SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
20.5.2013
São Paulo Underground - Beija Flors Velho e Sujo
Rikard Sjöblom - Cyklonmannen
Massacre - Love Me Tender
Robert Jürjendal - Source of Joy
Yes - Going For The One
19.5.2013
Richard Pinhas - Desolation Row
Øresund Space Collective - Slip into the Vortex
Kshettra - i
Thierry Zaboïtzeff - Planet Luvos
18.5.2013
Arco Iris - Agitor Lucens V
Elora - Crash
Zs - Grain
Thierry Zaboïtzeff - Sequences
17.5.2013
Poor Genetic Material - A Day In June
Uriel - Arzachel Collectors Edition
Cloudkicker - Hello
Elara - Soundtrack for a quiet place
16.5.2013
Eclipse Sol-Air - Schizophilia
ARCHIV
STATISTIK
19216 Rezensionen zu 13023 Alben von 4924 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Stomu Yamashta

Raindog

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1975 (CD-Reissue 2008, Esoteric Recordings)
Besonderheiten/Stil: Elektronische Musik; Jazzrock / Fusion; Rock / Pop / Mainstream; sonstiges
Label: EMI
Durchschnittswertung: 8.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Stomu Yamashta Percussions
Daito Fujita Bass
Brian Gascoigne Piano, Clavinet, Synthesizer
Hozumi Tanaka Drum Kit
Tsuneo Matsumoto Guitar
Gary Boyle Guitar
Hisako Yamashta Violin
Murray Head Vocal
Maxine Nightingale Vocal

Tracklist

Disc 1
1. Dunes 15:29
2. 33 1/3 7:18
3. Rainsong 5:06
4. The Monks Song 6:04
5. Shadows 5:08
6. Ishi 6:42
Gesamtlaufzeit45:47


Rezensionen


Von: Wolfram Ehrhardt (Rezension 1 von 2)


Nun ist also auch das '75er Soloalbum ?Raindog? von STOMU YAMASHTA in digital überarbeiteter Fassung erstmals als CD erhältlich. Das britische ?Esoteric Recordings? Label hat schon seit seiner Gründung im Jahr 2007 einige ?nette Hündchen? aus den 70ern in klanglich gut überarbeiteter Fassung sowie mit umfangreich informativen Booklets auf den Mark gebracht und lässt nun weitere Wiederveröffentlichungen von Herrn YAMASHTA folgen.

Mir ist von dem studierten Jazzschlagzeuger des ?Berklee College of Music? (Boston/USA) lediglich das wohl bekannteste Werk, nämlich die erste GO-Scheibe aus dem Jahr 1976 ein Begriff, die bei mir allerdings in ihrer Mischung aus Fusion, experimentellen Lauten und elektronischer Musik mit gemischten Gefühlen abgespeichert ist. Die vorliegende Wiederveröffentlichung stellt musikalisch genau die Nahtstelle zwischen der aufgelösten ?East Wind? Formation und der dann ins Leben gerufenen ?Go-Besetzung? dar. So stellt man auch von den Beteiligten her fest, dass einige Musiker der bisherigen Veröffentlichungen (seine Frau an der Violine, Keyboarder BRIAN GASCOIGNE sowie der ausgezeichnete Fusiongitarrist der ehemaligen Isotope, GARY BOYLE) ebenfalls mitwirkten. Außerdem hört man die britische Soul/Rhythm & Blues Sängerin MAXINE NIGHTINGALE wie auch den britischen Musical- und Popsänger MURRAY HEAD auf einigen Kompositionen.

Für mich charakterisiert sich die Musik auf ?Raindog? durch Fusionklänge, die in einem Soundmix aus sphärischer Elektronikmusik mit rockig-poppigen und experimentellen als auch klassischen Lauten durchwürzt ist. In der häufig perkussiv betonten Musik fallen mir besonders als Bereicherung das Violinenspiel von HISAKO YAMASHTA und das Spiel der beiden Gitarristen auf.

