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24633 Rezensionen zu 16854 Alben von 6562 Bands.
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Shub Niggurath

Introduction

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009 (Aufnahmen von 1985)
Besonderheiten/Stil: RIO / Avant; Zeuhl
Label: Soleil Zeuhl
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Allain Ballaud Bass
Franck Coulaud Drums
Franck William Fromy Guitars, Percussion
Jean-Luc Hervé Piano, Harmonium
Ann Stewart Voice
Véronique Verdier Trombone

Tracklist

Disc 1
1. Yog-Sothoth 11:27
2. Entresol 5:48
3. Introduction 3:22
4. Barback 15:16
5. In Memoriam 5:22
Gesamtlaufzeit41:15


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Düster! Düster! Genau das ist dieses Album. ... Was Udo zu "Les Morts Vont Vite" schreibt, dem ersten Album von Shub Niggurath, das trifft auch auf "Introduction" zu, dem bisher letzten Lebenszeichen der Band. Oder, das ist eigentlich völlig falsch. "Introduction" war nämlich das erste Lebenszeichen der Gruppe um den inzwischen verstorbenen Allain Ballaud. Das hier gebotene Material wurde schon 1985 aufgenommen, und auf Konzerten als Kassette mit dem Titel "Shub Niggurath" vertrieben. Das Cover der Kassette war eine einfache Schwarzweiszeichnung (siehe das untere der beiden oben gezeigten Abbildungen), die aber schon eine gewisse bedrohliche Düsterniss ausstrahlte; passend zur Musik.

Bei "Introduction" handelt es sich somit um das erste Album von Shub Niggurath, neu verpackt und klanglich auf den neuesten Stand gebracht. Verantwortlich dafür ist wieder einmal Udi Koomran, der sich irgendwann auf die Suche nach einer der äußerst seltenen Kassetten gemacht und das Material remastert hat. Schließlich konnte er auch Alain Lebon von Soleil Zeuhl davon überzeugen (was wohl nicht allzu viel Mühe gekostet hat) das Ganze auf CD zu veröffentlichen. Damit geht endlich ein Wunsch vieler Zeuhl-Afficionados in Erfüllung, die - wie der Rezensent - von der Existenz dieser Aufnahmen wussten, dieselben aber nie zu Ohr bekommen hatten.

Riesige Unterschiede zu den auf "Les Morts Vont Vite" zu findenden Klängen lassen sich nicht ausmachen. Schon 1985 war der typische Sound von Shub Niggurath voll ausgeprägt. Eine Spur roher und sparsamer instrumentiert ist die Musik vielleicht. Getragen, leicht repetitiv, aber intensiv und mächtig schreiten die sinistren Klänge dahin, knurrt Ballauds böser Zeuhl-Bass, knirscht Frank Formys E-Gitarre, soliert die Posaune Veronique Verdiers, begleitet von Jean-Luc Hervé, meist an E-Piano oder Piano. Über allem schwebt der leicht atonale Soprangesang Ann Stewarts. Ab und an steigert sich das Ganze zu infernalischen Höhepunkten, bestimmt von jaulend-verzerrten Gitarreneskapaden, hupenden Posauneneinwürfen, dem profund wütenden Bass und Franck Coulauds ekstatisch bearbeitetem Schlagzeug. Dazwischen eingestreut sind Momente von karger, kristalliner Schönheit, voller schwebender, doch kalter Klänge, die wie kühle Nebelschwaden aus den Boxen kriechen. Wie eine bösartige Version von Magma klingt diese Musik, ohne deren hymnische Momente, träger, schräger ... düsterer.

"Introduction" ist das endlich auf digitalem Tonträger verewigte Debüt einer beeindruckenden Band, der es mit diesem Album gelungen ist eine beängstigend dichte, bedrohlich-machtvolle, gleichzeitig aber auch sakral-gotische Klangwelt aus schwarzen und grauen Tönen zu erschaffen. Wer "Les Morts Vont Vite" schätzt, der kann (muss) hier bedenkenlos zuschlagen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.5.2009
Letzte Änderung: 4.6.2009
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Shub Niggurath

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1986 Les Morts Vont Vite 12.50 2
1991 C'etaient de trés grands vents 10.00 1
2003 Testament 6.50 3

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