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Marillion

Holidays in Eden

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1991
Besonderheiten/Stil: Neoprog; Rock / Pop / Mainstream
Label: EMI
Durchschnittswertung: 5/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

Steve Hogarth Stimme
Steve Rothery Gitarre
Mark Kelly Keyboards
Pete Trevawas Bass
Ian Mosley Drums

Tracklist

Disc 1
1. Splintering Heart 6:52
2. Cover My Eyes (Pain And Heaven) 3:56
3. The Party 5:37
4. No One Can 4:40
5. Holidays In Eden 5:28
6. Dry Land 4:43
7. Waiting To Happen 4:56
8. This Town 3:19
9. The Rakes Progress 1:54
10. 100 Nights 6:42
Gesamtlaufzeit48:07


Rezensionen


Von: Thomas Thielen @ (Rezension 1 von 5)


Eigentlich faengt das Album wirklich gut an; "Splintering Heart" und seine Sequenzersynthies sind vielleicht ungewohnt, aber die aufgebaute Atmosphaere, hs virtuose Vocals und der folgende Vulkanausbruch von einem Gitarrensolo duerften alle Fans mitgerissen haben. Es sind mehr die folgenden Ballaedchen, die das Freaks-Lager wie eine Bombe sprengten; Marillions Bekenntnis zum Pop verschreckte viele von denen, die sowieso nach Fishs Ausstieg nicht mehr voll zur Band standen - und das mit Recht. "Cover my eyes" traegt zwar noch ein Marillion-Arrangement, aber vom kompositorischen Standpunkt her sind wir mitten im Mainstream. "The Party" mag zwar nochmal in komplexere Songstrukturen fuehren, erhaelt seine Klasse (?) aber doch eher dadurch, dass soviel Muell drumrum steht. Der Song ist eher zerrissen, die einzelnen Teile nicht sonderlich mitreissend: Er waere auf jedem anderen Album zu den schwaecheren Tracks gezaehlt worden.

"No one can" ist zwar ein wirklich schoener Lovesong, aber auch hier gilt: Mainstream und schoene Melodien, ordinaere Struktur, but so what? Das gilt auch fuer "Sugar Mice", "Kayleigh", "Lavender" und "Punch and Judy" - ne Single halt.

"Holidays in Eden" ist wieder mal der verzweifelte Versuch, ein Uptempo-Stueck zu schreiben - das konnten die Jungs einfach nicht. Seltsame Lyrics, furchtbarer Refrain, schreckliches Arrangement.

"Dry Land", ein altes How We Live-Stueck, gibt uns zwar eine der virtuosesten Darbietungen von Steve Hogarth bei Marillion, ist aber auch durch seine nicht ganz gewoehnlichen Refrainharmonien nicht aus dem Glitter des 80er-Pop zu loesen, aus dem er kommt.

"Waiting to happen" zeichnet sich durch banale Lyrics und Gitarrengeschrummel Marke Bon Jovi fuer Arme aus. Der Refrain ist zwar wieder mal beeindruckend gut gesungen, aber das kann es ja wohl auch nicht sein.

"This Town" ist leider nicht der Rocker, der es werden sollte. Gerade Rotherys Gitarre klingt aufgesetzt, und was Mosley spielt, passt in seinem Sound ueberhaupt nicht ins aufgebohrte Genre. Wenn Kellys Orgel dann noch so nach Plastik klingt, haben wir Moechtegern-Hardrock. Gaehn. Schade, dass sie den Song nicht in der auf dem "From Stoke Row to Ipanema"-Video erhaeltlichen Demo-Fassung gemacht haben!

Die Segue zu "100 Nights", "The Rakes Progress" ist ganz nett nach altem Marillionschema.

"100 Nights" selbst ist dann sicher der Hoehepunkt des Albums, eine Annaeherung an alte Gefilde. Emotionale Gitarren und Vocals, Picking in 6/8... das Uebliche, aber trotzdem schoen!