Der 15-minütige Longtrack ?Dunes? sowie die groovy-rhythmischen Songs ?Rainsong? und ?The Monks Song? gefallen mir am besten. In ?Dunes? wird ein facettenreicher Genremix mit einigen Stimmungs- und Rhythmuswechseln erzeugt, der auch noch mit einem lautmalerischen Gesang von MAXINE NIGHTINGALE und dem STEVE WINWOOD ähnlichen Gesang von MURRAY HEAD ergänzt wird. Wohl gerade auch der Gesang von Herrn Head in Verbindung mit den groovy-rhythmischen Tönen auf ?Rainsong? und ?The Monks Song?, lassen bei mir Erinnerungen an die Musik von Traffic zu Beginn der 70er Jahre aufkommen.

Langweilig erscheint mir der Song ?33 1/3? aus dem Film ?Der Mann, der vom Himmel fiel? mit David Bowie von 1976, der mit seinen vielen meditativen Rhythmuslauten zwischen Glockenspiel und Trommeln mich nicht erreicht. Auch der klassisch inspirierte Track ?Shadows? mit lediglich Klavier und Violine macht trotz seiner manchmal japanisch klingenden Laute keinen Eindruck auf mich. Und schließlich kann der Schlusstrack ?Ishi? mit seinem experimentell-jazzrockenden Sound im Stile eines Mahavishnu Orchestras auch wegen seiner teilweise disharmonischen Töne keine Punkte bei mir verbuchen.

Insofern wirkt auch diese Yamashta-Scheibe mit Licht und Schatten auf mich, wobei eine musikalische Ausrichtung zum ?Go-Projekt? zu erkennen ist.

Anspieltipp(s): Dunes, Rainsong, The Monks Song
Vergleichbar mit: Traffic, Mahavishnu Orchestra, Yamashta's Go
Veröffentlicht am: 1.12.2008
Letzte Änderung: 2.12.2008
Wertung: 8/15

Zum Seitenanfang

Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 2)


"Raindog" war das letzte in England veröffentlichte Album Yamashtas, bevor er das GO-Projekt startete. Stilistisch ist das hier Gebotene allerdings eher mit den vorangegangenen East-Wind-Scheiben verwandt. Einen canterburesk-funkigen Jazzrock gibt es hier meist zu hören, der durch die vielseitige Perkussion Yamashtas und die elektrisch verstärkte Violine seiner Frau Hisako eine durchaus eigene Note erhält. Gelegentliches Abgleiten in poppig-rockigere, ab und an etwas seichte Gefilde lässt aber erahnen, was Yamashta mit GO etwas später verwirklichen sollte.

Mir geht es gerade umgekehrt wie meinem Vorschreiber. Der geheimnisvoll-schwebende, perkussiv-elektronische Exkurs "33 1/3", der komplexe, mitunter schräge Jazzrocker "Ishi" und das elegische, traditionell-japanische und klassische Elemente vermengende Violinen-Piano-Duo "Shadows" sind meine Favoriten hier, entwickeln sie doch einen sehr eigenen Charakter und vermeiden jegliche poppige Seichtigkeit. Auch die erste Hälfte von "Dunes" ist gelungen, bietet spannende, von der Violine und Boyles E-Gitarre dominierte Fusion mit Canterburyeinschlag. Dann verwandelt sich die Nummer allerdings in einen eine Spur zu melodieseligen Rocker mit leichtem Latinflair. Auch das Titelstück und "The Monks Song" bieten Ähnliches und vermengen leicht funkigen Jazzrock mit Pop. Mit Murray Heads ("Say it ain't so") hochlagigem Gesang, gelegentlichen bluesig-latinesken Gitarrenlinien und recht viel Perkussion erinnert diese Musik in der Tat an das, was Traffic in den frühen 70ern gemacht haben, vielleicht auch ein wenig an Santana, bietet aber alles in allem durchaus anspruchsvolle, wenn auch nicht immer sonderlich progressive Rockunterhaltung.

"Raindog" ist eine unterhaltsame Scheibe mit einer farbigen Mischung aus Jazzrock und Poppigem. Von den europäischen Alben Yamashtas würde ich "Raindog" nach "Floating Music" und "Freedom is frightening" an dritter Stelle einordnen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.2.2009
Letzte Änderung: 4.2.2009
Wertung: 9/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Stomu Yamashta

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Red Buddha 11.00 1
1972 Floating Music 11.00 1
1973 Freedom is frightening 10.50 2
1973 The Man From The East 8.00 1
1974 One by One 7.50 2
1984 Sea & Sky 5.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2013; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum