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Bernward Halbscheffel

Progressive Rock. Die Ernste Musik der Popmusik



Progressive Rock. Die Ernste Musik der Popmusik

Informationen

Erscheinungsjahr: 2012
ISBN: 978-3-943483-00-0
Verlag: Halbscheffel Verlag
Verlagsort: Leipzig


Rezensionen


Von: Ralf J. Günther


Seit Jahrzehnten publiziert Bernward Halbscheffel immer wieder zu Fragen des Progressive Rock. In Deutschland ist er zwar nicht der einzige Musikwissenschaftler, der sich zu diesem musikalischen Phänomen schon geäußert hat, ja, im Herbst 2011 gab es an der Universität Köln sogar eine zweitägige Tagung zu dem Thema. Aber nach Art und Umfang nehmen Halbscheffels Publikationen in Deutschland eine absolute Sonderstellung ein. Und auch im englischsprachigen Raum, wo einschlägige Veröffentlichungen weitaus häufiger erscheinen als hierzulande, sind 648 Seiten über "Prog", wie sie Halbscheffel jetzt vorlegt, kaum einmal zwischen zwei Buchdeckeln zu finden. Wohlgemerkt – es geht um eine Veröffentlichung, die nicht mit Diskographien oder Musikerlebensläufen gefüllt ist, sondern mit musikgeschichtlichen Darstellungen und Analysen. Der Band "Progressive Rock. Die Ernste Musik der Popmusik" enthält das, was man in der Wissenschaft gerne als "Studien" bezeichnet, denn es handelt sich weder um eine klassische Monographie noch um eine bloße Aufsatzsammlung. Der Verfasser nähert sich seinem Thema vielmehr mit unterschiedlichen Methoden und unter ganz unterschiedlichen Blickwinkeln.

Am Anfang steht eine ausführliche Überlegung zum Begriff "Progressive Rock", dann folgt eine "kurze Geschichte" des Progs. So überaus kurz ist sie allerdings mit knapp 80 Seiten gar nicht, zumal der Autor mehrere Sonderkapitel anschließt, die sich bestimmten historischen Einzelaspekten widmen, wie etwa "Konzeptalben", "Studio" oder "Adaptionen". Besonders bemerkenswert ist der Abschnitt "Der anhaltende Ton": Hier wird erläutert, wie die Rockmusik zur Mischklangmusik werden konnte, obwohl sie ihre Wurzeln eher im "Spaltklang" hat. Sprich: Sie kam ursprünglich aus einer Welt wenig miteinander verschmelzender Sounds, die vornehmlich auf Zupf- und Schlaginstrumenten mit sehr kurzen Tondauern hervorgebracht wurden.

Weit über 200 Seiten von Halbscheffels Buch nehmen die Analysen einzelner Protoprog- und Progstücke ein. Den Beatles gilt als Wegbereitern besondere Aufmerksamkeit. Was die Progklassiker angeht, so liegen "Tarkus" (ELP), "Close to the Edge" (Yes), "Thick as a Brick" (Jethro Tull), "Supper´s Ready" (Genesis), "Starless" (King Crimson) und "Knots" (Gentle Giant) auf dem Seziertisch. Teilweise kann Halbscheffel dabei auf Vorarbeiten aus dem angelsächsischen Raum zurückgreifen, was den angenehmen Nebeneffekt hat, dass viele der dort bereits geäußerten Gedanken nun endlich auch einmal in den deutschen Sprachraum transferiert und durch weitere Überlegungen ergänzt werden. Analysen finden sich aber auch vorher schon in dem Buch, insbesondere in den Abschnitten "Adaptionen" und "Orchester", wobei Halbscheffel hier auch Ergebnisse seiner eigenen Doktorarbeit einfließen lässt.

Ein Aspekt an Halbscheffels Analysen scheint mir besonders hervorhebenswert: Viele (zuweilen auch auf den Babyblauen Seiten) optimistisch vorgenommene Zuschreibungen von Taktarten an bestimmte Progstücke (bzw. Passagen daraus) sind oft eher "Lesarten", die andere Lesarten nicht ausschließen. Denn die musikalische Notation stößt schnell an ihre Grenzen, wenn es darum geht Musik aufzuschreiben, die von den Machern selbst nie auf Papier konzipiert wurde. Halbscheffel arbeitet daher auch nicht nur mit Transkriptionen in die herkömmliche Notenschrift, sondern mehrfach mit sogenannten "Sonagrammen", die das übliche, in einer Transkription gewonnene Notenbild bisweilen in Frage stellen können.

