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Neil Ardley

Kaleidoscope of Rainbows

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1976 (CD-Reissue 2005, Dusk Fire)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Canterbury; Jazz; Jazzrock / Fusion
Label: Gull
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Neil Ardley Conductor, Synthesizer, Composer
Ian Carr Trumpet, Flugelhorn
Bob Bertles Sax, Flute
Brian Smith Sax, Flute
Tony Coe Clarinet, Sax
Barbara Thompson Sax, Flute
Stan Sulzmann Sax
Ken Shaw Guitars
Geoff Castle Keyboards
Dave MacRae E-Piano, Synthesizer
John Taylor E-Piano
Roger Sutton Bass
Roger Sellers Drums
Trevor Tomkins Percussion, Vibes
Paul Buckmaster Cello

Tracklist

Disc 1
1. Prologue / Rainbow One 10:26
2. Rainbow Two 7:34
3. Rainbow Three 3:28
4. Rainbow Four 6:15
5. Rainbow Five 4:25
6. Rainbow Six 7:39
7. Rainbow Seven / Epilogue 14:56
Gesamtlaufzeit54:43


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Drei Soloalben hat Neil Ardley in den 70er Jahren veröffentlicht: "A Symphony Of Amaranths" (1971), "Kaleidoscope of Rainbows" (1976) und "Harmony of the Spheres" (1979). War "A Symphony Of Amaranths" noch stark in der jazzig-orchestralen Welt von Ardleys New Jazz Orchestra verwurzelt und bewegte sich "Harmony of the Spheres" meist in kleinformatigeren, elektronisch-canterburesken Gefilden, schlägt "Kaleidoscope of Rainbows" die Brücke zwischen beiden Klangwelten.

Orchestral ist die Musik immer noch, hatte Ardley doch die gesamte damalige Besetzung von Nucleus ins Studio gebeten, ergänzt um fast noch einmal dieselbe Anzahl weiterer Solisten, darunter Paul Buckmaster am elektrisch verstärkten Cello. Ein Rocktrio (E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug) und eine umfangreiche Bläserabteilung treffen auf MacRaes und Castles Tasten, das Cello und Ardleys noch recht zurückhaltend eingesetzten Synthesizer. Das Ergebnis ist eine Art von Kammerjazzrock, eine beschwingter und druckvoller jazzig-funkiger Rock einerseits, eine sehr elegische, fast sphärische Melange andererseits.

Ardley konnte (er starb 2004) komponieren. Die langen, durchkonstruierten Stücke reihen sich wie die Sätze eines zeitgenössischen Orchesterwerks aneinander, längere Soli gibt es nicht, das komplexe, harmonische Geflecht der virtuos vorgetragenen Instrumentallinien steht im Vordergrund. Dabei vermeidet Ardley Härte und Schrägheit. Recht melodisch und rund kommt die Musik aus den Boxen, entspannt, geheimnisvoll und eindringlich dahin gleitend, nicht unähnlich der jazzigen Canterburyklänge, die man auf den Alben von Nucleus aus der ersten Hälfte des Jahrzehnts vorfindet. Bisweilen rockt das Ganze aber gehörig. Man lausche z.B. dem bewegten "Rainbow Three", in dem Buckmaster sein elektrifiziertes Cello kreischen lässt, unterstützt von Gitarrist Ken Shaw, der ähnlich aufgeregt zu Gange ist.

"Kaleidoscope of Rainbows" ist eine wunderbare Scheibe mit sehr symphonischem, klangvollen Kammerjazzrock, einer siebenteiligen Canterbury-Fusionsymphonie, die mit zum Besten gehört, was in diesem Bereich jemals produziert wurde. Das Album wurde erst 2005 remastert und sehr ansprechend aufgemacht von Dusk Fire Records auf CD wieder veröffentlicht. Zumindest Canterburyadepten und Nucleus-Fans sollten sich das Album nicht entgehen lassen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.3.2009
Letzte Änderung: 16.3.2013
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Neil Ardley

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1979 Harmony of the Spheres 9.50 2

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