Fazit: Ein im Durchschnitt langweiliges Album. 80er-Pop ist fuer die 90er halt eher ungeeignet... hoffe ich. Christopher Neils Einfluss als Produzent hat hier viel kaputt gemacht, sagt die Band heute, und wenn man den Nachfolger, BRAVE, betrachtet, scheinen sie recht zu haben. Eher nicht kaufen.

Anspieltipp(s): Splintering heart, 100 nights
Vergleichbar mit: New Wave Pop
Veröffentlicht am: 13.4.2002
Letzte Änderung: 14.4.2002
Wertung: 3/15

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Von: Henning Mangold @ (Rezension 2 von 5)


Dieses Album kann ich mir nur so erklären, dass die Band zur Zeit seiner Entstehung in einer echten Zwangslage gewesen sein muss. Das würde mich auch gar nicht wundern, denn alles hatte sich geändert: Sänger sowieso, damit auch die Atmosphäre, ansatzweise auch schon (dank Kelly) der Stil, dann der Produzent (Chris Neil war Pop-Produzent und aus der EMI-Richtung kam die Order, dass das Album mindestens drei Singles abwerfen müsste), aber was war mit den Fan-Reaktionen? Ich war seit 1983 Mitglied in einem Fanclub gewesen, der sich "German Jesters" nannte, und der hat sich nach dem Ausstieg des "Jesters" (=Fish) konsequenterweise aufgelöst. Mochten andere Fans und deren Organe denken, was sie wollten: fest stand, dass nach "Seasons End" beizeiten ein Album-Nachfolger her musste, damit kein Fan die Botschaft falsch verstand und tatsächlich dachte, die "Season" habe nun "geendet".

Was dabei herauskam, war – wahrscheinlich notgedrungen – ein halbgarer Aufguss mit genau drei guten Songs ("Splintering heart"; "Party"; und das dreigeteilte "This town/1000 nights/Rake's progress") und einer ansonsten fast ungenießbaren Pastete aus übelster Pop-Sülze. Bis heute verstehe ich nicht, wieso die Band als längst überfälliges Lebenszeichen nicht einfach diese genannten drei Songs als EP herausgebracht hat: so was hat erstens eine lange Tradition bei Kultbands (was rede ich – Marillion selbst haben doch so angefangen!!), und außerdem hätte das ein Appetithäppchen für die Fans werden können, dem sie sich nicht hätten entziehen können: die Neugier auf das nächste "richtige" Album wäre ins Maßlose gestiegen!

Aber nein – es gab stattdessen "Cover my eyes" (wieso nicht lieber "ears"?), "Holidays in Eden" (schon die Worte dieses Titels spotten jeder Beschreibung), "No one can" (da kann wirklich niemand mehr), "Dry land" (von einer offensichtlichen "Dry Band" gespielt) und natürlich "Waiting to happen" (das hat mich schon immer an einen Song von Chris De Burgh erinnert, der "The head and the heart" heißt, aber der ist besser).

Am Rande: "Dry land" geht auf die Zeit Hogarths vor Marillion zurück; da hatte er in einer Band namens "How We Live" mitgewirkt, und deren Album hieß "Dry land".

Im Nachhinein bin ich ja froh, dass aus der Band dann schon bald noch was werden sollte; ich hatte damit auch schon damals gerechnet, denn seit meiner Verwunderung über (das m.E. missglückte) "Misplaced Childhhod" war mir längst klar geworden, dass Marillion eine dieser Bands sind, die ihre Meisterwerke nicht nacheinander abwerfen würden, sondern sich auch mal 'n gespielten Witz für zwischendurch gönnen (selbst wenn niemand drüber lachen kann...).

Anspieltipp(s): Splintering heart
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.8.2004
Letzte Änderung: 1.3.2014
Wertung: 3/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 5)


"Splintering Heart", "The Party" und das Titelstück machen in Ansätzen dort weiter, wo Seasons End aufgehört hat. Mit den übrigen Kompositionen verkommt Holidays in Eden aber zu einem gewöhnlichen Pop-Album. Als Pop-Album habe ich es damals gesehen, gehört und anfänglich auch gemocht. "No one can" ist nett, "Cover my eyes" banales Tralala, "Dry Land" lahmes Gesülze (klingt tatsächlich irgendwie nach dem irischen Barden, obwohl ich erwähntes Stück nicht kenne), "Waiting to happen" langweilt, "This Town" ist mir zu straight, "The Rakes Progress" hat Atmosphäre, "100 nights" schliesslich beendet das Album hymnisch und würdig. 3 Punkte scheinen mir summa summarum doch etwas zu wenig zu sein. Für jedes "bessere" Stück vergebe ich einen Punkt.

