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Anderson Ponty Band

aus: USA


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Bemerkungen


Die Geschichte dieser Band beginnt 2013, als Jon Anderson (ex Yes) über den gemeinsamen Freund Michael Lewis Jean Luc Ponty (ex-Mahavishnu Orchestra, ex-Frank Zappa) mit der Bitte kontaktierte, ein Violinsolo zu einem seiner Songs beizusteuern. Dann hatte Anderson die Idee, zu einigen Instrumentalstücken Ponty zu singen. Ponty überzeugte das Ergebnis, und so kam eins zum anderen:

Gleich zu Beginn arbeiteten Anderson und Ponty mit andern Leuten zusammen, darunter besagter Lewis und Jamie Dunlap, aus dem Umfeld Andersons. Die beiden blieben bei der urspünglichen Arbeitsweise: Ponty trug Soli zu Songs von Anderson und einigen Yes-Klassikern bei, Anderson wiederum sang zu Instrumentals Pontys.

Als das Projekt, damals noch unter dem Namen Inventioning, im Frühjahr 2014 öffentlich gemacht wurde, ließ man verlauten, dass man vorhabe, das Ganze als dauerhafte Band zu betreiben.

Die Band umgab allerdings von Anfang an (das für Anderson typische) Chaos:

Zunächst war ein Lineup bestehend aus Anderson, Ponty, Lewis, Dunlap und einigen Mitmusikern Pontys geplant. Dann ließ Anderson verlauten, dass Jordan Rudess (Dream Theater) dabeisei - aber das war mal wieder eines seiner Luftschlösser. Anderson war damit an die Presse gegangen, bevor sich Rudess endgültig entschieden hatte – und er entschied sich dagegen.

Dann wurde Michael Lewis, der immerhin seit 2007 mit Anderson zusammengearbeitet hatte, von diesem auf unschöne Weise übergangen: Kurz nachdem Inventioning zustande gekommen war, schloss man Lewis aus, und Anderson brach daraufhin auch die anderweitige Zusammenarbeit mit ihm ohne weitere Erklärungen ab. Da die Band bald "Anderson Ponty Band" hieß, hat Lewis Inventioning seither alleine weitergeführt. Er plant ein Album namens "Affirmation" und hat bereits eine digitale Single namens "Walking Talking", veröffentlicht - auf der Anderson singt. Auch andere Stücke von Inventioning sind mittlerweile online zu hören, mit und ohne Anderson bzw. Ponty.

Das vorläufig endgültige Lineup der Band war zu diesem Zeitpunkt: Jon Anderson, Jean-Luc Ponty, Baron Browne, Rayford Griffin und Wally Minko (alles langjährige Ponty-Kollegen), sowie Jamie Dunlap, ein Kumpel Andersons.

Die Band probte im September 2014 drei Wochen lang in Aspen, Colorado, wo sie auch erste Auftritte hatte. Diese Auftritte wurden gefilmt, dazu wurde Material für eine "Behind the Scenes"-Doku aufgenommen.

Zur Finanzierung eines Albums startete das Management dann eine Kickstarter-Kampagne. Und hier setzte sich das Chaos fort:

Zunächst hieß es, die APB würde "ein Album aufnehmen", was natürlich sofort an ein Studio-Album denken lässt. Als man darauf aufmerksam wurde, dass das missverständlich sei, wurde die Formulierung geändert. Nun hieß es: "The Anderson Ponty Band will be going into the studio to record a full album’s worth of material. And then we’re also going to record our Aspen show in the form of a live album and DVD."

In einem Interview 2014 sagte Anderson aber dann, dass die Band erst einmal kein Studioalbum ins Auge gefasst habe. Darauf reagierte man bei Kickstarter mit der Formulierung: "If you want a studio album… you’re going to be happy. If you want a live album… you’re going to be happy. If you want BOTH then you’re going to be very very happy."

