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Robin Platts

Genesis. Behind the Lines 1967 - 2007

über: Genesis



Genesis. Behind the Lines 1967 - 2007

Informationen

Erscheinungsjahr: 2007
ISBN: 9781894959674
Verlag: Collector's Guide Publishing
Verlagsort: Burlington


Rezensionen


Von: Nik Brückner


Über Genesis gibt es sehr viele Bücher, mehr als über die meisten Bands, über die wir hier auf den Babyblauen Seiten berichten. Die meisten davon sind Jubelbiographien und nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind.

Robin Platts ist Musikjournalist, und damit ebenfalls einer, der weiß, wie man gefällt - sei es der Band oder den Lesern. Schaut man in die Acknowledgements von "Behind the Lines", dann ist es erfreulich, mit wie vielen Leuten rund um Genesis er gesprochen hat: von Chris Stewart bis Daryl Stuermer, von Richard MacPhail bis Nick Davis - die fünf großen Namen fehlen allerdings. Ein gutes Zeichen...

Und tatsächlich schafft es Platts, eine, wenn auch nicht besonders kritische, so doch ausgewogene Biographie zu schreiben. Hier ziehen nicht Helden von einem Erfolg zum nächsten, es werden vielmehr Fakten präsentiert und hin und wieder kritisch beleuchtet. Jonathan King, Steve Hackett, Tony Banks, John Silver, John Mayhew oder Ray Wilson kommen nicht durchweg gut weg, gleiches gilt für viele Songs - und sogar für Genesis selbst, die für ihre Alben nach "Duke" von Platts nicht gerade gelobt werden.

Auf der anderen Seite ist "Behind the Lines" nun einmal in allerster Linie eine Bandbiographie, eine mit 180 Seiten kurze zudem, viel Platz für kritische Bemerkungen bleibt da nicht. Dafür sind die Fakten umso interessanter. Wir erfahren, wie groß das Budget für "Selling England by the Pound" war, wie "The Battle of Epping Forest" ausgestopft wurde (oder "The Lamb lies down on Broadway"), wie das mit der Steuererhöhung Mitte der 70er genau war, die die Bands aus dem Land getrieben hat, wie Genesis "Match of the Day" und "Me and Virgil" finden, oder wie die Band in den 80ern im Studio gearbeitet hat.

Schön ist, dass auch die Solokarrieren der Genesis-Mitglieder bedacht werden, wenn auch nur kurz - der Focus liegt nun einmal bei der Stammband.

Ein paar Fehler sind zwar auch enthalten, aber viele sind es nicht. Dave Stewart von den Eurythmics hat nie in Bill Brufords Band gespielt. Eigentlich nicht so schwer rauszukriegen.

Die 150 Seiten Bandgeschichte werden ergänzt durch einige Diskographien, darunter auch eine Liste von Solo-Alben, allerdings nur "ausgewählter" Solo-Alben, was immer das heißen mag, sowie eine Liste ebenso ausgewählter Bootlegs.

"Behind the Lines" ist eine der wenigen wirklich guten Genesis-Biographien, sie ist allerdings kurz und daher zwar angenehm zu lesen, aber über einige Punkten wüsste man dann halt eben gern ein bisschen genauer Bescheid. Na, dafür gibt es ja andere Bücher.

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