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Joe Scott

Script for a Jester's Song

über: Marillion



Script for a Jester's Song

Informationen

Erscheinungsjahr: 2011
ISBN: 978-3-00-034732-0
Verlag: Curiosus Verlag
Verlagsort: Tiefenbach


Rezensionen


Von: Günter Schote


"Script for a Jester's Song" ist das Buch eines bayrischen Marillionfans für alle Marillionfans. Der Name des schreibenden Marillionfans ist Joe Scott. Klingt nach 'nem Pseudonym, oder!? Der Inhalt des Buches ist über weite Teile aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Es wird doch nicht... Mit Quellenangabe. Puh, Glück gehabt. Rücktritt ausgeschlossen.

Aber der Reihe nach. Ein Fan schreibt über die Entstehung eines Albums, dass er für das beste Debütalbum überhaupt hält. Ich kann das verstehen, denn ich denke genauso über Script for a Jester's Tear. Als Teenager stolperte er 1985 über Marillion und wurde von jetzt auf sofort Anhänger der Band um Fish. Kenn' ich. Der Stil des Buches ist bodenständig sympathisch. Der Autor schreibt, wie man so schön sagt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Es wird niemals versucht, akademisch zu erklären, wieso, weshalb, warum. Hier ist ein Fan, der seine Gefühle neben die Bandhistorie nebst allerlei Anekdoten stellt. Und dies tut er so mitreißend, dass auch ich sofort in meiner großen Kiste im Keller wühlte, um mal wieder "Skyline Drifter" und "Alice" rauszukramen.

Oben deutete ich bereits an, dass Scott - naturgemäß - reichlich Zitate nutzt; die "klassischen" Marillionbücher "The Script" (Clive Gifford), Mick Walls "Market Square Heroes" und "Separated Out" von Jon Collins werden alle naslang als Quelle angeführt. Dazu gesellen sich Zitate und Anekdoten aus den Marillionfanzines "The Web" (GB) und "Our Script" (das Fanzine des ersten deutschen Fanclubs, namentlich Fritz & Rudys "German Jesters"). Inhaltlich werden die CVs der Bandmitglieder wiedergegeben und auch Ehemalige wie Diz Minnett und Brian Jelliman werden dabei nicht vergessen. Die Evolution Marillions von 1978 bis 1983 sowie die Songs, die während dieser Zeit geschrieben wurden, werden eingehend beleuchtet. Auch hier fällt sehr positiv auf, dass nicht nur die bekannten Gassenhauer, sondern auch auf der Strecke gebliebene Stücke wie "InstitutionWaltz" oder "The Madcap's Embrace" gewürdigt werden. Ja, man erfährt auf 285 Seiten reichlich Interessantes, Vergessenes und Neues.

Eine kleine Bilderserie rundet die Sache gelungen ab. Zwar gibt es größtenteils bekanntes Bildmaterial zu sehen, aber auch Merchandise jener Tage, das wohl nicht jeder Fan zuhause hat, ist enthalten.

Also, alles war recht ist, dieses Buch ist ein Riesenspaß für den alten Marillionfan, der nochmal die frühen Jahre der Band, die in die Produktion von "MSH" und "Script" mündeten, nachvollziehen möchte. Angekündigt sind bereits zwei weitere Teile: die restlichen Jahre mit Fish (also 1983-1988), sowie die Hogarth-Ära. Ich freue mich darauf und wünsche dem Autor Ausdauer, Muse und reichlich Dosenbier im Kühlschrank. Was mich persönlich aber auch freuen würde, ist bei den kommenden zwei Portraits ein professionelleres Lektorat. Auch die Durchsicht des Inhaltes vorab durch mindestens einen weiteren "Eingeweihten" könnte nicht schaden. Trotzdem selbstverständlich eine klare Kaufempfehlung von mir.

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