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Traumhaus

Die andere Seite

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: Neoprog; Progmetal; RetroProg
Label: Saustark Records
Durchschnittswertung: 10.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Tobias Hampl Gitarre
Alexander Weyland Gesang,Keyboard
Hans Jörg Schmitz Schlagzeug,Percussion

Gastmusiker

Jordan H. Gazall Bass

Tracklist

Disc 1
1. Die andere Seite (Part 1) 10.17
2. Hinaus 10.07
3. Kein Zurück 10.27
4. Die andere Seite (Part 2) 7.08
5. Zwiespalt 7.28
6. Bleibe hier 6.57
7. Die andere Seite (Part 3) 10.41
Gesamtlaufzeit63:05


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 3)


Nach drei Jahren gibt es mit "Die andere Seite" wieder eine Veröffentlichung von Traumhaus. Die Band hat einen neuen Schlagzeuger, und zwar den virtuosen Hans Jörg Schmitz, der mit seinen Soloalben als King Of Agogik für durchaus kontroverse Meinungen gesorgt hatte. Am Bass ist als Gast Jordan H. Gazall mit dabei, so dass nur der Gitarrist und der Keyboarder von der alten Besetzung übrig bleiben.

Auch wenn Alexander Weyland mit seinen vielschichtigen Keyboardarrangements und seiner dunklen Stimme eine führende Rolle zu übernehmen scheint, sind das dichte, komplexe Schlagzeugspiel und die Beiträge der elektrischen Gitarre ebenso wichtig fürs Bandgefüge. Herr Weyland verwendet oft und gerne Mellotron und damit hat er wahrscheinlich alle RetroProg-Hörer auf seiner Seite. Und überhaupt, bei den meisterhaften, neben Mellotron auch aus Synthesizern, Hammondorgel und Fenderpiano bestehenden Keyboardarrangements sehe ich ernsthafte Gefahr von Gänsehaut aufkommen.

Die von den Keyboards ausgehenden symphonischen Akzente werden von der elektrischen Gitarre konterkariert oder ergänzt, wobei nicht selten die Tasten für Melodielinien und die Gitarre für rockige Elemente oder für Solos zuständig ist.

Das Cover, die melancholische Stimme des Sängers und der Inhalt der von ihm dargebrachten deutschen Texte sorgen für einen dunklen Unterton der meisten Stücke, die eine überzeugende Mischung aus Neo- und Retroprog mit einer Prise Progressive Metal bieten. Je nach Stück kann sich die stilistische Zusammensetzung anteilig verändern. Bei "Zwiespalt" handelt es sich sogar um Progressive Metal mit einer Prise Neoprog.

Mit "Die andere Seite" ist Traumhaus ein starkes Comeback gelungen, das hoffentlich die ihm gebührende Aufmerksamkeit erfahren wird.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.11.2008
Letzte Änderung: 2.11.2008
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 3)


Neoprog und Progmetal sind normalerweise nicht die Stilrichtungen, deren Nennung Begeisterung bei mir auslöst, und auch Retroprog gehört, u.a. "dank" der Flut immer gleich klingender und überdimensionierter FloKi-Veröffentlichungen, mittlerweile nicht mehr zu meinen Favoriten. Andererseits gibt es nur wenige Bands, die Progressive Rock mit deutschen Texten machen, also habe ich mich doch mal mit diesem zweiten Album der mir bis dato völlig unbekannten Formation Traumhaus beschäftigt.

Sicherlich kann man von einem Retro-Album keine aufregende musikalische Innovation erwarten. Dennoch ist es möglich, sich an den Klängen der Goldenen Jahre des Prog zu orientieren, ohne dabei ins reine Klonen alter Ideen zu verfallen. Dies ist, wie ich finde, Traumhaus recht gut gelungen. Die Musik schwelgt in analogen Tastenklängen, darunter natürlich die unvermeidlichen "Mellotron-Teppiche", ohne dabei jedoch zu sehr in glatte, schöngeistige Gefilde abzudriften. Dafür sorgen die recht harten Gitarreneinsätze, in denen schon mal fast metallisch geschreddert und gebratzt wird; dies aber nicht unmotiviert, wie in vielen neueren Produktionen aus dem Hause Porcupine Tree, sondern stets passend in die Musik eingewoben.

