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One Shot

"Dark Shot"

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: live; DVD; Jazzrock / Fusion; Psychedelic; Zeuhl; sonstiges
Label: Le Triton
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Emmanuel Borghi keyboards
Philippe Bussonnet bass
Daniel Jeand'heur drums
James Mac Gaw guitar

Tracklist

Disc 1
1. Black P 9:09
2. Opus 12 7:52
3. Def MK1 9:48
4. Blade 4:54
5. Automate 7:29
6. Downwards 9:10
7. Nosh Partitas 5:56
Gesamtlaufzeit54:18
Disc 2
1. Automate   (Concert of January 24th, 2008) 8:05
2. Black P 10:30
3. Downwards 10:15
4. Def MK1 12:30
5. Ewaz Wader 10:35
6. Urm 8:35
7. Opus 12 8:35
8. Bonus Studio: Blade 4:30
9. Interviews


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Glücklicherweise hat es der Magma-Ableger One Shot nicht bei einem „Shot“ belassen, sondern serviert uns inzwischen desöfteren seine delikate Musik. Hat mich der Vorgänger „Ewaz Vader“ mit seinem kantigen JazzRock – trotz zeuhliger Einlagen (nicht gerade mein Lieblingsstil) – sofort weggeblasen, so tat ich mich mit „Dark Shot“ schon etwas schwerer.

„Dark Shot“ sieht One Shot wieder deutlicher in zeuhligen Gefilden. JazzRock spielt keine sehr dominante Rolle mehr. Nirgends könnte das deutlicher werden, als wenn auf der beiliegenden DVD zwischen den „Dark Shot“-Kompositionen plötzlich der Titeltrack des Vorgängeralbums erklingt. Die Kompositionen von „Dark Shot“ stammen von allen Musikern (je zwei Mal Bussonnet, Jeand'heur und Borghi, ein Mal Mac Gaw), klingen aber trotzdem wirklich wie aus einem Guss. Wie eine dunkle, schwere Klangmasse quillen die Tracks aus den Boxen und scheinen den Hörer förmlich einzuhüllen in eine Welt aus repetitiven Rhythmen und Klangmotiven. Irgendwie stoisches Schlagzeugspiel – aber mit grandioser Beckenbehandlung -, grummeliger, bohrender, virtuoser Bass, kreischende, quietschende, jaulende Gitarre wie auch Tasten. Während Bussonnet und Jeand'heur an einem knarzigen Rhythmusteppich stricken und Bussonnet das eine oder andere Kabinettstückchen am Bass abgibt, toben sich Mac Gaw und Borghi solistisch aus. Dabei liegen sie klanglich oftmals derart beieinander, dass sich für mich teilweise erst beim Gucken der DVD enthüllt, wer wann genau soliert. Dabei holt gerade Borghi aus seinem Mini-Equipment – nur ein Fender Rhodes und ein Roland-Synthie – erstaunliche Sounds heraus. Im Neoprog würde man sich ja nicht wundern, aber hier könnte man sagen, Borghi prägt das neue Genre des Space-Zeuhl.

Die Musik auf „Dark Shot“ wirkt gleichermaßen hypnotisch wie unzugänglich und abweisend. Aus diesem Gegensatz entsteht allerdings eine ständig präsente Spannung, die teilweise ins unermessliche gesteigert wird, aber nie wirklich zum Ausbruch kommt. Wie ein brodelnder Vulkan, der schon Rauchzeichen ausstößt, aber die Lava-Eruption bleibt dann doch aus. Dies macht das Album nicht eben leicht zu genießen, nebenbei schon gar nicht, belohnt aber intensives Zuhören – insbesondere mit Kopfhörer – umso mehr. Am ehesten fällt Mac Gaws Komposition "Downwards" etwas aus dem Rahmen, die ordentlich crimsoneskes Flair versprüht.

„Dark Shot“ erscheint als Package CD plus DVD. Die DVD zeigt einen Liveauftritt von One Shot während der Aufnahmen im Januar 2008 im „Le Triton“ (wo ja auch das letzte Deus Ex Machina-Album entstand). Dabei konzentriert sich das Bild auf das Bühnengeschehen und zeigt immer mal wieder das virtuose Werk der Protagonisten in Nahaufnahmen. Der Ton (nur Stereo) kommt klar und satt. Geboten wird größenteils das Album „Dark Shot“ sowie der Titel „Ewaz Vader“ und „Urm“ (von „Vendredi 13“). Schon beeindruckend diesen hervorragenden Musikern auf die Finger gucken zu können. Als Beigaben gibt es noch einen Mitschnitt der Studioarbeit mit dem Track „Blade“, wo man sehen kann, dass das Album sozusagen „live im Studio“ aufgenommen worden ist. Außerdem erklärt James Mac Gaw das Geheimnis seines Verstärkers und es gibt ein – hmmm - „Interview“ mit der Band. Beides muss man gesehen haben, ich habe Tränen gelacht.

Anspieltipp(s): Def MK1, Automate... aber eigentlich alles
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.4.2009
Letzte Änderung: 5.4.2009
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von One Shot

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1999 One Shot 9.50 2
2001 Vendredi 13 11.00 2
2006 Ewaz Vader 10.75 4
2010 reforged 11.00 1
2011 Live In Tokyo 11.00 1

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