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Jethro Tull

A

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1980
Besonderheiten/Stil: sonstiges
Label: Chrysalis
Durchschnittswertung: 9.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Ian Anderson Gesang, Flöte
Martin Barre Gitarre
Dave Pegg Bass
Mark Craney Schlagzeug

Gastmusiker

Eddie Jobson Keyboards, Violine

Tracklist

Disc 1
1. Crossfire 3:51
2. Fylingdale Flyer 4:27
3. Working John-Working Joe 5:01
4. Black Sunday 6:33
5. Protect and Survive 3:32
6. Batteries Not Included 3:47
7. Uniform 3:30
8. 4.W.D. (Low Ratio) 3:37
9. Pine Marten's Jig 3:23
10. And Further On 4:19
Gesamtlaufzeit42:00


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 3)


Ian Anderson schickte sich 1980 an, ein Soloalbum aufzunehmen und suchte nach Begleitmusikern. Er fragte kurzerhand die "Jethro Tull"-Kollegen Dave Pegg, Baß, und Martin Barre, Gitarre, ob sie aushelfen könnten. Schlagzeuger der Sessions war Mark Craney und Eddie Jobson von "Roxy Music" und "U.K." war als Keyboarder und Violinist engagiert (Eddie Jobson hatte übrigens später, um die "90125"-Zeit ein kurzes, bis heute mysteriöses Intermezzo als "Yes"-Keyboarder). Nachdem jedoch schon die beiden Tuller mit an Bord waren und sich das Album sowieso von einem Solo-Album immer weiter entfernte, beschloß Ian Anderson, die neue Platte werde das nächste "Jethro Tull"-Werk. Und somit waren Barriemore Barlow, John Evans und David Palmer, die zum Teil seit 1972 zur Band gehört hatten, nicht mehr in "Jethro Tull". So schnell kann das gehen.

"A" bezeichnen manche Tull-Fans als "Synth-Pop"-Album. Das ist, mit Verlaub, Unsinn (am nächsten kommt dieser Bezeichnung wohl noch "Working John - Working Joe"). Richtig ist, daß "A" das erste "Jethro Tull"-Album war, bei dem der Synthesizer regelmäßig und voll integriert eingesetzt wurde, was Tull-Fans einfach nicht gewöhnt waren. Aber auch an der Keyboard-Front kommt z.B. der Natursound des Pianos häufig zum Einsatz, und E-Gitarre, Bass, Schlagzeug, Flöte sorgen für genügend 'natürlichen' Sound. Und trotz aller Erneuerung: in vieler Hinsicht geht das Album doch in die gleich Richtung wie die Vorgänger, z.B. "Stormwatch": dicht arrangierte, kompakte Nummern, nicht ohne Haken und Widerborsten, ebenso dichte Vocal-Harmonien und nicht übermässig agressive elektrische Gitarre.

Was auf jeden Fall im Vergleich zu den Spätsiebziger-Alben fehlt, ist die ländliche Atmosphäre, nicht nur im Sound, auch das Cover spricht in dieser Hinsicht Bände. Ian Anderson wollte wohl einmal etwas anderes machen. Vielleicht erklärt sich so auch die fast völlige Abwesenheit hervorstechender Parts der akustischen Gitarre; gerade beim einem als Anderson-Solo-Album gestarteten Projekt hätte man das wohl anders erwartet. Auch die Flöte, das Tull-Markenzeichen, obwohl durchgängig eingesetzt, steht weniger im Vordergrund als auf anderen Platten der Anderson-Combo. Martin Barres E-Gitarre ist vor allem im Mix sehr schüchtern vertreten, aber dennoch gewohnt routiniert und unspektakulär gespielt. Dave Peggs Baß ist wie immer adäquat und kontrolliert gespielt. Positiv fallen neben dem üblichen knackigen Bass-Sound seine Fretless-Stellen auf (z.b. auf "Batteries Not Included"). Ungewohnt sind natürlich Eddie Jobsons Synthie- und Piano-Parts. Die letzteren wirken klinischer und weniger rockig als die von John Evans, dafür aber präziser und technisch einwandfrei. Die Synthie-Sounds sind, soweit das 1980 möglich war, geschmackvoll programmiert und für meine Begriffe nie zu aufdringlich. Seine Violinen-Stellen sind nicht so häufig, aber ebenso sauber ausgeführt wie die Tastenakrobatik. Drummer Mark Craney spielt schlank und exakt und kann mit einigen schönen Breaks glänzen, ohne insgesamt zu sehr aufzufallen.