Das Buch setzt mit mehreren Miszellen fort, das heißt Kurzbeiträgen zu Themen wie "Kontrapunkt", "Virtuose" oder "Canterbury", also zu sehr disparaten Fragen. Dabei knüpft es im Abschnitt "Avantgarde-Rock" an Gedanken an, die ähnlich schon von Tibor Kneif in den 1970er Jahren geäußert wurden. Leider wird in dem kurzen Kapitel aber der spätere Schlussgedanke von Halbscheffels Buch nicht näher ausgeführt, nämlich dass im Zeitalter totaler Verfügbarkeit von Musik sogenannter "Fortschritt" mehr oder weniger unkenntlich wird. Avantgarde ist nur noch eine Stimme von vielen, und die Frage ob Rock überhaupt avantgardistisch sein kann oder gar sollte, verliert damit ohne Zweifel noch mehr an Bedeutung. (Sie wurde eh schon immer überschätzt.) Das abschließende Kapitel, das schlicht "Progressive Rock" heißt, versucht sich ansonsten an einer vorsichtigen Zusammenfassung des Bandes, nicht aber an der Formulierung knallhart auf den Punkt zu bringender Ergebnisse, die es bei einem Thema voll loser Enden ohnehin nicht geben kann. Wer also hofft, die Lektüre des schwergewichtigen Bandes durch das bloße Lesen des Schlusskapitels ersetzen zu können, der hofft leider vergeblich.

Halbscheffels Schwerpunkt liegt auf dem, was wir auf den BBS gerne als "klassischen Prog" bezeichnen. Natürlich würde man sich wünschen, dass der Blickwinkel stärker erweitert werden könnte. Es wäre aber ziemlich wohlfeil, einem Autor nach 648 Seiten vorzuwerfen, dass er sein Thema nicht ausgereizt hätte. Der "Prog" würde in all seinen Facetten vermutlich auch nicht auf 6.000 Seiten passen – vor allem, wenn es nicht nur um die Breite, sondern auch um die Tiefe der Darstellung geht. Dass sich auch bei Halbscheffel Fehler und Versäumnisse finden, darf man trotzdem erwähnen. Es ist zum Beispiel bedauerlich, dass im Zusammenhang mit Jon Lord nicht auf die Arbeit von Horst Herold hingewiesen wird. Denn angesichts der insgesamt sehr wenigen wissenschaftlichen Prog-Publikationen in Deutschland sollte man jede Gelegenheit zur gegenseitigen Kenntnisnahme und Erörterung nutzen, wie mir scheint. Nur so lässt sich der "Diskurs" anregen. Kritisieren muss man auch das eigenartig geordnete oder vielmehr ungeordnete Literaturverzeichnis. Das gute alte alphabetische Prinzip sollte man nicht gar so radikal ignorieren.

Das größte Rätsel gibt Halbscheffel dem Leser merkwürdigerweise mit dem Titel seines Buches auf, und zwar deshalb, weil er zu diesem Titel selbst kaum Stellung bezieht. Im Schlusskapitel (und auch zuvor schon) ist zwar die Rede davon, dass Prog eine "ernste Musik" sei, weil sie in der Regel nicht ironisch daherkomme. Doch im gängigen Sprachgebrauch ist "ernste Musik" ja nicht das Gegenteil von humorvoller, sondern von unterhaltender Musik. Anders: Im Gegensatz zur leichten Muse, die sich auf die leichte Schulter nehmen lässt, soll die ernste Musik ernst genommen werden. Hier fehlen mir ausführlichere Überlegungen – oder der Leser soll nach den vielen Analysen des Buches selbst auf den Gedanken kommen, dass der Progressive Rock in Teilen durchaus ernst zu nehmen sei, was dann vielleicht auch eine nette Adresse an die Musikwissenschaft insgesamt wäre.

Allerdings hat Halbscheffel die Unterscheidung zwischen "U" und "E" in seinem Lexikon Progressive Rock selbst als dilettantisch bezeichnet. Und außerdem scheint mir die Behauptung, dass Prog nur am Rande zur Ironie neige, etwas problematisch. Denn das trifft nicht einmal auf eine so gravitätische Band wie Genesis zu. Im Übrigen finden sich in Halbscheffels Buch selbst zahlreiche Gegenbeispiele – von Zappa bis Jethro Tull. Thick as a Brick ist durch Humor initiiert, und als opus magnum des Progs definiert es damit einen wichtigen Aspekt des Genres. Tausend humorlos-tiefsinnige Electronic- und Neoprog-Veröffentlichungen können das nicht ändern. (Und selbst IQ-Konzerte sind zum Teil ausgesprochen humoristische Veranstaltungen.)