Anspieltipp(s): Splintering Heart
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.9.2007
Letzte Änderung: 26.9.2007
Wertung: 5/15

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Von: Günter Schote @ (Rezension 4 von 5)


Hier mal ein Beispiel, wie man mit wenigen Zeilen zum Sonderling werden kann:

Ich bin seit den Herbsttagen des Jahres 1984 glühender Marillion-Anhänger und den "Wechsel" von Fish zu Hogarth ging ich ohne Murren mit. Marillion bzw. anschließend die h-Marillion sind bis heute meine Nummer 1. Klar, Marillion begannen als Genesis-Klon und Genesis selbst sind genau wie Yes und die anderen 70er-Heroen musikalisch natürlich zig mal wertvoller/origineller/komplexer und überhaupt glorreicher und toller. Aber ich bin kein wankelmütiger Charakter und als 71er Jahrgang waren eben erst die 80er mein Jahrzehnt. Und ja, klar war ich enttäuscht, dass sich die Band mit ihrem zweiten Hogarth-Album in deutlich poppigere Gefilde vorwagte, aber nichtsdestotrotz mag ich den überwiegenden Teil von "Holidays in Eden" sehr, sehr gerne.

Die (von EMI forcierte) Wahl von Christopher Neil als Produzenten ist natürlich unglücklich für eine Band wie Marillion. Andererseits ist er für das tolle Intro zu "Splintering Heart" verantwortlich. Überhaupt "Splintering Heart" – bis auf die Herz/Schmerz-Lyrics ist der Song weltklasse. Rotherys Gitarre wird gewürgt bis sie weint, der Song ist geschickt und dramatisch aufgebaut, was bitte gibt's denn da zu bemängeln? Tränen der Freude schießen in meine Augen.

Gut, dass die Popsongs (hallo U2) jetzt nicht die zeitlosen Klassiker sind ist mir auch klar. "Waiting to Happen" (ursprünglich mal als Finale zu This Town/Rake's Progress/100 Nights angedacht) tänzelt irgendwo zwischen Kitsch und Rührseligkeit und klingt zudem schon ein wenig nach "Brave". Das Titelstück wäre sogar sehr gelungen, wenn es nicht diesen aufdringlichen Refrain hätte. Es gibt schlimmeres.

Mit der abschließenden Trilogie geht's mir wie mit "Splintering Heart": ganz großes Kino. Drama, Spannung, Abwechslung, Rothery! Was gibt's da zu meckern? Gar nichts!

Ich höre auf dem Album 25 Minuten starke Musik, 10 Minuten gute Musik, 9 Minuten Allerweltspop und 4 Minuten einen Totalausfall (aka "Dry Land" – wobei ich das How We Live-Album als 80's Pop durchaus ok finde). "Holidays in Eden" ist musikalisch vielleicht etwas hin-und-her gerissen, durch seine Highlights geht es bei mir aber trotzdem als gut hörbares Album durch. Marillion haben in den 90ern Übleres verbrochen.

Anspieltipp(s): Splintering Heart
Vergleichbar mit: Entfernt: IQ mit Menel
Veröffentlicht am: 26.7.2011
Letzte Änderung: 1.3.2014
Wertung: 10/15
Nach bestem Wissen und Gewissen!

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 5 von 5)


"Holidays In Eden" ist die zweite Veröffentlichung von Marillion, nachdem ihr ehemaliger Sänger Fish die Band verlassen hat. Steve Hogarth hat diesen Part nun zum zweiten Mal übernommen und er macht seine Sache nicht schlecht. Klar, die Musik wirkt jetzt anders, aber das ist wohl immer so, wenn ein charismatischer Sänger mit einer eindringlichen Stimme eine Band verlässt.

