Haboob
Bemerkungen
Haboob nannte der Organist James (Jimmy) Jackson eine kurzlebige Formation, die dieser Ende 1970 zusammen mit William D. Powell (Gitarre) und George Green (Schlagzeug) gegründet hatte. Das Projekt war auf Initiative von Olaf Kübler (Amon Düül II) entstanden, und sollte den Solokarrierestart Jacksons ermöglichen. Alle drei Bandmitglieder waren amerikanische Staatsbürger, die in den 60er Jahren mit der US-Armee nach Deutschland gekommen waren. Jackson verdiente sich bald sein Geld als Musiker im Münchner Tanzschuppen "Tabarin", wo er auf den Bassisten Lothar Meid (Amon Düül II) traf, mit dem zusammen er bald auftrat und der ihn mit den Größen des damaligen Münchner Rockszene bekannt machte. Gastauftritte bei Albumaufnahmen der Düüls und von Embryo waren die Folge (angeblich ist er auch auf dem ersten Album von Tangerine Dream zu hören).
Mit Haboob wollte Jackson dann sein eigenes Projekt starten. Im Frühling 1971 entstand das Debütalbum des Trios, welches noch im selben Jahr auf dem Schallplattenlabel der HörZu veröffentlicht wurde. Die LP lag allerdings wie Blei in den Regalen der Platenläden und Haboob lösten sich bald wieder auf. Jackson blieb ein gefragter Sessionmusiker im Münchner Raum, war u.a. auf Alben von Amon Düül II, Embryo, Utopia zu hören und auf der ersten Scheibe von Passport. 1981 spielte Jackson noch mit Marius Mueller Westernhagen, ehe er weitestgehend von der musikalischen Bildfläche verschwand.
(Achim Breiling)
Personell verwandte Bands (Pfadfinder)
Amon Düül II; Embryo
Alle besprochenen Veröffentlichungen von Haboob
| Jahr |
Titel |
Ø-Wertung |
# Rezis |
| 1971 |
Haboob |
8.00 |
1 |
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