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Jethro Tull

This Was

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1968 (40th Anniversary Collector's Edition)
Besonderheiten/Stil: Blues; Folk; Klassischer Prog
Label: Chrysalis/EMI
Durchschnittswertung: 7/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Ian Anderson Flute, Mouth Organ, Claghorn, Piano and Singing
Mick Abrahams Guitar, Nine String Guitar and Singing
Clive Bunker Drums, Hooter and Charme Bracelet
Glenn Cornick Bass Guitar

Tracklist

Disc 1
1. My Sunday Feeling 3:38
2. Some Day The Sun Won't Shine For You 2:42
3. Beggar's Farm 4:19
4. Move On Alone 2:00
5. Serenade To A Cuckoo 6:01
6. Dharma For One 4:11
7. It's Breaking Me Up 4:56
8. Cat's Squirrel 5:36
9. A Song For Jeffrey 3:18
10. Round 0:50
11. So much trouble   (BBC Sessions July 23rd 1968) 3.19
12. My sunday feeling 3.49
13. Serenade to a cuckoo 3.37
14. Cat's squirrel 4.38
15. A song for Jeffrey   (John Peel's Top Gear November 5th 1968) 3.13
16. Love story 3.04
17. Stormy monday 4.09
18. Beggar's farm 3.22
19. Dharma for one 3.46
Gesamtlaufzeit70:28
Disc 2
1. My sunday feeling   (New stereo album mix) 3.42
2. Some day the sun won't shine 2.47
3. Beggar's farm 3.22
4. Move on alone 1.57
5. Serenade to a cuckoo 6.05
6. Dharma for one 4.13
7. It's breaking me up 5.03
8. Cat's squirrel 5.39
9. A song for Jeffrey 3.23
10. Round 1.00
11. Love story   (Additional new stereo mixes) 3.05
12. Christmas song 3.13
13. Sunshine day   (Original mono recordings (Remastered)) 2.26
14. One for John Gee 2.05
15. Love story 3.05
16. Christmas song 3.05
Gesamtlaufzeit54:10


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 4)


Das erste "Jethro Tull"-Album zeigt noch deutlich die Wurzeln der Band auf; nicht umsonst hatte Anderson mit den späteren Bandmitglieder Jeffrey Hammond und John Evans in einer Band namens "John Evans Blues Band" gespielt; auch hiessen "Jethro Tull" bevor sie ihren endgültigen Namen fanden "Navy Blue" und "Bag Of Blues".

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass viele der hier präsentierten Nummern noch sehr bluesig klingen, wie z.B. "It's Breaking Me Up" oder "Some Day The Sun Won't Shine For You", dieses nur mit Gitarre, Gesang und Mundharmonika eingespielt. Aber auch Gitarrist Mick Abrahams fühlt sich dem Blues/Rhythm'n'Blues verpflichtet, wie z.B. sein Arrangement des Traditionals "Cat's Squirrel" zeigt, das im an "Cream" erinnernden improvisationslastigen Hard-Rock-Blues-Gewand daherkommt oder "Move On Alone" inkluse Big Band-Arrangement von David Palmer.

Dies ist übrigens einer der weiteren Unterschiede gegenüber der späteren Geschichte der Band. Ian Anderson hatte noch nicht die alleinige Führerschaft übernommen, sondern Abrahams tritt ebenso wie er als Komponist und wesentlicher Gestalter des Sounds auf, was wohl den Soundunterschied miterklärt. Denn einige der Nummern deuten durchaus schon die Richtung an, die die Band ab "Stand Up" einschlagen würde, z.B. die Eröffnungsnummer "My Sunday Feeling" mit swingendem Riffing und kratziger Flöte, auch "Serenade To A Cuckoo", eine Komposition von Andersons Flötenvorbild Roland Kirk, das jazzig swingend in dem Bach-Cover "Bourree" von "Stand Up" fast einen Wiedergänger findet und der Rocker "Dharma For One" mit klasse Schlagzeug-Arbeit von Clive Bunker.

Allerdings scheint diese Richtung nicht das Ding von Mick Abrahams gewesen zu sein, den noch vor der zweiten Platte verliess er die Band, um seinerseits "Bloodwyn Pig" zu gründen und seiner Bluesvorliebe zu frönen.

