Jazz Q
Bemerkungen
Jazz Q wurde 1964 von Martin Kratochvil (Piano) und Jiri Stivin (Holzblasinstrumente) in Prag gegründet. Die Band, die sich ursprünglich Jazz Q Praha (was für Prager Jazz Quartett stand) nannte, spielte zunächst Bebop und Freejazz, wandte sich dann aber immer mehr elektrifizierten Rockgefilden zu, was sich auch im Ausbau des Tastenarsenals Kratochvils widerspiegelte.
1970 erschien mit "Coniunctio" das erste Album der Band, eingespielt zusammen mit den Musikern von Blue Effect (Modry Efekt). Kurz darauf fiel die Band mit dem Ausscheiden Stivins auseinander. Kratochvil rekrutierte daraufhin neue Musiker, darunter den Gitarristen Lubos Andrst. Das zweite Album der Band - "Pozorovatelna (The Watch Tower)" - erschien 1974.
Danach wechselte die Besetzung der Gruppe häufig. Andrst schloss sich Energit an und wurde durch Frantisek Francl ersetzt. Zeitweilig gehörte auch die englische Sängerin Joan Duggan zur Band. Es entstanden eine Reihe weiterer Alben: "Symbiosis" (1975), "Elegie" (1977), "Zvesti" (1979), "Hodokvas" (1980) und "Hvezdon" (1984), ab "Elegie" unter dem erweiterten Bandnamen Martin Kratochil & Jazz Q. 1991 erschien noch ein Livealbum mit Archivaufnahmen ("Jazz Q Live 1974-75"). Die Band bestand bis Ende der 80er Jahre, ist aber danach immer wieder für Konzerte reaktiviert worden.
2007 erschien bei Supraphon eine 8-CD-Box mit allen Alben der Band (ohne "Coniunctio"), versehen mit Bonusstücken und einer weiteren Archiv-CD mit Studioüberbleibseln.
(Achim Breiling)
Personell verwandte Bands (Pfadfinder)
Bohemia; Energit; Flamengo
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