Überhaupt fällt es schwer unter den einzelnen Stücken der Platte ein herausragendes zu nennen; durchweg passable Kompositionen, die perfekt ausgeführt sind, aber ein richtiges Highlight oder ein wirklich erinnerswerter Moment ist nicht dabei. Vielleicht noch am ehesten das nette Instrumental "The Pine Martens Jig", welches stilistisch früheren Tull-Nummern noch am nähesten steht. Alles in allem ist "A" eine solide Platte, die nicht unbedingt essentiell für eine "Jethro Tull"-Sammlung, aber dennoch interessant anzuhören ist.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.5.2002
Letzte Änderung: 16.5.2002
Wertung: 9/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 3)


Als jemand, der Jethro Tull in ihrer Folk-Phase kennen gelernt hatte, war ich von dem auf den ersten Blick ziemlich radikal scheinenden Kurswechsel auf "A" doch erstmal, nun ja, überrascht. Der Trend zur Elektronik bis hin zum Einsatz des Vocoders ("Black Sunday", "Uniforms") schien so gar nicht zu dieser Band zu passen. Aber bei genauerem Hinhören merkt man doch, dass es sich hier um typische Anderson-Kompositionen handelt, die lediglich in (für damalige Verhältnisse) "zeitgemäßerer" Form instrumentiert sind. Insofern haben Jethro Tull den Sprung in die 80er wesentlich besser überstanden als manch andere Größe des Progressive Rock.

Die Umstände des Ausscheidens von Evans, Barlow und Palmer beschreibt Ian Anderson im Beiheft übrigens etwas anders: demnach war es die Entscheidung der Plattenfirma, "A" als Tull- und nicht als Anderson-Album herauszubringen, und das Ausscheiden der drei soll ohne Rücksprache mit Anderson an die Musikpresse gemeldet worden sein. Welche Version nun stimmt, sei dahingestellt.

Die Anfang 2004 erschienene Remaster-Version von "A" kommt mit einer Bonus-DVD daher, die Konzertausschnitte der Tour zu dem Album sowie Videoclips (auch zu älteren Titeln) enthält. Bei den Liveaufnahmen nerven an einigen Stellen alberne Kameraeffekte, aber immerhin kann man hie und da Eddie Jobsons coole durchsichtige Violine sehen. Die Clips sind recht originell gemacht: bei "Fylingdale Flyer" agiert die Band in dem auf dem "A"-Cover abgebildeten Flughafentower, zum Auftakt von "Sweet Dream" entsteigt Anderson als Vampir einem Sarg, später sind Ausschnitte aus alten Trashfilmen (besonders cool: eine feuerspeiende Riesenspinne ;-)) dazu geschnitten. Und die bei "Too Old To Rock'n'Roll" auftretende Altherrenriege ist einfach köstlich:-)

"A" gehört sicher nicht zu den großen Klassikern von Jethro Tull, aber lohnenswert ist es allemal.

Anspieltipp(s): Fylingdale Flyer, Black Sunday
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.2.2004
Letzte Änderung: 22.2.2004
Wertung: 10/15

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Von: Ralf J. Günther @ (Rezension 3 von 3)


A.

A?

Ah!

Anderson Anfang Achtziger. Album-Ambitionen. Anfangs Allein. Arbeit Anregend, Aber Anstrengend. Also Altbekannte Alliierte Aktiviert, Andere Allerdings Ausgebootet. Anklänge An Alte Aufnahmen Angestrebt, Aber Auch Aktuellere Akzente.

