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Long Distance Calling

Avoid The Light

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Independent / Alternative; New Artrock
Label: Superball Music
Durchschnittswertung: 7.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

David Jordan Gitarre
Janosch Rathmer Drums
Florian Füntmann Gitarre
Jan Hoffmann Bass
Reimut van Bonn Ambience

Gastmusiker

Jonas Renkse Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Apparitions 12:16
2. Black Paper Planes 7:13
3. 359° 7:51
4. I Know You, Stanley Milgram! 10:20
5. The Nearing Grave 7:42
6. Sundown Highway 9:10
Gesamtlaufzeit54:32


Rezensionen


Von: Michael Büttgen @ (Rezension 1 von 2)


Nach einem Studioalbum und einer Split-EP "090208" mit den Schweizern "Leech", liegt nun mittlerweile das zweite Album der Formation aus Münster in den hiesigen Plattenläden zum Verkauf bereit.

Ein Ladenhüter wird es nicht werden, denn "Avoid The Light" wird vor allem den Liebhabern von gitarrenorientiertem, atmosphärischem Alternative-Rock a la Amplifier, Oceansize oder The Amber Light die Tränen der Begeisterung in die Augen treiben. Einige Kollegen stecken den Sound von Long Distance Calling gern in die Postrock-Ecke, wo sie aber meiner bescheiden Meinung nach nicht ganz hingehören. Zu eingängig und strukturiert klingen die Songs, was natürlich nicht bedeuten muss, dass sie schlecht sind.

Im Gegenteil: Man lässt sich bereitwillig auf die sehr angenehme Musik ein und findet schnell Spaß daran, wenn man diesem Sound zugetan ist. Ganz besonders, wenn man z.B. nachts auf der Autobahn unterwegs ist und eine gute Musikanlage an Bord hat. Dabei wechselt die Stimmung öfter zwischen epischen, ambientartigen Klangsphären und sich mächtig rockend aufbauenden Gitarrenwänden.

Herzstücke des Albums sind das wunderbare, mächtige "I Know You, Stanley Milgram!" und das von Jonas Renkse (Katatonia) gesungene "The Nearing Grave". Und hier wären wir dann auch beim größten Kritikpunkt angekommen. Auf Dauer beginnt der Spaß an den instrumentalen Songs nach und nach abzunehmen. Es passiert dann letztendlich doch zu wenig in den fast 55 Minuten des Albums. Man vermisst eindeutig den Gesang.

Den restlichen Stücken hätte auf jeden Fall so eine kleine individuelle Note ganz gut getan. Fans der o.g. Bands können aber guten Gewissens zugreifen.

Anspieltipp(s): I Know You, Stanley Milgram!, The Nearing Grave
Vergleichbar mit: Amplifier, Oceansize, The Amber Light ohne Gesang
Veröffentlicht am: 18.4.2009
Letzte Änderung: 2.10.2013
Wertung: 8/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 2 von 2)


Immer noch gab es Bands die live unglaublich intensiv und energiegeladen auf das Publikum wirken, im Studio aber stets etwas „bemüht“ klingen. Das war früher schon so beim von mir hoch geschätzten Gitarristen Rory Gallagher, aber auch bei neueren Bands wie Lazuli oder Mostly Autumn. Und leider gilt das auch für LDC. Denn live hab ich sie gesehen, und das war großes Kino.

Es fehlt insgesamt gesehen einfach die Atmosphäre in ihren Studioarbeiten. Wenn man LDC hier mit internationalen Maßstäben misst, dann schneiden die Jungs doch schwächer ab. Da reicht es einfach nicht, denn es entstehen keine magischen Momente auf der CD und Stimmung kommt eben auch keine auf.

Darüber hinaus ist es schwer, fast eine ganze Stunde lang aufmerksam zu bleiben. Wenn jeder Song nur aus einer knappen Handvoll Akkorde besteht und diese wirklich teils endlos bemüht werden, dann ist das schon sehr anstrengend. Auch die Produktion hätte besser sein können. So ist z. Bsp. der einzige Song mit Gesang THE NEARING GRAVE. Da singt als Gast Jonas Renkse von Katatonia. Wer Katatonia kennt, weiß, wie gut Renkse als Sänger ist. Und eben dieser wird weit in den Hintergrund gemischt und teils sogar verfremdet. Wer auf die Idee gekommen ist, sollte sich einen anderen Job suchen.

Das ist zwar jetzt sehr hart formuliert und dürfte die Fans der Band nicht freuen, aber LDC haben hier zu wenig abgeliefert um zu überzeugen. Und die Wechsel von laut und hart auf ruhig finden immer auf die gleiche Weise statt: man hört plötzlich nur noch Bass und dezentes Schlagzeug. Langsam kommen die anderen dann wieder dazu und die Akkorde werden von neuem gespielt. So füllt man ganze CD's mit Musik aus.

Das hat alles wenig mit Progrock zu tun, denn dafür ist es zu leichtgewichtig. Postrock ist es aber eben deshalb auch nicht, denn dafür ist es einfach zu simpel-rockig. Postrock arbeitet doch prinzipiell ohne Songstrukturen, was hier nicht der Fall ist. Für was oder wen stehen LDC denn nun eigentlich hier? Doch eher für Liebhaber von ganz normalem instrumentalem Rock, keinesfalls jedoch für Fans von komplexer Musik.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.5.2016
Letzte Änderung: 26.5.2016
Wertung: 7/15
es fehlt an Abwechslung

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Long Distance Calling

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Satellite Bay 10.00 1
2011 Long Distance Calling 9.67 3
2013 The Flood Inside 10.67 3
2014 Nighthawk 11.00 1
2016 Trips 10.00 3
2018 Boundless 10.00 1

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