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John Harris

Pink Floyd und Dark Side of the Moon. Die Entstehung eines Meisterwerks

über: Pink Floyd



Pink Floyd und Dark Side of the Moon. Die Entstehung eines Meisterwerks

Informationen

Erscheinungsjahr: 2007 ((englische Originalausgabe von 2005))
ISBN: 978-3-85445-272-0
Verlag: Koch International/Hannibal
Verlagsort: Innsbruck


Rezensionen


Von: Nik Brückner


"Dark Side of the Moon" ist eine jener Platten, die das Universum verändert haben. Viele haben die Scheibe zuhause, kennen die Zahlen und Statistiken: 741 Wochen lang ununterbrochen in den Billboard-Top 200, jeder fünfte Haushalt in England besitzt eine Kopie, was könnte man nicht alles über diese Platte erzählen!

Grund genug für John Harris, diesem Album 200 Seiten zu widmen, in denen er die Vor- Entstehungs- und Wirkungsgeschichte von "Dark Side of the Moon" nachzeichnet. Er beginnt mit den frühen Jahren der damals von Syd Barrett inspirierten Band, führt den Leser dann langsam an die Liveauftritte heran, während derer früh entstandene Teile des Albums gespielt wurden, um sich dann den Aufnahmearbeiten zu widmen. Was das Nachleben des Albums angeht, werden die berühmten Statistiken natürlich nicht ausgelassen, Harris berichtet aber vor allem über die zunehmende Kluft, die nach diesem - und vielleicht auch durch diesen von den Musikern gewissermaßen als nicht zu übertreffenden Endpunkt einer Entwicklung angesehenen - Welterfolg innerhalb der Band entstand. Dabei entsteht der Eindruck einer Gruppe, die sich mühsam von einem ohnehin als unzutreffend, mit der Zeit aber vor allem als verbraucht empfundenen Underground- und Drogenimage zu lösen versucht und deshalb bewusst einen Schritt in einen Rock-Mainstream hinein macht, den sie mit diesem Schritt, mit "Dark Side of the Moon", überhaupt erst entscheidend mitdefiniert, indem sie zeigt, dass auch in solchen sonst eher seichten Gewässern intellektuelle Tiefe ihren Platz haben kann.

Das Buch ist solide, beleuchtet dem mit dem Album und seiner Entstehung nicht allzu Vertrauten alle interessanten Aspekte (frühe Fassungen, die Entstehung des Pompeii-Materials, die Gastmusiker, die Interviews, die zu den berühmten Sprachfetzen zusammengestellt wurden, die persönlichen Verhältnisse) und liest sich auch in der (auffällig in das Wort "ergo" verliebten) deutschen Fassung gut.

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