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David Rees & Martin Webb

The A New Day Tapes Vol. 1

über: Jethro Tull



The A New Day Tapes Vol. 1

Informationen

Erscheinungsjahr: 2012
ISBN: 978-0-9573533-0-5
Verlag: A New Day
Verlagsort:


Rezensionen


Von: Günter Schote


David Rees ist ein Jethro Tull Fan, der sich Mitte der 80er immer mehr darüber ärgerte, dass seine Lieblingsband kaum noch mediale Beachtung fand. Es dämmerte ihm, dass der Fan das Zusammentragen von Informationen rund um Tull selbst in die Hand nehmen muss oder darauf zu verzichten hat. Um die Zeit zu überbrücken, bis sich diese/r Fan/s gefunden hatte/n, stellte er selbst ein erstes Fanzine über seine Helden zusammen. Verwundert und erfreut über den Erfolg, den sein fotokopiertes Heftchen mit dem Namen A New Day hatte, beschloss Rees erstmal weiterzumachen. Mit Martin Webb stieß ein weiterer Tull-Maniac zu „A New Day“, das bis heute eine der ersten Anlaufstellen für Tull-Fans weltweit darstellt. Was die Macher nicht erwarteten, war, dass Ian Anderson von Beginn an ein Auge auf das Projekt geworfen hatte.

Im Dezember 1985 erschien die erste Ausgabe des Fanzines und beinhaltete ein Interview mit dem damaligen Tull-Bassisten Dave Pegg. Dies war dann auch so etwas wie die Blaupause für die folgenden Ausgaben, in deren Mittelpunkt stets ein Interview mit einem der zahlreichen Musiker, Mitstreiter und sonstige Ehemalige aus dem Tull-Umfeld stand und steht. Bereits in Ausgabe 4 stellte sich Ian Anderson höchst selbst für ein ausführliches Gespräch zur Verfügung.

Die enthaltenen Interviews selbst sind selbstverständlich unterschiedlichster Natur. Da gibt es solche, die ausschließlich die Vergangenheit aufarbeiten (Mick Abrahams oder The John Evan Band), andere, die aktuelle Veröffentlichungen abhandeln und jene, die Privates abfragen. Last, not least gibt es auch noch ganz andere, wie jenes von „Gast-Schreiber“ Doane Perry der als zu jenem Zeitpunkt aktueller Tull-Schlagzeuger den ehemaligen Tull-Drummer Marck Craney interviewte. Nicht zuletzt solche Unterstützung zeigt die Aktzepanz, die das Magazine im Tull-Umfeld genießt.

Für wen lohnt sich dieses Buch? Klare Antwort: für Tull-Fans, die alles über ihre Band wissen müssen. Viele der Interviews sind sehr an die Zeit gebunden, in denen sie entstanden sind. (Wer die Geschichte der Band studieren möchte, dem sei eher Brian Rabeys „A Passion Play“ empfohlen. Aber dazu in Kürze mehr an anderer Stelle…)

2012 fassten die beiden Macher die ersten 10 Jahre „A New Day“-Interviews in dem Buch „The New Day Tapes“ zusammen. Das Vorwort kommt natürlich von Anderson selbst. Ein zweiter Band, der die folgenden Jahre abdeckte, folgte 2014. Was Ian Anderson laut eigener Aussage an dem Magazine beeindruckte, war der stets kritische Blick auf das Schaffen der Band und deren Mitglieder. Rees und Webb lieferten keine unreflektierten Jubelarien, sondern einen nüchternen Blick auf das Schaffen der Band. So war es dann auch Andersons Vorschlag, dass sich David Rees an eine Band-Bio versuchten, die 1998 erschien: Minstrels in the Gallery.

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