Insgesamt ist "This Was" eine durchaus charmante Platte, der man zwar deutlich anhört, dass sie 1968 entstanden ist, die aber schon andeutet, was aus "Jethro Tull" noch werden sollte; gottseidank war "This was Jethro Tull" ebenso wie die Verkleidung als alte Männer auf dem Coverbild nur eine Selbstironie.

Anspieltipp(s): Serenade To A Cuckoo, Dharma For One
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.5.2002
Letzte Änderung: 14.5.2002
Wertung: 6/15

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Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 2 von 4)


Jethro Tull im Jahre des Herrn 1968, das war eine nicht gerade herausragende, vielmehr eine unentschlossene Blues-Rock-Band, die einen Leader (namens Abrahams) zu viel hatte.

Neben zwei Anderson-Klassikern ("My sunday feeling", "A song for Jeffrey") gibt es hier bluesige oder blues-rockige Durchschnittsongs ("Some day....","Beggar's farm","It's breaking me up"), eine für einen Flötenspieler, der sich sein Flötenspiel kurz zuvor selbst beigebracht haben soll, passable Jazznummer ("Serenade...") und ein Bluesrock-Instrumental, das die frühere Cream-Version glatt in den Schatten stellt ("Cat's squirrel"). Erwähnenswert ist noch ein Instrumental ("Dharma for one") mit einem eigens dafür konstruierten Instrument (Claghorn) und einem Schlagzeugsolo, das auf mich wirkt, als spielte einer schneller, als er die Felle treffen kann.

Ian Anderson hatte damals eine verblüffende Idee, durch den Plattentitel das erste Album der Band sozusagen von der Zukunft aus zu betrachten."This was" Jethro Tull...

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.5.2003
Letzte Änderung: 16.12.2006
Wertung: 7/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 4)


Das Tull-Debüt scheint mir hier doch etwas unterbewertet. Klar, mit den späteren Werken der Band hat das hier noch relativ wenig zu tun, reine Blues- bzw. Rhythm'n'Blues-Songs wie "Some Day...", "It's Breaking Me Up" oder "Move on Alone" sind auch tatsächlich nichts herausragendes (obwohl letzterer im Œuvre der Band fast einzigartig ist, da er nicht von Ian Anderson gesungen wird!). Aber nicht zuletzt das virtuose Flötenspiel auf Stücken wie "Beggar's Farm" oder "Serenade to a Cuckoo" zeigen doch schon die kommende Richtung auf.

Dennoch ist "This Was" nicht der geeignete Einstieg für einen Tull-Neuling, eher eine lohnenswerte Ergänzung, wenn man die Wurzeln der Band kennen lernen möchte.

Anspieltipp(s): Beggar's Farm
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.12.2005
Letzte Änderung: 28.11.2012
Wertung: 8/15

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Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 4 von 4)


Wäre es nach Vorstellungen und (eher bescheidenen) kreativen Möglichkeiten des Ur-Gitarristen Mick Abrahams gegangen, so würden Jethro Tull einige Jahre durchschnittlichen Blues-Rock spielen und irgendwann Mitte der 70er spurlos verschwinden. Da sind die ca.3 jazzigen Stücke, die die Band im Programm hatte eine willkommene Abwechslung.

Bekanntlich übernahm aber nach "This was" der aussergewöhnlich talentierte Ian Anderson die Führung und so wird 40 Jahre später "This was" als Beginn einer erstaunlichen Bandgeschichte und nicht (was eigentlich zutreffender wäre) als eine passable, aber nicht sonderlich aufregende Blues-Rock-Scheibe gesehen. Das einzig wirklich Aussergewöhnliche war an der Blues-Band Jethro Tull anno 1968 bekanntlich die Flöte. Die vorliegende, 2 CD's umfassende "40th Anniversary Collector's Edition" gäbe es ohne Ian Andersons Machtübernahme ganz sicher nicht.

Die eröffnenden Aufnahmen bilden die "Original Mono LP (Remastered)" und bringen für mich kaum was Neues. Möglicherweise hört man die einzelnen Instrumente im neuen Mix etwas besser heraus.

