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Centrozoon

Lovefield

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Elektronische Musik; sonstiges
Label: Unsung Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Markus Reuter Gitarre
Bernhard Wöstheinrich Synthesizer

Tracklist

Disc 1
1. field 1 15:15
2. field 2 10:45
3. field 3 16:06
4. field 4 7:35
5. field 5 5:19
Gesamtlaufzeit55:00


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Lovefield ist meine erste Begegnung mit der Musik von Centrozoon, so dass ich für Vergleiche mit früheren Alben lediglich auf die Rezensionen der Kollegen zurückgreifen kann. Centrozoon haben sich jedenfalls hier wieder auf das Duo aus Markus Reuter und Bernhard Wöstheinrich verkleinert, der auf den letzten Alben mitwirkende Sänger Tim Bowness ist nicht mehr dabei. Die Musik ist also wieder komplett instrumental.

Musikalisch geht Lovefield nicht etwa,wie der Titel andeuten könnte, in sanfte und liebliche Gefilde, es sind eindeutig avantgardistische Klänge angesagt. Die kommen allerdings nicht etwa als Hochgeschwindigkeits-Frickelorgien in brachialer Lautstärke, sondern als zeitlupenartige, ruhige und dennoch sperrige Klanggebilde von bisweilen geradezu abstrakter Natur. Markus Reuters Touch Guitar plingt, sirrt oder sägt vor sich hin, dazu bietet Bernhard Wöstheinrich ein Arsenal von schwebenden Klangflächen bis zu völlig freien Klängen, die mich manchmal an Klaus Schulzes Dune erinnern. Sparsame Verwendung von Tönen ist dabei durchweg angesagt, eine rhythmische Komponente fehlt völlig. Nur selten wird die Musik mal etwas lauter, so kommen in Nr. 3 und noch mehr in Nr. 5 wunderbar crimsoid sägende Klänge der Touch Guitar dazu - davon hätte es ruhig mehr geben können! An der Zeitlupenartigkeit der Musik ändert sich dadurch übrigens nichts. Aber bei aller Ruhe ist die Musik nicht einfach sanft dahin plätschernd, sondern voller Ecken und Kanten. Eigentlich ist eher eine bedrohliche, trügerische Ruhe, hinter der man jederzeit einen lauten Ausbruch erwartet - der aber nie kommt.

Lovefield ist somit eine Abkehr von den Art-Pop-Tendenzen der letzten Centrozoon-Alben und eine Rückkehr zum frühen, experimentelleren Stil der Band, eine Art Avantgarde-Ambient-Musik. Eine echte Herausforderung für den Hörer, denn diese extreme Ruhe und Langsamkeit in Kombination mit kompromissloser Sperrigkeit erfordert viel Geduld und Konzentration. Mir persönlich ist es auf Dauer etwas zu ruhig, ein paar mehr "sägende" Gitarren wie in Nr. 3 und Nr. 5 hätten der Musik gut getan. Dennoch eine lohnenswerte Anschaffung für Liebhaber sperriger Klänge!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.10.2008
Letzte Änderung: 5.7.2010
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Centrozoon

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2000 Blast 8.50 2
2000 the cult of: bibbiboo 13.00 1
2003 The Scent Of Crash And Burn 12.00 2
2004 Never trust the way you are 11.00 2
2004 Bigger space (DVD) 10.00 1
2006 Angel liquor 11.00 1
2012 Boner (Adrian Benavides-Version) 11.00 1
2012 Boner (Marziano Fontana-Version) 12.00 1

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