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The Sound Of Animals Fighting

The Ocean And The Sun

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; Mathrock; Postrock; Progmetal; sonstiges
Label: Epitaph
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Matt Embree (The Walrus) Gitarre, Bass und Gesang
Chris Tsagakis (The Lynx) Schlagzeug
Rich Balling (The Nightingale) Gesang
Anthony Green (The Skunk) Gesang
Matthew Kelly (The Wolf) Gesang bei 12.

Gastmusiker

Edouard Wlodarezyk spoken words
Adrian, Elaina und Victoria Benson Gesang (Kids)
Mark Bush Trompete
Lauren Coleman Gesang, spoken words
Jessica McWhirter Gesang
Newsha Mohajeri spoken words
Charlene Rogers spoken words

Tracklist

Disc 1
1. Intro 0:32
2. The Ocean And The Sun 5:39
3. I, The Swan 4:14
4. Another Leather Lung 5:14
5. Lude 2:00
6. Cellophane 4:58
7. The Heraldic Beak of the Manufacturer's Medallion 5:39
8. Chinese New Year 1:06
9. Uzbekistan 7:28
10. Blessings Be Yours Mister V 6:38
11. Ahab 1:01
12. On the Occasion of Wet Snow 7:18
Gesamtlaufzeit51:47


Rezensionen


Von: Andreas Hofmann @


"Gib mir Tiernamen!" - klingt nach einem leidlich einfallsreichen Einstieg in eine Rezension, aber die beteiligten Musiker nennen sich nun einmal The Nightingale, The Walrus, The Lynx, The Skunk und The Wolf. Als wäre das nicht schon extravagant genug, war es auch auf "The Ocean And The Sun" wieder so, dass jeder von ihnen seine Parts in einer gewissen Zeit alleine fertigstellen musste, ohne dabei mit seinen Bandkollegen zu interagieren. Na, ob das mal gut gegangen ist?

Bedeutungsschwanger geht es mit einem Gedicht in persischer Sprache los (im Song "Ahab" wird es später noch einmal auf Englisch nachgereicht und entpuppt sich als "In The Desert" von dem in Deutschland geborenen amerikanischen Schriftsteller Stephen Crane), bevor der elektronische Titelsong den musikalischen Teil zwar angenehm fließend einleitet, aber irgendwie weder Fisch noch Fleisch zu sein scheint. Beim anschließenden "I, The Swan" kommt einem nicht nur wegen des wunderbar verspielten, aber nie zu aufdringlichen Drummings sofort A Perfect Circle in den Sinn, jedoch ohne den penetranten Gesang von Maynard James Keenan. Eher klingt das hier angenehm nach John Frusciantes Soloausfügen, während die Stimme im nächsten Song "Another Leather Lung" an Smashing Pumpkins-Sänger Billy Corgan erinnert.

Als nach dem überflüssigen Zwischenstück "Lude" der dritte Song mit ähnlichem Aufbau (erste Hälfte ruhig dahinfließender Postrock-Sound, zweite Hälfte rhythmisch verschachtelter Progrock alternativer Prägung) folgt, fängt das Album an, langweilig zu werden. Beim an Coheed and Cambria erinnernden "The Heraldic Beak Of The Manufacturer's Medallion" werden jedoch endlich mal andere Saiten aufgezogen. Atemberaubende Gitarrenarbeit trifft auf überschäumendes The Mars Volta-Drumming, während der gedoppelte Gesang sich nicht überschlägt, sondern den sehr rasanten Song auf wundersame Art und Weise zusammenhält.

Bereits auf der Debüt-EP "The Tiger and The Duke" war unangenehm aufgefallen, dass The Sound Of Animals Fighting immer dann, wenn sie gerade richtig Fahrt aufgenommen hatten, eine unnötige Bremse in Form elektronischer Spielereien einbauen mussten, und genau das passiert auch jetzt leider wieder mit "Chinese New Year". Beim zunächst sehr wirr anmutenden "Uzbekistan" geben sie jedoch glücklicherweise (erst einmal) wieder Gas. Eine ziemlich von "Astronomy Domine" abgekupferte Gesangsmelodie und ein Jean-Michel Jarre-Keyboard, ein abermals hyperaktives Schlagzeug, dazu zweistimmige Metalgitarren - das ist wirklich großartig! Leider nur gut 4,5 Minuten lang, dann wird wieder drei Minuten elektronisch vor sich hingeschwurbelt. Gleiches Spiel bei "Blessings Be Yours Mister V." - tolles Schlagzeug, wirklich grandiose Gitarren, wieder ein anderer Gesang (am Mikro herrschte ein ziemliches Gedränge), zunächst interessante, an 65daysofstatic erinnernde Elektronikeinlagen, aber nach gut vier Minuten wieder verzichtbares Klickklackklickklack, bevor man gnädigerweise doch noch mal etwa eine Minute Musik anhängt.

Einen versöhnlichen Abschluss gibt es dann zwar noch in Form eines nicht wirklich spektakulären, aber dennoch sehr guten Alternative-Songs, aber auch dieser versinkt irgendwann zwar nicht im elektronischen, aber dafür im psychedelischen Wahn.

Man kann nur spekulieren, wie gut The Sound Of Animals Fighting sein könnten, wenn sie sich auch wie eine Band benehmen und einen gemeinsamen Proberaum anmieten würden. Vielleicht hätte ihr neues Label lieber mal ein paar Dollars mehr investieren und ihnen einen fähigen Produzenten oder Arrangeur vor die Nase setzen sollen, der mal auf den Tisch haut und die eigentlich sehr guten Ideen ein bisschen ausgewogener sortiert. Bekannt war dieses Problem ja durchaus schon. So bleibt das leider alles nur Stückwerk.

Anspieltipp(s): The Heraldic Beak Of The Manufacturer's Medallion, Uzbekistan
Vergleichbar mit: The Mars Volta, A Perfect Circle, Coheed and Cambria, The Fall of Troy
Veröffentlicht am: 28.2.2009
Letzte Änderung: 28.2.2012
Wertung: 8/15
sehr gute Ansätze, leider immer wieder abgewürgt

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Sound Of Animals Fighting

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2006 Lover, the Lord Has Left Us... 12.00 1

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