Es liegt wirklich nicht an Steve Hogarth, dass ich mit diesem Album nichts anfangen kann. Es packt mich einfach nicht. Alles ist so schön glattgebügelt, da gibt es keine Ecken und Kanten mehr, keine überraschenden Einfälle, alles ist vorhersehbar. Die Musik mag ganz nett zum Anhören sein, aber sie langweilt. Warum "Holidays In Eden" hören, wenn es doch so viel bessere Musik von Marillion gibt. Klar, jedes Marillion Album muss sich mit den ersten beiden Veröffentlichungen der Band messen, aber dieses hier, diese CD hält keinerlei Vergleich stand. Marillion sind hier endgültig im Mainstream Rock, manchmal sogar auch im Mainstream Pop, angekommen. Dass sie das aber immer noch besser können, zeigten sie dann in späteren Veröffentlichungen. Wie gesagt, es ist noch nicht einmal richtig schlechte Musik. Aber all diesen Liedern fehlt das "gewisse Etwas", was einem in Erinnerung bleibt.

Fazit: Es ist noch nicht einmal einfach, Anspieltipps zu nennen, da alle Lieder irgendwie belanglos sind. Kein Stück kristallisiert sich aus diesem Popbrei heraus, dass es besonderer Beachtung bedürfe. Am besten einfach mal alles durchhören, vielleicht findet ein anderer Hörer ja seine persönlichen Highlights, die ich einfach nicht entdecken kann.

Anspieltipp(s): Alles mal bei entsprechenden Portalen durchklicken.
Vergleichbar mit: Mainstream-Pop
Veröffentlicht am: 8.10.2011
Letzte Änderung: 3.3.2012
Wertung: 4/15
Das Album schafft es einfach nicht, mich zu interessieren.

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Marillion

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1982 Market Square Heroes 9.00 3
1983 Script for a jester's tear 10.80 5
1984 Real To Reel 11.00 2
1984 Fugazi 11.25 4
1985 Misplaced Childhood 10.33 6
1986 Brief encounter 7.00 1
1987 Clutching at Straws 9.00 4
1988 B-Sides Themselves 7.00 3
1988 The Thieving Magpie 11.67 3
1989 Live From Loreley (DVD) 9.50 2
1989 Seasons End 11.00 3
1992 Live At The Borderline 8.00 1
1993 Live In Caracas 6.00 1
1994 Brave 11.00 3
1995 Brave - The Film (DVD) 11.00 2
1995 Afraid of sunlight 10.00 3
1996 Made Again 9.00 1
1997 Best of both worlds - 1
1997 This Strange Engine 10.25 4
1998 Tales From The Engine Room 4.50 5
1998 Radiation 2.33 4
1999 Marillion.com 7.00 3
2000 The singles '82-88' 10.00 3
2001 Anoraknophobia 11.25 4
2002 Anorak In The UK Live (2CD Set) 10.00 1
2002 Anorak In The UK Live 12.00 1
2002 Singles Box Vol.2 '89-'95 9.00 1
2002 Brave Live 2002 8.00 1
2003 Best of - 1
2003 Recital Of The Script (DVD) - 1
2004 Marbles on the road (DVD) 12.33 3
2004 Marbles ("condensed version") 6.00 1
2004 Marbles 8.00 4
2005 Marbles Live 10.00 2
2007 Somewhere Else 8.67 3
2008 Happiness is the Road - Essence 8.50 2
2008 Happiness is the Road - The Hard Shoulder 6.50 2
2008 Early Stages - The Official Bootleg Box Set 1982 - 1987 12.00 1
2009 Less Is More 8.00 1
2010 Size Matters 10.00 1
2010 the official bootleg box set vol 2 - 1
2012 Sounds That Can't Be Made 9.50 2
2016 F*** Everyone And Run (F E A R) 11.33 3
2017 Marbles In The Park 12.00 1
2017 Living in F E A R - 1

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