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Jethro Tull

Benefit

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1970
Besonderheiten/Stil: HardRock; Klassischer Prog
Label: Chrysalis
Durchschnittswertung: 9/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Ian Anderson Gesang, Flöte, Gitarre
Martin Barre Gitarre
Glenn Cornick Bass
Clive Bunker Schlagzeug

Gastmusiker

John Evan Klavier, Orgel

Tracklist

Disc 1
1. With You There To Help Me 6:15
2. Nothing To Say 5:10
3. Alive And Well And Living In 2:43
4. Son 2:48
5. For Michael Collins, Jeffrey And Me 3:47
6. To Cry You A Song 6:09
7. A Time For Everything? 2:42
8. Inside 3:38
9. Play In Time 3:44
10. Sossity; You're A Woman 4:31
Gesamtlaufzeit41:27


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 4)


"Benefit" ist eine der Tull-Platten, mit denen ich, obwohl ich sie schon eine Weile kenne, nie so recht glücklich geworden bin (ähnlich geht es mir mit "Heavy Horses").

Ich weiss auch nicht genau warum; an für sich scheint sie mir eine solide Platte irgendwo (nicht nur zeitlich, auch musikalisch) zwischen "Stand Up" und "Aqualung". Der Sound ist noch nicht ganz so kompakt und griffig wie bei "Aqualung", aber durch die Hinzunahme von John Evan als Pianist und Organist (auch wenn er noch nicht offiziell als Bandmitglied geführt wird) etwas farbiger. Ausserdem fällt auf, wie oft hier mehrfache elektrische und akustische Gitarrenspuren verwoben werden. Bei späteren Tull-Platten bildeten elektrische und akustische Teile oft leicht erkennbare Gegensätze, hier werden sie oft im Arrangement kombiniert.

Auf jeden Fall fällt es mir schwer, einzelne Songs hier hervorzuheben, auch wenn keine wirklich schlechte Nummer dabei ist. Die Stücke sind eher verhältnismässig einfach gestrickt und liegen trotz Piano-Beiträgen wegen der oft in drei- oder vierfacher Schichtung vorkommenden Gitarren-Spuren mehr in Richtung gitarrenlastiger Früh-Seventies Hardrock (Siehe den Anfang von "Son", auch "To Cry You A Song" oder "Play In Time"). Auch Anderson rauchige Flöte ist zwar wie immer präsent, scheint aber nicht so sehr im Vordergrund zu stehen.

An die Blueswurzeln der Band erinnert trotz seltsamer verfremdeter Rückwärts-Gitarren-Stellen der Blues-Rocker "Play In Time", "Inside" klingt, als ob es direkt von "Stand Up" kommen würde (vgl. Nummern wie "Back To The Family" oder "We Used To Know"). Die markanteste Nummer scheint mir noch "To Cry You A Song" mit seinem Gitarren-Riff mit hohem Wiedererkennungswert und fettem E-Gitarren-Sound zu sein, auch "For Michael Collins, Jeffrey And Me" mit seinem ruhigen Anfang und hymnischen zweiten Teil ist noch ganz nett (auch hier wieder das Verweben elektrischer und akustischer Gitarren; manchmal muss ich vom Instrumentalsound her tatsächlich ein bisschen an Südstaaten-Rocker wie "Lynyrd Skynyrd" mit ihren Breitwandattacken von drei Gitarristen denken, natürlich nicht von den Kompositionen her).

Alles in allem ist "Benefit" sicher keine schlechte Platte, aber in einer beginnenden Tull-Sammlung würde ich sie nicht unter den als erstes zu erwerbenden CDs einordnen; für Bereits-Fans der Band ist sie auf jeden Fall ok.

Anspieltipp(s): To Cry You A Song, Play In Time
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.5.2002
Letzte Änderung: 15.5.2002
Wertung: 8/15

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Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 2 von 4)


Ian Anderson behauptete in einem Interview, dass er die eingängigen Hardrocksongs von "Benefit" vor allem dem damaligen JTull-Bassisten Glen Cornick zuliebe geschrieben hat. Zufall oder nicht : "Benefit" sollte die letzte Jethro Tull-Platte mit Cornick werden.

Das Album klingt rockiger und transparenter als "Stand up" oder "Aqualung". Mit "With you there to help me" und "Alive and well and living in" sind hier auch Andersons zwei stimmungsvolle Meisterwerke enthalten. "With you there to help" wirkt wie ein mit temperamentvollen Ausbrüchen nicht geizendes Sommergewitter, während das dichte, relativ komplexe "Alive and well and living in" viel durch John Evans einfühlsames Pianospiel gewinnt. Damit können die restlichen Songs leider nicht ganz mithalten.