Allerdings Andere Aera Angebrochen. Achtziger-Ansage: Altrock Ausgedient. Alles Abgehalftert. Altfürze Aufs Altenteil. Auch Anderson.

"A" Also Abgeschlaffte Altherrenmusik? Anachronistische Aura? Alles Am Arsch?

Antithese Anzuwenden!

Akustisches Ausgangsmaterial Achtbar. Arrangements Aufgepeppt, Aber Alles Andere Als Aufdringlich Aktualisiert. Ausgezeichnet Anhörbar. Anderson Als Anstimmer Annehmbar, Als Ausbläser Abgemildert, Aber Ausgepicht. Also Authentisches Angebot Ab Auftakttrack! Auch Anschlusstrack Arg Anzuempfehlen! Album Angenehmerweise Auch Allgemein Anständig, Audioqualität Allerdings Ausbaufähig. Apropos: Allgemeine Atmosphäre, Auch Artwork, Anders Als Altvertraut: Agrarische Atmosphäre Abgeschafft, Anzuerkennende Auffrischung.

Autor Anfangs Ausgang Angezweifelt. Applaus Allein Ausschließlicher Anderson-Afficionados Angenommen. Album Angehört - Angenehme Affekte - Annahme Also Aufgegeben.

Ankauf Anzuraten!

Anmerkung: Altfürze? Aufklärung: Anklicken.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.7.2005
Letzte Änderung: 19.7.2005
Wertung: 10/15
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Jethro Tull

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1968 This Was 7.00 4
1969 Stand Up 11.00 3
1970 Benefit 9.00 4
1971 Aqualung 11.33 3
1972 Living In The Past 9.67 3
1972 Thick As A Brick 12.80 5
1973 A Passion Play 12.75 5
1974 Warchild 10.00 4
1975 Minstrel In The Gallery 11.50 4
1976 Too Old to Rock'n'Roll: Too Young to Die 9.00 3
1977 Songs from the Wood 11.67 3
1978 Heavy Horses 9.80 5
1978 Live - Bursting Out 11.50 2
1979 Stormwatch 9.50 2
1982 The Broadsword And The Beast 10.00 2
1984 Under Wraps 9.00 3
1985 A Classic Case - The London Symphony Orchestra Plays The Music Of 4.00 2
1987 Crest of a Knave 7.80 5
1988 20 Years of Jethro Tull 10.00 1
1988 20 Years of Jethro Tull (Box Set) 12.00 1
1989 Rock Island 8.50 2
1990 Live at Hammersmith '84 9.00 1
1991 Catfish Rising 10.50 2
1992 A Little Light Music 10.50 2
1993 Nightcap 8.00 1
1993 25th Anniversary Box 12.00 1
1995 Roots To Branches 8.50 2
1995 In Concert 10.00 1
1999 J-Tull Dot Com 6.67 3
2001 The very best of 11.00 1
2002 Living With The Past (CD) 7.50 2
2003 The Essential Jethro Tull - 1
2003 A New Day Yesterday - The 25th Anniversary Collection (DVD) 9.00 1
2003 The Jethro Tull Christmas Album 9.00 3
2004 Nothing Is Easy: Live At The Isle Of Wight 1970 11.00 1
2005 Nothing Is Easy: Live At The Isle Of Wight 1970 (DVD) 8.00 2
2005 Aqualung Live - 2
2007 The Best Of Acoustic Jethro Tull - 1
2007 Live At Montreux 2003 11.00 1
2007 Bethlehem, PA, 9 August 2003 (DVD) - 1
2008 Jack in the green (DVD) - 1
2008 Their fully authorized story (2 DVDs) - 1
2009 Live At Madison Square Garden 1978 (DVD) 11.00 1
2010 Live at the London Hippodrome (DVD) 10.00 2
2015 Too Old To Rock 'n' Roll: Too Young To Die! - The TV Special Edition 11.00 1
2017 Jethro Tull - The String Quartets 11.00 1

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