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Hans-Joachim Roedelius

Global Trotters Project, Vol. I: Drive

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999 (Originalversion nur in Japan veröffentlicht, in Europa als Remix)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Elektronische Musik; Worldmusic / Ethno
Label: Rykodisc
Durchschnittswertung: 7/15 (1 Rezension)

Besetzung

Hans-Joachim Roedelius
Alquimia
David Bickley
Susumu Hirasawa
Kenji Konishi

Tracklist

Disc 1
1. Parallel Motives 13:34
2. Drive 12:48
3. Tribal Engine 8:28
4. Parallel Motives II 24:32
Gesamtlaufzeit59:22


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Drive erschien 1999 als erster Teil einer geplanten Reihe, in der Hans-Joachim Roedelius mit Musikern aus aller Welt zusammenarbeiten wollte. Ich wähle bewusst diese etwas wolkige Formulierung, denn bis heute (Ende 2008) sind offensichtlich keine weiteren Alben dieser Reihe erschienen.

Die in Europa erhältliche Ausgabe von Drive ist übrigens nicht das Original; dieses ist nur in Japan erschienen. In der europäischen Version wurden alle Stücke remixt. In wie weit sich die Stücke dadurch vom Original unterscheiden, kann ich nicht sagen.

Wie dem auch sei, auf Drive wird Roedelius begleitet von der Mexikanerin Alquimia, den Japanern Susumu Hirasawa (laut Beiheft ein Techno-Musiker) und Kenji Konishi, sowie dem Briten David Bickley. Wer genau was macht, ist nicht ersichtlich. Das Quintett liefert stark Ethno-beeinflusste Elektronik, die im allgemeinen recht gemächlich aus den Boxen fließt und auf Dauer schon mal etwas einlullt. Der Ethno-Einfluss macht sich einerseits in der Percussion bemerkbar, in der allerlei exotisches Schlagwerk aufgefahren (oder vielleicht nur elektronisch imitiert) wird, andererseits in eigenartigen, textlosen Schamanengesängen.

Gleich im einleitenden Parallel Motives werden diese Gesänge besonders exzessiv eingesetzt, was mir nach einiger Zeit etwas auf die Nerven geht, denn teilweise wirken diese wie einem Tarzan-Streifen entnommen. War da vielleicht noch Johnny Weissmüller mit im Studio? Ansonsten ist das Stück recht getragen, es besteht im wesentlichen aus einer sich ständig wiederholenden elektronischen Klangfolge, die von diversem Schlagwerk sanft begleitet wird.

Das Titelstück ist deutlich dynamischer, es besteht fast nur aus treibenden, stakkatohaften Rhythmen, in denen wohl der Einfluss des japanischen Techno-Musikers durchscheint. Trotz seiner Bewegtheit wirkt das über eine Laufzeit von mehr als 10 Minuten auf Dauer recht eintönig.

Der Tribal Engine macht seinem Namen alle Ehre, es handelt sich nämlich um eine Kombination von Ethno-Gesängen und Industrial-artigen Rythmen. Eine recht originelle Mixtur, aber auch dieses Stück entwickelt sich einfach zu wenig.

Überraschenderweise ist nun gerade das längste Stück auch das interessanteste. Zwar baut es letztendlich auf der gleichen Klangfolge auf wie Parallel Motives, aber hier tut sich endlich mal mehr, es herrscht stetiger Wechsel von Ethno-Rhythmen, Industrial-Rhythmen und Ambient-Klangflächen. Auch Kombinationen davon dürfen sein. Leider stören hier wieder die etwas zu exzessiv eingesetzten Tarzan-Rufe.

Für mich ist dies eines der schwächeren Werke von Roedelius. Trotz der im Ansatz interessanten Idee wird hier zu sehr ausgewalzt, und die manchmal recht klischeehaften Ethno-Elemente stoßen bei mir auch nicht gerade auf Begeisterung.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.12.2008
Letzte Änderung: 1.12.2008
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Hans-Joachim Roedelius

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1978 Durch die Wüste 11.00 1
1979 Selbstportrait 9.00 2
1979 Jardin au Fou 11.00 1
1980 Selbstportrait - Vol. II 9.00 1
1980 Selbstportrait Vol. III "Reise durch Arcadien" 8.00 2
1981 Lustwandel 11.00 1
1981 Wenn der Südwind weht (Selbstportrait IV) 9.00 1
1982 Wasser im Wind 11.00 1
1982 Offene Türen 10.00 1
1984 Geschenk des Augenblicks/Gift of the moment 10.00 1
1998 Aquarello 8.00 1
2000 Roedeliusweg 11.00 1
2010 Ex Animo 11.00 1
2012 Plays Piano 11.00 1
2014 Kollektion 02 (electronic music) - 1
2014 Tape Archive 1973 - 1978 - 1

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