Hervorzuheben ist - neben dem souveränen Schlagzeug - noch der angenehme, ausdrucksstarke Gesang, der durchweg von einer leichten Melancholie geprägt ist.

Somit liefern Traumhaus mit Die andere Seite eine solide Retroprog-Produktion vor. Vielleicht trägt die Band sogar dazu bei, die deutsche Sprache im Prog etwas "salonfähiger" zu machen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.11.2008
Letzte Änderung: 3.11.2008
Wertung: 9/15
eine etwas strenge Bewertung, weil musikalische Innovation letzten Endes doch woanders stattfindet... der Retro-Fan addiert daher noch zwei Punkte

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Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 3 von 3)


Eigentlich ist den Einschätzungen meiner Vorredner nicht viel hinzufügen, darum nur ein paar (fast) persönliche Anmerkungen zum Album: Deutsche Bands haben es traditionell schwer bei mir und das geht nicht nur mir bösem Rezensenten so, sondern vielen Hörern da draußen in ihren Kellern. Vielleicht ist das so, weil aufgrund der räumlichen Nähe nicht nur die niveauvollen Zuckerstückchen, sondern eben auch viele gut gemeintes, aber schlecht gemachtes zu Ohren kommt. Fast könnte man meinen, dass es in Deutschland außer einer handvoll professionell agierender Bands keinen soliden "Prog-Underground" gibt - und vielleicht liege ich noch nicht einmal falsch damit. Aber den Umkehrschluss, nämlich dass aus Deutschland immer nur minderwertige und/oder provinzielle Alben kommen, widerlegen Traumhaus mit ihrem zweiten Album "Die andere Seite", das wirklich nicht schlechter gemacht ist als ähnlich gelagerte Alben aus Skandinavien oder Polen. Und das ist dann doch eine echte Überraschung, mit der ich nicht von einer deutschsprachigen Band gerechnet habe, vielleicht weil ich viel Ungutes mit deutschen Texten im Prog verbinde.

Auf ihrer Myspace-Seite benennt das rheinland-pfälzische Trio King Crimson, Paatos, Opeth, Tool und Genesis als Haupteinflüsse. Auch wenn ich kaum Genesis oder Crimso de facto auf "Die andere Seite" heraushöre, so kann ich doch zumindest eine Art geistige Nähe zu den genannten Band attestieren. Die Kombination ist als solche gar nicht mal so unoriginell und lässt, wenn schon nicht für Innovation, dann doch genügend Raum für eigene Identität.

Besonders möchte ich die poetischen, glücklicherweise aber nicht peinlichen, deutschen Texte der Band hervorheben, die gefühlvoll von Alexander Weyland gesungen werden. Das ist beileibe immer der schwierigste Teil in Sachen deutschsprachiger Musik und Weyland löst diese Aufgabe bravourös. Außerdem gefällt mir das phantasievolle Drumming von Hans Jörg Schmitz (dessen Drumming das einzige ist, das mir auf den King Of Agogik-Alben gefällt) und die melancholische, aber nicht skandinavisch-schwermütige Gesamtstimmung des Albums: ein überraschendes herbstliches Highlight aus Deutschland.

Anspieltipp(s): Die andere Seite (Part 1), Hinaus, Die andere Seite (Part 2)
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.12.2008
Letzte Änderung: 16.12.2008
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Traumhaus

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2001 Traumhaus 10.00 2
2005 Hinaus EP 11.33 3
2013 Das Geheimnis 12.00 2
2014 Ausgeliefert 11.00 1

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