Die mit "So much trouble" startenden "BBC/John Peel-Sessions" überzeugen mit der jugendlichen Frische und Spielfreude, lassen jedoch die spätere Originalität dieser Band weitgehend vermissen. So locker werden Jethro Tull allerdings nie wieder rüberkommen. Für mich ganz besonders interessant: eine alternative Version vom Schlagzeugsolo in "Dharma", das erfreulicherweise etwas weniger chaotisch als die bisher bekannte LP-Aufnahme ausgefallen ist.

Auch der die zweite CD eröffnende "New stereo album mix" bringt gegenüber der Chrysalis-Remaster-Ausgabe von 2001 für meine Ohren kaum nennenswerte Verbesserung in dem spartanischen Live-im-Studio-Sound des Quartetts. Die audiophilen unter uns werden wahrschenlich feststellen, dass diese Besetzung noch nie so gut und transparent geklungen hat.

Danach kommen zwei "Additional New Stereo Mixes", die das Ende der Abrahams-Ära dokumentieren: "Love Story" ist die letzte Aufnahme mit Abrahams und "Christmas Song" ist praktisch Anderson Solo mit Streichern, wie wir auch den informativen und kurzen CD-Heft-Kommentaren des Leaders entnehmen können. Auch die drei übrigen Mitstreiter hinterliessen dort ihre Anmerkungen.

Für mich bleibt "This was" ein Album, dessen historischer Wert den musikalischen bei weitem übersteigt.

Trotzdem, eine nette, endlich alle verfügbaren Jethro Tull-Studioaufnahmen von 1968 zusammenfassende 2-CD-Neuauflage von EMI, die alle Jethro Tull-Sammler zufriedenstellen und der Plattenfirma zusätzliche Einnahmen bescheren wird.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.8.2008
Letzte Änderung: 9.8.2008
Wertung: keine

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Jethro Tull

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 Stand Up 11.00 3
1970 Benefit 9.00 4
1971 Aqualung 11.33 3
1972 Living In The Past 9.67 3
1972 Thick As A Brick 12.80 5
1973 A Passion Play 12.75 5
1974 Warchild 10.00 4
1975 Minstrel In The Gallery 11.50 4
1976 Too Old to Rock'n'Roll: Too Young to Die 9.00 3
1977 Songs from the Wood 11.67 3
1978 Heavy Horses 9.80 5
1978 Live - Bursting Out 11.50 2
1979 Stormwatch 9.50 2
1980 A 9.67 3
1982 The Broadsword And The Beast 10.00 2
1984 Under Wraps 9.00 3
1985 A Classic Case - The London Symphony Orchestra Plays The Music Of 4.00 2
1987 Crest of a Knave 7.80 5
1988 20 Years of Jethro Tull 10.00 1
1988 20 Years of Jethro Tull (Box Set) 12.00 1
1989 Rock Island 8.50 2
1990 Live at Hammersmith '84 9.00 1
1991 Catfish Rising 10.50 2
1992 A Little Light Music 10.50 2
1993 Nightcap 8.00 1
1993 25th Anniversary Box 12.00 1
1995 Roots To Branches 8.50 2
1995 In Concert 10.00 1
1999 J-Tull Dot Com 6.67 3
2001 The very best of 11.00 1
2002 Living With The Past (CD) 7.50 2
2003 The Essential Jethro Tull - 1
2003 A New Day Yesterday - The 25th Anniversary Collection (DVD) 9.00 1
2003 The Jethro Tull Christmas Album 9.00 3
2004 Nothing Is Easy: Live At The Isle Of Wight 1970 11.00 1
2005 Nothing Is Easy: Live At The Isle Of Wight 1970 (DVD) 8.00 2
2005 Aqualung Live - 2
2007 The Best Of Acoustic Jethro Tull - 1
2007 Live At Montreux 2003 11.00 1
2007 Bethlehem, PA, 9 August 2003 (DVD) - 1
2008 Jack in the green (DVD) - 1
2008 Their fully authorized story (2 DVDs) - 1
2009 Live At Madison Square Garden 1978 (DVD) 11.00 1
2010 Live at the London Hippodrome (DVD) 10.00 2
2015 Too Old To Rock 'n' Roll: Too Young To Die! - The TV Special Edition 11.00 1
2017 Jethro Tull - The String Quartets 11.00 1

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