Im September wurde Anderson dann mit den Worten zitiert, man habe sieben neue Songs geschrieben, die auf einem künftigen Studioalbum zu hören sein würden. Daraufhin musste Ponty im Dezember wieder zurückrudern und sich entschuldigen. Es sei nur die Veröffentlichung eines Live-Konzerts aus Aspen geplant. Die Kickstarter-Kampagne musste sodann eine Rückerstattung für diejenigen anbieten, die sich an der Nase herumgeführt fühlten – und das waren nicht wenige. Im Internet gab es einigen Aufruhr über die Sache, und Betrugsvorwürfe standen im Raum. George Vasilopoulos von APBs Crowdfunding-Agentur RayGun V wies alle Vorwürfe von sich, für die Inhalte der Kampagne seien allein die Band und ihr Management verantwortlich...

Wer auch immer letztlich die Schuld an der Verwirrung trägt, am Ende erbrachte die Kampagne $95,000 von 1234 Unterstützern.

Doch damit war das Chaos nicht beendet. Der Gitarrist Jamie Dunlap, den Anderson mit in die Band gebracht hatte, flog raus, laut Dunlap wegen "creative differences", laut Ponty wegen Terminproblemen. Wie man hört, gab es wohl heftige Streitereien, teilweise wurden die auch auf Facebook dokumentiert. Dunlap wurde durch Pontys Gitarristen Jamie Glaser ersetzt - wodurch aus der Anderson-Ponty-Band letztlich die Jean-Luc-Ponty-Band+Anderson wurde.

Glaser überarbeitete nun die Live-Aufnahmen vom Herbst. Er spielte Gitarre, sang Background-Vocals ein und sandte seine Beiträge als Files übers Netz zu Anderson und Ponty, die für die Produktion des Live-Albums zuständig waren. Dunlaps Beiträge wurden dabei komplett ersetzt.

Nun wird ja jedes Live-Album eines Major Acts hinterher im Studio nachbearbeitet. Dabei werden auch immer Fehler korrigiert. Die Aspen Show ist so gesehen also ein typisches Live-Dokument. Dass Glaser aber die Beiträge eines anderen Musikers nachträglich im Studio vollständig erstzte, ist schon sehr ungewöhnlich. Dazu kommt, dass Glaser berichtete, für die DVD per Green Screen und Split-Screens-Effekt auch optisch in die Aspen-Show integriert worden zu sein, und das klang nun wirklich äußerst seltsam.

Doch auch das war noch nicht alles: Aus dem Team um die Band stiegen immer wieder Leute aus, andere wurde rausgeworfen. Die wartenden Fans bekamen davon zunächst nicht viel mit, außer dass die Band an einem Punkt eine völlig neue Website verpasst bekam. Dann ging Glaser mit immer neuen Infos an die Öffentlichkeit, wies dabei aber darauf hin, dass er verklagt werden könnte, wenn er bestimmte Dinge weitergeben würde.

Im Zusammenhang mit all diesen Problemen verzögerte sich die Arbeit an den Aufnahmen immer weiter, auch wegen neuer gesundheitlicher Probleme Andersons. Statt im Februar 2015 erschien das Album nun erst im September.

Die Band tourte dann ab Herbst 2015.

Ende Juli 2017 ließ Glaser (und nicht etwa Anderson oder Ponty) verlauten, es gebe keine Anderson Ponty Band mehr. Er hat seine Postings auf der Website der Band seither eingestellt. Weitere Veröffentlichungen, eine DVD, eine live-CD oder gar ein Studioalbum, wird es nicht mehr geben.

(Nik Brückner)

Personell verwandte Bands (Pfadfinder)


Anderson, Bruford, Wakeman & Howe; Jon Anderson; Anderson/Stolt; Anderson/Wakeman; Mahavishnu Orchestra; Jean-Luc Ponty; Yes; Frank Zappa

Alle besprochenen Veröffentlichungen von Anderson Ponty Band

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 Better Late Than Never 6.00 2

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