Anspieltipp(s): With you there to help me,Alive and well and livin in
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.6.2002
Letzte Änderung: 1.8.2004
Wertung: 10/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 4)


Ergänzend sei noch angemerkt, dass "Benefit" in zwei unterschiedlichen Versionen erschienen ist: die US-Version enthielt anstelle von "Alive and Well and Living in" den Song "Teacher", eine Single B-Seite, die bei Tull-Fans in den USA besonders populär war. Anderson hielt "Teacher" aber für misslungen, und so fehlte es auf der englischen Version von "Benefit". Der Song landete dann später auf der Raritätensammlung "Living In The Past". Auf der 2001 erschienen Remaster-Ausgabe von "Benefit" ist er als Bonustitel enthalten, zusammen mit "Singing All Day", "Witch's Promise" und "Just Trying To Be", die ebenfalls bisher nur auf "Living in the Past" zu finden waren.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.8.2004
Letzte Änderung: 1.8.2004
Wertung: 9/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 4 von 4)


Steven Wilson führt mit "Benefit" seine Remixe von Jethro-Tull-Alben fort. Mit "Benefit"? Ausgerechnet mit "Benefit"? Dem von Fans wie von Ian Anderson gleichermaßen ungeliebten Übergangs-Album?

Na, zumindest zeigt das eines: Anderson meint es ernst. In dem umfangreichen und vor Info schier aus den Nähten platzenden Booklet nimmt er kein Blatt vor den Mund: Er wird mit dem Album nicht mehr warm, findet es unaugewogen und für Songs wie "Singing all Day" schämt er sich heute ganz offen. Wenn er dieses Album dennoch aufwändig restaurieren lässt, dann muss ihm etwas daran liegen, den gesamten Tull-Katalog aufpolieren zu lassen, und das ist, bei aller berechtigten Kritik an "Benefit", die gute Nachricht bei dieser Veröffentlichung.

Und Steven Wilson hatte es wirklich schwer. "Benefit" war das letzte Album, dass Tull mit 8-Track-Equipment aufnahmen. Wollten die Musiker mehr Spuren belegen, mussten mehrere andere auf eine zusammenkopiert werden. Was natürlich bedeutet, dass man sie heute nicht mehr auseinandernehmen kann. Doch Wilson gibt sein Bestes. Er folgt seinem Credo, dass besagt, dass der Remixer nicht dazu da ist, ein Album zu interpretieren, ihm seinen Stempel aufzudrücken, sondern dass es darum geht, behutsam und mit viel Gespür für die Qualität des Originals die Klanggestalt des Albums herauszuarbeiten und greifbar zu machen. Experimente werden weitgehend vermieden, sind aber aufgrund der beschriebenen Situation auch kaum möglich. Das bedeutet, dass das Album knackiger, sauberer klingt, aber auch nicht wirklich anders. Das Album ist präsenter, klarer, plastischer ist es aber nicht.

Die Bonustracks sind die erwartbaren, nämlich die auf Singles im Umfeld von "Benefit" veröffentlichten Songs "Singing All Day", "Sweet Dream", "17", "Teacher" und "The Witch’s Promise", in verschiedenen Mono- und Stereo-Versionen. Dazu muss man wissen, dass Benefit in den USA leicht verändert erschien, mit "Teacher" statt "Alive and Well and Living in", so dass verschiedene Songs in verschiedenen Versionen auf verschiedenen LPs und Singles erschienen. Hier sind sie alle zusammengestellt, nur "Just trying to be", als Bonus auf dem 2001er Reissue, fehlt.

Das Booklet ist vorbildlich, selbst gemessen an den hohen Standards der Wilson-Wiederveröffentlichungen. Zunächst stellt uns Martin Webb das Album und seine Entstehung vor, dann diskutieren Ian Anderson, Martin Barre, Glenn Cornick und Clive Bunker jeden einzelnen Song, Terry Ellis sagt ein paar unzusammenhängende Worte und Steven Wilson gibt uns einen Einblick in seine Arbeit. Dazu kommt eine Gigography und eine ausführliche Liste der Contents.

"Benefit" mag nicht das spannendste Album Tulls sein, aber diese Aufarbeitung ist mal wieder vorbildlich. Wer dem Album noch einmal eine Chance geben will, der sollte es mit diesem Package probieren - besser wird es nicht mehr.

Für Vollständigkeitsfreaks hier die genaue Auflistung des Contents:

CD 1: Album and bonus tracks

1-With You There To Help Me (6.20)
2-Nothing To Say (5.13)
3-Alive And Well And Living In (2.48)
4-Son (2.53)
5-For Michael Collins, Jeffrey and Me (3.49)
6-To Cry You A Song (6.16)
7-A Time For Everything? (2.45)
8-Inside (3.48)
9-Play In Time (3.49)
10-Sossity; You’re A Woman (4.37)

Bonus recordings

11-Singing All Day (3.07)
12-Sweet Dream (4.03) 13-17 (6.20)
14-Teacher (4.58) (UK single version) (stereo)
15- Teacher (4.03) (US album version) (stereo)

