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Marillion

Happiness is the Road - Essence

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; ArtPop; New Artrock
Label: Intact Records
Durchschnittswertung: 8.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Steve Hogarth Voice, piano
Steve Rothery Guitars
Pete Trewavas Bass
Mark Kelly Keyboards
Ian Mosley Drums

Tracklist

Disc 1
1. Dreamy Street 2:02
2. This Train is my Life 4:50
3. Essence 6:29
4. Wrapped up in Time 5:06
5. Liquidity 2:12
6. Nothing Fills the Hole 3:23
7. Woke Up 3:40
8. Trap the Spark 5:42
9. A State of Mind 4:33
10. Happiness is the Road 10:05
11. Half Full Jam   (Bonus Track) 6:48
Gesamtlaufzeit54:50


Rezensionen


Von: Michael Büttgen @ (Rezension 1 von 2)


Schon komisch, dass das neue Marillion-Album bereits seit einigen Tagen zu haben ist, aber hier bis heute noch keine Rezi zu finden war. Liegt es vielleicht daran, dass noch keiner so richtig weiß, was man damit anfangen soll? Der Verdacht liegt nahe, denn das neue Doppelalbum "Happiness is the Road", welches aus den zwei Alben, dem konzeptartigen "Essence" und dem songorientierteren "The Hard Shoulder" besteht, macht es einem wirklich nicht einfach zu gefallen.

Bevor ich jedoch los lege, möchte ich noch schnell etwas klar stellen, bevor mich eventuelle Morddrohungen erreichen: Marillion sind meine größten Helden, mein absolute Lieblingsband, sie begeleiteten mich stets durch Höhen und Tiefen in meinem nicht mehr ganz so jungen Leben. Trotzdem (oder gerade deswegen) kann ich ihre Werke nicht einfach durch die rosarote Fanbrille betrachten. Vielmehr gehöre ich zu den kritischen Fans, die ab "Afraid of sunlight" mit den letzten Alben - ausgenommen dem Meisterwerk "Marbles" - nie mehr ganz so zufrieden war.

Auch "Happiness the Road" überzeugte mich auf Anhieb nicht wirklich. Aber fangen wir von vorne an, also mit CD Nr.1 "Essence": "This Train is my Life", "Wrapped up in Time", "Trap the Spark" und das wirklich absolut grandiose "Happiness is the Road" gehören zu den guten Songs des Albums. Hier gibt es den gewohnt verträumten, zerbrechlichen Gesang von Hogarth, vermischt mit der Atmosphäre von "Brave". Das Titelstück "Essence" wäre ein richtig guter Song geworden, wirkt aber - wie viele Teile des Albums - leider ein wenig unfertig und orientierungslos. "Liquidity" z.B. ist viel zu kurz, da wäre ein super Stück draus geworden und "State of Mind" hört irgendwie mittendrin auf, wenn es richtig zur Sache gehen sollte. Echt Schade! "Nothing Fills the Hole" ist ein total beschissener Song, der mit unverzüglich mächtig auf die Klötze geht. Der Gesang tut weh und der Refrain ist überaus dämlich.

Auf dem ersten Hör wirkt "Essence" unkoordiniert, unorganisiert, halbfertig und orientierungslos. Außerdem hab ich schon deutlich bessere Produktionen von Marillion gehört. Der Sound lässt meiner Meinung nach zu Wünschen übrig und mit der Wahl des Produzenten bin ich auch nicht ganz einverstanden. Ich möchte Dave Meegan wieder haben, der den Jungs stets einen dichten, fetten und erhabenen Sound gebastelt hat.

Ganz so schlimm ist es allerdings dann doch nicht. Zu Gute halten möchte ich "Brave II", äh, "Essence", dass sich nach mehreren Hördurchgängen doch eine gewisse Faszination entwickelt, wenn man ein wenig Zeit investiert. Das heißt nicht, dass ich mir das Album schön gehört habe, sondern vielmehr, dass die guten Songs das Konzept quasi tragen und das Ganze doch noch irgendwie schlüssig wirken lassen, sieht man mal von "Nothing Fills the Hole" ab.

Weiter zu Happiness is the Road - The Hard Shoulder

Anspieltipp(s): Happiness is the Road
Vergleichbar mit: Brave
Veröffentlicht am: 10.11.2008
Letzte Änderung: 10.11.2008
Wertung: 11/15

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Von: Thomas Thielen @ (Rezension 2 von 2)


Verwundert muss ich erkennen, dass immer noch nur eine einzige Rezension zum neuen Album der Ex-Vorreiter des Neoprogs (oder Nachreiter des Progs?) existiert. Anscheinend haben es die Jungs mit dem einschläfernden "Somewhere Else" wirklich geschafft, dass sich kaum noch jemand für sie interessiert?

Ich sags mal so: "Essence" gibt all denen Recht, die die Platte noch nicht gehört haben. Nicht dass sie wirklich schlecht wäre; sie ist schlicht irrelevant, mittelmäßig, unausgegoren, halb-komponiert - ohne dass sie dies zugäbe oder zur Kunst erhöbe. Mein Vorredner hat die gravierendsten Defizite in diesem Bereich bereits treffend geschildert. Meinen Ohren will sich aber die 11/15 als Bewertung nicht dafür erschließen, dass ich mich spätestens nach 10 Minuten schrecklich anfange zu langweilen. Es gibt kaum mal eine wirklich mitreißende Passage, kaum eine überraschende, virtuose, spannende, neuartig arrangierte oder schlicht richtig coole Passage.

Hogarth ist inzwischen komplett ins Falsettnirwana eingetaucht oder hat auf der Suche nach seiner weiblichen Seite den Anker auf der maskulinen komplett gelichtet. Rothery müht sich wie immer, aber die Soli zünden nicht, wirken bemüht und genervt, mittelmäßig improvisiert und voller Kompromisse; geradezu lustlos gibt er sich mit Takes und Melodien zufrieden, die Lady Nina und Konsorten als Perlen wieder aufleben lassen. Stevie, wo ist dein Sound?

Kelly ist überfordert an den Keys. Na klar: Die Sounds sind teilweise wirklich adäquat gewählt, aber so vorhersehbar! Mosley lässt seinen Stil ebenso wenig variieren, Pete, naja, ist wie immer brilliant, aber mit dem Bass natürlich in seiner In-Your-Face-igkeit an Patina limitiert...

Herauskommt eine CD, die vorbeirauscht, während man sich dabei ertappt, dass man doch lieber den Fernseher anschaltet und zappt (ok, ohne Ton immerhin) oder bügelt... oder die CD ausmacht und 'was Spannendes einlegt. Dabei überkommt mich dann ein schlechtes Gewissen: Was kann ich Marillion eigentlich vorwerfen?

Nach wirklich langem Überlegen weiß ich's inzwischen, glaube ich: Das Album ist blutleer und klingt wie "Wir mussten eins machen! Wir sind doch Profimusiker, die machen eben Alben!". Uninspiriert. Routiniert. Vollkommen belanglos.

Ach ja, und H: Werd' erwachsen oder besorg' Dir einen ordentlichen Lyriker.

Anspieltipp(s): schwierig...
Vergleichbar mit: Somewhere else auf Marbles getrimmt
Veröffentlicht am: 2.1.2009
Letzte Änderung: 2.1.2009
Wertung: 6/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Marillion

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1982 Market Square Heroes 9.00 3
1983 Script for a jester's tear 10.80 5
1984 Fugazi 11.25 4
1984 Real To Reel 11.00 2
1985 Misplaced Childhood 10.33 6
1986 Brief encounter 7.00 1
1987 Clutching at Straws 9.00 4
1988 The Thieving Magpie 11.67 3
1988 B-Sides Themselves 7.00 3
1989 Seasons End 11.00 3
1989 Live From Loreley (DVD) 9.50 2
1991 Holidays in Eden 5.00 5
1992 Live At The Borderline 8.00 1
1993 Live In Caracas 6.00 1
1994 Brave 11.00 3
1995 Brave - The Film (DVD) 11.00 2
1995 Afraid of sunlight 10.00 3
1996 Made Again 9.00 1
1997 Best of both worlds - 1
1997 This Strange Engine 10.25 4
1998 Radiation 2.33 4
1998 Tales From The Engine Room 4.50 5
1999 Marillion.com 7.00 3
2000 The singles '82-88' 10.00 3
2001 Anoraknophobia 11.25 4
2002 Brave Live 2002 8.00 1
2002 Anorak In The UK Live (2CD Set) 10.00 1
2002 Anorak In The UK Live 12.00 1
2002 Singles Box Vol.2 '89-'95 9.00 1
2003 Best of - 1
2003 Recital Of The Script (DVD) - 1
2004 Marbles on the road (DVD) 12.33 3
2004 Marbles 8.00 4
2004 Marbles ("condensed version") 6.00 1
2005 Marbles Live 10.00 2
2007 Somewhere Else 8.67 3
2008 Early Stages - The Official Bootleg Box Set 1982 - 1987 12.00 1
2008 Happiness is the Road - The Hard Shoulder 6.50 2
2009 Less Is More 8.00 1
2010 Size Matters 10.00 1
2010 the official bootleg box set vol 2 - 1
2012 Sounds That Can't Be Made 9.50 2
2016 F*** Everyone And Run (F E A R) 11.33 3
2017 Marbles In The Park 12.00 1
2017 Living in F E A R - 1

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