Mit Einwänden soll diese Rezension aber nicht enden. Viel spannender sind die positiven Aspekte von Halbscheffels Buch. Dazu gehört, dass der Verfasser mehrfach die völlig abwegige, aber trotzdem immer wieder zu hörende Theorie kritisiert, wonach der Punk den Progressive Rock Mitte der 70er Jahre gewissermaßen stillgelegt hätte. In dieser Behauptung hat nie viel mehr gesteckt als journalistisches Wunschdenken beziehungsweise journalistische Wichtigtuerei, und es ist sehr angenehm, die Gegenargumente hier einmal ausführlich versammelt zu finden. Das weitaus Positivste an Halbscheffels Publikation ist aber ihre Reichhaltigkeit. Hier liegt ein Buch vor, das sich nicht mal eben auslesen lässt, sondern ein Band, zu dem man immer wieder greifen kann, um Hintergrundinformationen zu finden, eigene Gedanken zu überprüfen, Einordnungen vorzunehmen – und nicht zuletzt nach neuen Anregungen zu stöbern. Der Band ist das krasse Gegenteil all der Dünnblütigkeit und des elenden Gefasels, das in vielen Jahrzehnten zum Thema Rock schon auf Papier gedruckt wurde (übrigens auch was die wissenschaftliche Literatur zum Thema „Pop und Rock“ angeht, die zuweilen unglaublich dürftige Kenntnisse verrät.) Vor allem rückt Halbscheffel die Musik in den Vordergrund, während das Thema anderswo schon allzu oft vor allem als Projektionsfläche für lahmes Soziologisieren verwendet wurde. Man muss dieses Buch nicht lesen, wenn man Progrock hören will. Aber man ist selber schuld, wenn man es nicht tut.

Nachtrag im April 2013:

Der Band ist in seiner ersten kleinen Auflage bereits ausverkauft. Mittlerweile gibt es einen durchgesehenen Nachdruck, in dem einige Versehen und Druckfehler beseitigt wurden. Das Literaturverzeichnis ist neu geordnet worden.

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Von: Nik Brückner


Bernward Halbscheffel ist seit Jahrzehnten einer der bedeutendsten Prog-Forscher in diesem Land und er wäre es auch, wenn es angesehen von ihm noch andere gäbe. Die wenigen Arbeiten zu diesem Thema, die hierzulande nicht von ihm stammen, fallen jedenfalls nicht etwa wegen mangelnder Qualität, sondern vielmehr wegen ihrer zahlenmäßigen Dürftigkeit auf. Insofern ist jede Publikation, die mehr als ein paar Gramm auf die Waage bringt - und das tut auch Halbscheffels neuste Publikation wieder - zumindest schon mal eine Aufforderung, es ihr gleichzutun.

"Progressive Rock. Die Ernste Musik der Popmusik" ist aber nicht nur schwer an Gewicht, sondern auch an Gehalt. Und da dieser Tage eine Neuauflage erscheint und ich - endlich! - durch bin mit der ersten, will ich jetzt auch mal ein paar Worte zu diesem Band verlieren.

Diverse Tippfehler wurden korrigiert und das Literaturverzeichnis wurde alphabetisch nach Verfassern geordnet, inhaltlich wurde jedoch kaum etwas verändert, sodass ich dankenswerterweise nicht noch einen 650seiter lesen musste...

Der, den ich gelesen habe, hat es allerdings in sich. Halbscheffel ist hervorragend in sein Thema eingearbeitet, er hat nicht nur die neusten Fachpublikationen zum Thema gelesen, sondern ist offenbar auch, wie der Schreiber dieser Zeilen, Abonnent der hervorragenden englischsprachigen Zeitschrift "Prog" - und vielleicht ja sogar BBS-Leser. Wer weiß?. Das Buch ist in jedem Fall up to date, etwas das für frühere Veröffentlichungen Halbscheffels nicht immer durchwegs galt. Und so werden neben neueren musikologischen Erkenntnissen auch moderne Progbands rezipiert: Spock's Beard, Porcupine Tree und die Flower Kings fehlen selbstverständlich nicht, aber auch aktuelle Bands wie Unitopia oder Trail of the Dead werden erwähnt.

Dazu kommt, dass Halbscheffel sich in Bestform präsentiert. Sein Urteil ist wie immer scharf, aber treffsicher. Es kann schon sehr begeistern, wenn man liest, dass Tony Banks' berühmtes Keyboardsolo in "Supper's ready" aus "Spielfiguren aus dem Klavierunterricht" zusammengebaut ist - nicht weil man Genesis vielleicht nicht mag, sondern weil es stimmt. Dem entsprechend geht er auch mit der offensiven Unbedarftheit manchen Hörers ins Gericht und bemängelt die Haltung, Musik sei "eine Sache des Gefühls, wo der Verstand nur als Hindernis im Wege stehen kann". Nun, Halbscheffel steht sein Verstand definitiv nicht als Hindernis im Wege, und das ist vielleicht das wichtigste, was man an diesem Buch an Positivem hervorheben kann. Ein klares Urteil, klar begründet und klar vorgetragen - was könnte mehr Vergnügen bereiten als das!