CD 2: Associated recordings

1-Singing All Day (mono)*
2-Sweet Dream (mono)
3- 17 (mono)
4- Sweet Dream (stereo)*
5- 17 (stereo)*
6-The Witch’s Promise (mono)
7-Teacher (UK single version) (mono)
8-Teacher (US album version) (mono)
9-The Witch’s Promise (stereo)
10-Teacher (UK single version) (stereo)
11-Teacher (US album version) (stereo)
12-Inside (mono)
13-Alive And Well And Living In
14-A Time For Everything (mono)
15-Reprise AM Radio Spot 1 (mono)
16-Reprise FM Radio Spot 2 (stereo)

*previously unreleased

DVD

DTS & Dolby Digital 5.1 & stereo versions of the following:

1-With You There To Help Me (6.20)
2-Nothing To Say (5.13)
3-Alive And Well And Living In (2.48)
4-Son (2.53)
5-For Michael Collins, Jeffrey and Me (3.49)
6-To Cry You A Song (6.16)
7-A Time For Everything? (2.45)
8-Inside (3.48)
9-Play In Time (3.49)
10-Sossity; You’re A Woman (4.37)

Bonus recordings

11-Singing All Day
12-Sweet Dream
13-17
14-Teacher (UK single version) (stereo)
15- Teacher (US album version) (stereo)

New 5.1 surround sound and stereo mixes by Steven Wilson

Flat transfer of Original UK LP master at 96/24:

UK running order

1-With You There To Help Me (6.20)
2-Nothing To Say (5.13)
3-Alive And Well And Living In (2.48)
4-Son (2.53)
5-For Michael Collins, Jeffrey and Me (3.49)
6-To Cry You A Song (6.16)
7-A Time For Everything? (2.45)
8-Inside (3.48)
9-Play In Time (3.49)
10-Sossity; You’re A Woman (4.37)

US running order

1-With You There To Help Me (6.20)
2-Nothing To Say (5.13)
3-Inside (3.49)
4-Son (2.53)
5-For Michael Collins, Jeffrey and Me (3.50)
6-To Cry You A Song (6.15)
7-A Time For Everything (2.44)
8-Teacher (4.04)
9-Play In Time (3.53)
10-Sossity; You’re A Woman (4.39)

Additional flat transfer recordings at 96/24:

11-Sweet Dream (stereo) 4:08
12-17 (stereo) 5:32
13-The Witch’s Promise (stereo) 4:01

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.11.2013
Letzte Änderung: 21.11.2013
Wertung: keine

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Jethro Tull

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1968 This Was 7.00 4
1969 Stand Up 11.00 3
1971 Aqualung 11.33 3
1972 Living In The Past 9.67 3
1972 Thick As A Brick 12.80 5
1973 A Passion Play 12.75 5
1974 Warchild 10.00 4
1975 Minstrel In The Gallery 11.50 4
1976 Too Old to Rock'n'Roll: Too Young to Die 9.00 3
1977 Songs from the Wood 11.67 3
1978 Heavy Horses 9.80 5
1978 Live - Bursting Out 11.50 2
1979 Stormwatch 9.50 2
1980 A 9.67 3
1982 The Broadsword And The Beast 10.00 2
1984 Under Wraps 9.00 3
1985 A Classic Case - The London Symphony Orchestra Plays The Music Of 4.00 2
1987 Crest of a Knave 7.80 5
1988 20 Years of Jethro Tull 10.00 1
1988 20 Years of Jethro Tull (Box Set) 12.00 1
1989 Rock Island 8.50 2
1990 Live at Hammersmith '84 9.00 1
1991 Catfish Rising 10.50 2
1992 A Little Light Music 10.50 2
1993 Nightcap 8.00 1
1993 25th Anniversary Box 12.00 1
1995 Roots To Branches 8.50 2
1995 In Concert 10.00 1
1999 J-Tull Dot Com 6.67 3
2001 The very best of 11.00 1
2002 Living With The Past (CD) 7.50 2
2003 The Essential Jethro Tull - 1
2003 A New Day Yesterday - The 25th Anniversary Collection (DVD) 9.00 1
2003 The Jethro Tull Christmas Album 9.00 3
2004 Nothing Is Easy: Live At The Isle Of Wight 1970 11.00 1
2005 Nothing Is Easy: Live At The Isle Of Wight 1970 (DVD) 8.00 2
2005 Aqualung Live - 2
2007 The Best Of Acoustic Jethro Tull - 1
2007 Live At Montreux 2003 11.00 1
2007 Bethlehem, PA, 9 August 2003 (DVD) - 1
2008 Jack in the green (DVD) - 1
2008 Their fully authorized story (2 DVDs) - 1
2009 Live At Madison Square Garden 1978 (DVD) 11.00 1
2010 Live at the London Hippodrome (DVD) 10.00 2
2015 Too Old To Rock 'n' Roll: Too Young To Die! - The TV Special Edition 11.00 1
2017 Jethro Tull - The String Quartets 11.00 1

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