Andrew Wild
Play On
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Informationen
| Erscheinungsjahr: |
2009 (Buch + DVD) |
| ISBN: |
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| Verlag: |
Twelfth Night |
| Verlagsort: |
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Rezensionen

If music be the food of love, play on... - so lautet der erste Satz aus Shakespeares Komödie "Was ihr wollt", im Original "Twelfth Night". Na dann mal los...
Andrew Glass ist seit den 80ern Twelfth Night Fan und sammelte über Jahre Material für diese Band-Biographie. Die persönlichen Archive der Bandmitglieder standen ihm dabei ebenso zur Verfügung wie die Sammlungen von Fans aus ganz Europa. Wessen Herz also für den Neo-Prog der 80ern im Allgemeinen und für Twelfth Night im Speziellen schlägt, sollte dieses Buch besitzen. Zudem erfährt man hier auch über Liaison, Dagaband, Solstice, Marillion, Pallas, Pendragon, IQ und Konsorten allerlei.
Das Ergebnis, dies vorweg, ist ausgesprochen gelungen. Bei aller Freude möchte ich jedoch darauf hinweisen, dass hier ein Fan seine Helden preist und man von einer objektiven Betrachtung der Band nicht sprechen kann.
Von den ersten Tagen der späteren Bandmitglieder an der Reading University über die Jahre auf der Suche nach kommerziellem Erfolg bis zur aktuellen Wiedervereinigung skizziert Andrew Wild den Weg der Band anhand von Anekdoten und Erinnerungen der beteiligten Personen.
Dass das kommerzielle Scheitern der Band den Mitglieder wirklich auf's Gemüt schlug, zieht sich wie ein roter Fanden durch die Seiten. 1982 sollte das entscheidende Jahr werden: Twelfth Night gehörten zur Speerspitze des neuen Progressive Rock und waren drauf und dran, einen Major-Deal an Land zu ziehen. Doch dann kam das verlockende Angebot, Studiozeit zur Aufnahme eines selbst finanzierten Albums zu erhalten, was angenommen wurde. Anstatt also nun das Jahr auf dem Präsentierteller zu verbringen, zog man sich zurück und nahm "Fact and Fiction" auf. Marillion übernahmen die Rolle von Twelfth Night... Aber dies ist eine andere Geschichte.
Tolkien?s good - but Shakespeare's better - stand auf einem Plakat von Prog-Fans auf dem Reading Festival 1983 zu lesen, auf welchem sowohl Twelfth Night als auch Marillion (plus Pallas, Pendragon und Solstice) auftraten. Aber warum erzähle ich Anekdoten aus dem Buch? Kaufen und lesen!
Fotos spielen auf den Seiten nur eine kleine Rolle, was natürlich gut ist, bleibt so doch mehr Platz für Worte. Aber da es ganz ohne Visuelles bei einer gestenreichen Band wie dieser nicht geht, wird das Buch von einer DVD begleitet, die u.a. Videos zahlreicher Auftritte von Twelfth Night mit ihren zahlreichen Sängern enthält (allein Videomaterial mit Electra fehlt leider). Rares wie ein großer TV Auftritt aus dem Jahre 1982 mit Geoff Mann gibt es zu sehen. Gespielt wurde "East of Eden" und Clive Mitten sinniert dazu, wie die "befreundeten Rivalen" (Pallas, Marillion und der ganze Rest) wohl vergnügt am TV saßen und sich das "Desaster" lachend angesehen haben.
Langer Rede kurzer Sinn: die beiliegende DVD ist ebenfalls ein wahres Fest für den Fan! Es gibt zahlreiche Audiodateien mit teilweise wirklich lohnendem Material. Eine Aufzählung würde den Rahmen sprengen, der Twelfth Night-Fan wird jedoch unmittelbar noch dem Einlegen der DVD nach einem Taschentuch greifen: besagte Videos (u.a. ein Ausschnitt aus ?The Collector?), teilweise unveröffentlichte Stücke, sämtliche Night Moves-Ausgaben (TN-Fanzine) in PDF, Zeitungsartikel satt, illustrierte Songtexte etc. sind Teil der DVD.
If music be the food of love, play on... - nun so sei es, und in der Tat, wir schreiben das Jahr 2010 a. D. und Twelfth Night sind wieder und spielen weiter... und wer weiß, vielleicht folgt gar ein neues Album.
288 Seiten plus DVD
Redaktionsfuzzy Nik nimmt sich ergänzenderweis 'raus, den akustischen/optischen DVD-Inhalt nachzutragen. Viel Spaß beim Weiterlesen!
1. Audio Content
* Für Helene (February 1978) the complete debut performance (bislang unveröffentlicht)
* Scales / Depressing Chords (November 1978) (bislang unveröffentlicht)
* Three Dancers (September 1979) first recordings with Geoff Mann (bislang unveröffentlicht)
* After Office Hours (June 1980)
* Afghan Red (November 1980) (bislang unveröffentlicht)
* Keep The Aspidistra Flying (March 1981)
* Sequences (Spring 1981) Geoff's audition tape (bislang unveröffentlicht)
* After The Eclipse (August 1981) opening number from Reading Festival (bislang unveröffentlicht)
* Makes No Sense (December 1981)
* Art and Illusion (July 1983)
* The Collector (Summer 1983) complete home demo (bislang unveröffentlicht)
* Love Song (March 1984) live at the Marquee with Andy Sears
* CRAB (October 1984) live in Liverpool
* Counterpoint (October 1984) live in Liverpool (bislang unveröffentlicht)
* Instrumental Medley (January 1985) from rehearsal tapes (bislang unveröffentlicht)
* Last Song (January 1985) fab demo (bislang unveröffentlicht)
* White Glass (May 1985) live in Bristol
* Rev's Demo (1985) home demo (bislang unveröffentlicht)
* Sequencer #1 (1985) home demo (bislang unveröffentlicht)
* Rick's Idea 1 (1985) home demo (bislang unveröffentlicht)
* Blondon Fair (June 1986) 7" edit. only previously available on vinyl
* Zootime (October 1987) with Martyn Watson (bislang unveröffentlicht)
* The Ceiling Speaks (November 2007) live in Deptford (bislang unveröffentlicht)
* Kings and Queens (2007) Mark Spencer solo (bislang unveröffentlicht)
* First New Day (May 2008) live in Rotherham (bislang unveröffentlicht)
* Creepshow (May 2008) live in Rotherham (bislang unveröffentlicht)
2. Video Content
* Abacus (Reading, 1980)
* Blues Mellotron (Reading, 1980)
* East to West (Reading, 1981)
* East of Eden (David Essex' Showcase, 1982)
* Fact and Fiction (Reading, 1983)
* The Collector [excerpt] (London, 1983)
* The Ceiling Speaks (London, 1983)
* Human Being (London, 1984)
* Jacobs Sessions
* Blue Powder Monkey (Whistle Test, 1986)
* Love Song (Geoff Mann solo, 1991)
* This City (Andy Sears solo, 2004)
* Love Song (Andy Sears solo, 2007)
* Blondon Fair (Rotherham, 2008)
* We Are Sane (Kingston, 2008)
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