Doch Halbscheffel bleibt auch in anderer Hinsicht er selbst, und das zeigt sich in einer gewissen Schräglast seines Buches: Halbscheffels großes Thema war schon immer der (ja weitgehend von den Rockmusikern mit ein wenig Gewalt hergestellte) Überschneidungsbereich zwischen Rock und Klassik. Dies hat sich auch hier nicht geändert. Vom Kapitel übder den anhaltenden Ton bis weit in das Analysekapitel hinein hat man das Gefühl, dass die entsprechenden Crossover-Phänomene im Mittelpunkt des Interesses stehen. Dass der Prog als postmoderne Musik Einflüsse aus allen möglichen Musiken aufgegriffen hat, bleibt auf diese Weise ein bisschen unterbelichtet. Die Bezüge zum Jazz, etwa bei King Crimson oder der Canterbury-Szene, werden weit weniger in den Fokus gerückt, ebenso die Einflüsse aus Folk oder Funk. Und auch was die Klassikbezüge angeht, so ist der Blick immer noch ein wenig eigenwillig. Breznev Fun Club, Isildur's Bane wären interessant, und auch Bands aus Subgenres wie Zeuhl oder RIO, von Univers Zero über Julverne oder Opus Avantra bis hin zu Rational Diet haben durchaus auch Einflüsse aus klassischen Musiken aufgegriffen, aber eben aus ganz anderen als etwa Yes, Genesis oder ELP. Doch diese Genres werden kaum einmal erwähnt, gleiches gilt für den Progmetal, der seit den späten 80ern eine immense Entwicklung durchgemacht hat (und nebenbei vermutlich die kommerziell erfolgreichste Spielart des Prog darstellt).

Das mag daran liegen, dass Halbscheffel sich, so aktuell er sich doch immer wieder präsentiert, vor allem auf die Frühzeit des Prog konzentriert. Dies kommt am besten in der Auswahl seiner Analyseobjekte zum Ausdruck. Es finden sich: "Yesterday", "In my Life", "Strawberry Fields forever", "A Day in the Life" (The Beatles), "A whiter shade of pale" (Procol Harum), "Good Vibrations" (The Beach Boys), "Ballet for a girl in Buchannon" (Chicago), "Tarkus" (ELP), "Close to the Edge" (Yes), "Thick as a brick" (Jethro Tull), "Supper's ready" (Genesis), "Knots" (Gentle Giant) und "Starless" (King Crimson), und damit kein Stück Musik, das jünger ist als etwa 40 Jahre. Und auch wenn in einem Kapitel namens "Prog nach Prog" noch eine Handvoll Analysen jüngerer Musik folgt, so zeigt sich hierin jener Mangel, der der gesamten Progliteratur seit Jahren anhaftet: die Konzentration auf das erste Jahrzehnt, ja das erste Jahrfünft des Genres. Allein der Retroprog hätte da schon eine ganze Reihe lohnender Studienobjekte zu bieten, Spock's Beards "The Great Nothing" etwa oder Transatlantics "My New World". An solchen Beispielen könnte man auch schön zeigen, wie Retrophänomene in der Rockmusik funktionieren. Durch seine Auswahl kann Halbscheffel also zwar wunderbar zeigen, wie sich der Prog aus seinen Vorstufen herausentwickelt hat, nicht so gut allerdings, wie er sich seither entwickelt hat.

Vielleicht könnte man solche Schlagseiten ein wenig ausgleichen, wenn man den eigenen Blickpunkt etwas schärfen würde. Einer postmodernen Musik wie dem Progressive Rock wäre ein gleichermaßen postmoderner Ansatz sicherlich nicht unangemessen. In diesem Rahmen könnte man den eigenen Standpunkt relativieren und reflektieren, ohne ihn zugunsten irgendeiner (womöglich wenig interessanten) Methodologie aufgeben zu müssen. Die Fragen, die Halbscheffel umtreiben, Fragen nach dem Verhältmis von Stil und Methode, Genre und Geschichte, Epoche und Stil, könnte man auf diese Weise nochmal unter einem ganz anderen Licht beleuchten. Dies wäre umso interessanter, als es in dieser Richtung zum Prog noch sehr wenig zu lesen gibt. Vieles ist noch zu sehr auf die Geschichte des Genres fixiert und reflektiert es zu wenig als Stil. Ein Kandidat dafür ist sicher Bernward Halbscheffel, weil er in dieser Richtung spätestens mit diesem Buch sehr weit vorgedrungen ist. Und so wie ich ihn einschätze, hat er sein letztes Wort zum Prog noch nicht gesprochen.

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