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Neil Ardley

Harmony of the Spheres

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1979 (CD-Reissue 2008, Esoteric Recordings)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Canterbury; Elektronische Musik; Jazzrock / Fusion
Label: Decca
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Neil Ardley Synthesizer, Composer
John Martyn Guitar
Billy Kristian Bass
Geoff Castle Keyboards
Richard Burgess Drums, Percussion
Trevor Tomkins Percussion, Vibes
Barbara Thompson Sax, Flute
Tony Coe Clarinet, Sax
Ian Carr Trumpet, Flugelhorn
Pepi Lemer Voice
Norma Winstone Voice

Tracklist

Disc 1
1. Upstarts All 3:37
2. Leap in the Dark 6:00
3. Glittering Circles 6:28
4. Fair Mirage 7:26
5. Soft Stillness and the Night 7:27
6. Headstrong, Headlong 7:11
7. Towards Tranquilty 8:45
Gesamtlaufzeit46:54


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Um die 100 Bücher hat Neil Ardley geschrieben, Sachbücher für Kinder meist, über Tiere, Technik, Wissenschaft oder Musik. Eigentlich wollte der 1937 geborene Brite Chemiker werden, doch Ende der 50er Jahre schloss sich Ardley, der seit seinem dreizehnten Lebensjahr Piano spielte und auch gut Saxophon spielen konnte, der John Williams Big Band an. 1964 übernahm er das New Jazz Orchestra, das er zu einem der bedeutendsten britischen Jazzensembles formte. Seit den frühen 70er Jahren veröffentlichte Ardley auch Soloalben, mit denen er sich verstärkt rockigeren Gefilden, dann in der zweiten Hälfte jenen Jahrzehnts elektronischen Klängen zuwandte. Danach, mit dem Beginn der 80er Jahre, widmete sich Ardley vornehmlich seiner Karriere als Schriftsteller und Verleger.

Das 1979 veröffentlichte und 2008 von Esoteric Recordings auf CD wieder aufgelegte "Harmony of the Spheres" war Ardley letztes Soloalbum. Der Titel ist gut gewählt, sowohl harmonisch als auch sphärisch ist diese Musik. Nach seinem Canterbury-Jazzrockklassiker "Kaleidoscope Of Rainbows" wandte sich Ardley verstärkt dem Synthesizer zu, der dann auch auf "Harmony of the Spheres" recht prägend eingesetzt wird. Dazu kommen meist blasend tätige, ehemalige Kollegen des New Jazz Orchestra, ein Grossteil der damaligen Besetzung von Ian Carrs Nucleus und der folkrockende Echogitarrist John Martyn. Das Ergebnis ist eine recht interessante Mischung aus sphärisch-symphonischen Tastenklängen, Canterburyartigem, mitunter recht funkigem Jazzrock und Kammerbläserjazz.

Die Harmonie der Sphären, der melodische Einklang der Planeten, eine himmlische Musik, erzeugt von den durch den Raum gleitenden Planeten, ist das Thema des Albums. Ardley hat wohl wirklich versucht solche Planetenharmonien zu erzeugen. Indem er jedem Planeten aufgrund ihrer Umlaufbahnen um die Sonne eine Klangfrequenz zuordnete (Pluto die niedrigste, vom menschlichen Ohr wahrnehmbare, Merkur dagegen die höchste), erzeugte er mit seinem Synthesizer einen Planetenvielklang, der angeblich gegen Ende des rein elektronischen Stücks "Soft stillness & the night" zu hören ist. Dasselbe ist jedenfalls ein melodisch-freiformatiges Klanggespinst, welches jedem Elektronikliebhaber sehr zusagen sollte.

Ansonsten wird hier abwechslungsreicher, eher entspannter, aber nicht langweiliger Jazzrock geboten, sehr klangvoll-symphonische Musik, die von den vielen Mitspielern farbig und virtuos vorgetragen und ab und an mit textlosem Gesang angereichert wird. Eine Spur zu gefällig ist das Ganze mitunter, läuft bisweilen Gefahr in zu seichte Gewässer zu geraten. Doch ist das alles sehr schön gemacht, kommt schwungvoll und rund aus den Boxen und bekommt durch die kernige Bassarbeit Bill Kristians und die hallenden, leider etwas seltenen Gitarrenexkurse John Martyns eine sehr eigene und lebendige Note. Freunde von Klangvoll-Canterbureskem und wohligem, aber nicht banalem Jazzrock mit Elektronikeinschlag können (sollten) hier zugreifen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.3.2009
Letzte Änderung: 10.6.2009
Wertung: 10/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Eine hübsche und originelle Mischung aus elektronischen Klängen und Canterbury-artigem Jazzrock, keine Frage. Gelegentlich wird es mit der Harmonie aber doch etwas zu weit getrieben, da gleitet die Musik in arg schöngeistige Gefilde ab, und wenn dann noch die Background-Sängerinnen ätherisch-süßlich jauchzen (Fair Mirage, Towards Tranquility), ist die Grenze zur Fahrstuhl-Musik bedenklich nahe. Von daher wäre es schön gewesen, wenn Neil Ardley auch mal die Disharmonien der Sphären erforscht hätte. Trotzdem, schöne Scheibe.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.3.2009
Letzte Änderung: 29.3.2009
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Neil Ardley

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 Kaleidoscope of Rainbows 12.00 1

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