrzyniec Dramowicz Drums, Percussion
Michal Lapaj Hammond Organ
Maciej Meller E-bow

Tracklist

Disc 1
1. prebirth 1:11
2. the new beginning 4:50
3. out on a limb 5:27
4. summerland 4:59
5. lunatic soul 6:47
6. where the darkness is deepest 3:57
7. near life experience 5:27
8. adrift 3:05
9. the final truth 7:34
10. waiting for the dawn 3:36
Gesamtlaufzeit46:53


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Mit "Lunatic Soul" legt Riverside-Bassist Mariusz Duda ein erstes Soloalbum vor, welches er, verstärkt um eine kleine Schar Mitstreiter, darunter Riverside-Kollege Michal Lapaj und Indukti-Schlagzeuger Wawrzyniec Dramowicz, sozusagen als inspirative Ablenkung, kurz vor bzw. zu Beginn der Aufnahmesessions zum neuen Album seiner Stammband eingespielt hat.

Duda selbst bezeichnet die Musik als "oriental-trans-psychodelic[sic!]-verbal-musical journey through the pitch darkness available only to those who have... a lunatic soul". So so! Nun, etwas düster ist das Gebotene mitunter durchaus und einige exotisch-weltmusikalische Einsprengsel (von Flöte, Ethnoperkussion und Hackbrett z.B.) könnte man auch als orientalisch bezeichnen. Ansonsten bietet "Lunatic Soul" einen von sphärisch- bis bedrohlichen Tastenklängen, Akustikgitarre und der angenehmen Stimme des Polen bestimmten Rock, den man wohl irgendwo im Bereich New Artrock oder Postrock ansiedeln kann. So furchtbar originell ist diese Mischung nicht, hat z.B. Kevin Moore auf seinen Chroma Key-Alben Verwandtes gemacht, doch rockt Duda etwas mehr und ist wohl auch melodischer und runder zu Gange. Dazu kommt noch ein guter Schuss neuere Floyd.

Sehr atmosphärisch ist das Gebotene, steigert sich mitunter in eine leicht affektierte, heroisch Leidenschaft, gerät mitunter aber auch in düster-mysteriöse, fast ambientartige Gefilde. Im Grossen und Ganzen werden hier moderne, durchaus komplexe Rocksongs in einem klangvollen, elegisch-wohligen Gewand geboten, die recht angenehm durch die Gehörgänge plätschern, ohne diese über Gebühr zu reizen, aber auch ohne ins Seichte oder Belanglose abzugleiten. Einen in irgendeiner Weise tieferen Eindruck hinterlässt die Scheibe bei mir allerdings nicht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.9.2008
Letzte Änderung: 11.3.2014
Wertung: 9/15

Zum Seitenanfang

Von: Michael Büttgen @ (Rezension 2 von 2)


Den ersten Soloausflug des Riverside-Masterminds habe ich mit äußerster Spannung erwartet, denn schon bei der Trilogie seiner Hauptband entpuppte sich der scheue Herr Duda als ein hervorragender Songwriter und Musiker mit einem Händchen für Melodien und Atmosphäre.

Was erwartet uns also letztendlich auf dem Soloalbum? Ganz klar, es erinnert zwangsweise an Riverside. Das lässt sich wohl oder übel nicht komplett verhindern, da ja schon die Stimme dieselbe ist. Keyboards gibt es auch, ziemlich viele sogar in Form von langen, epischen Klangflächen und diversen Loops. Allerdings rockt "Lunatic Soul" weniger vom Leder als Riverside. Herbe Gitarrenriffs aus dem Metal-Baukasten gibt es keine, dafür jedoch sanfte, teilweise akustische Klänge und reichlich Percussions.

Ausnahmen bilden das hervorragende "Out On A Limb", mit einem mitreißenden, druckvollen Rhythmus und einem fast epischen Spannungsbogen, der unglaublich fesselnde und intensive Titeltrack, sowie das wunderschöne "Adrift".

Ich kann Mariuz Duda zu seinem ersten Solostreich nur gratulieren. "Lunatic Soul" wirkt wie aus einem Guss, man muss und wird das Album komplett durchhören. Es herrscht zudem eine wunderbar dichte und intensive Atmosphäre, die Songs sind durchweg mit vielen Ideen und großartigen Melodien angereichert und vor allem mit sehr viel Herzblut komponiert.

Mir drängt sich mit jedem Hördurchlauf mehr das Gefühl auf, dass sich hier jemand mit einem großen Schlag aus festgefahrenen Strukturen, bloßem Erfolgsdruck und Stagnation befreien wollte. Nach diesem reinigenden Gewitter kann man sehr gespannt auf das neue Riverside-Album sein.

Anspieltipp(s): Out On A Limb, Adrift
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.9.2008
Letzte Änderung: 11.3.2014
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Lunatic Soul

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2010 Lunatic Soul II 9.67 3
2011 Impressions 9.00 1
2014 Walking on a Flashlight Beam 11.67 3
2017 Fractured 12.00 3
2018 Under The Fragmented Sky 10.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum