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Kevin Quinn

UK 1977-2015

über: UK



UK 1977-2015

Informationen

Erscheinungsjahr: 2015
ISBN:
Verlag: Selbstverlag
Verlagsort:


Rezensionen


Von: Nik Brückner


Eddie Jobson, John Wetton, Allan Holdsworth, Bill Bruford, Terry Bozzio, Alex Machacek, Marco Minnemann, Gary Husband, Virgil Donati, Mike Mangini.

Wenn das keine großen Namen sind.

Die Band dazu? UK.

Nach dem Ende von King Crimson wurden John Wetton und Bill Bruford immer wieder gefragt, ob es eine Chance gebe, dass sich die Band wieder zusammentut. Und so nahmen die beiden Kontakt miteinander auf. Zunächst versuchten sie, gemeinsam mit dem Keyboarder Rick Wakeman eine Band auf die Beine zu stellen, dies scheiterte jedoch an vertraglichen Problemen mit Wakemans Plattenfirma. Die drei schrieben sogar einige Stücke zusammen (z. B. "Beelzebub", "Back to the Beginning", "Paper Talk"), die sich später dann auf Soloalben von Bill Bruford und John Wetton wiederfanden.

Tatsächlich gab es die Chance einer Wiedervereinigung von King Crimson: Robert Fripp überlegte 1977, ob er mit Wetton, Bruford und dem Keyboarder/Violionisten Eddie Jobson, der auf King Crimsons "USA" zu hören ist, eine Band namens "The League of Gentlemen" gründen solle. Eine Tour mit Peter Gabriel zeigte ihm dann aber, dass er noch nicht so weit war, auf die Bühnen der Welt zurückzukehren, und Jobson, Wetton und Bruford blieben zu dritt auf der Strecke.

Die drei einigten sich dann darauf, unter dem Namen "Alaska" weiterzumachen. Bruford holte den Gitarristen Allan Holdsworth in die Band, einen der gefragtesten Fusionmusiker seiner Zeit. Letztendlich entschied man, unter dem Namen "UK" zu starten. Der Rest ist Prog-Geschichte: Die drei Alben der Band zählen zu den späten Meilensteinen des Genres.

Kevin Quinn hat, offenbar im Auftrag Jobsons, ein Buch über die Band geschrieben. Oder sagen wir, ein Büchlein. 65 Seiten im überdimensionalen Querformat. Daraus kann man schon schließen, dass es hier mehr um Fotos geht, als um einen tiefschürfenden Text. Und tatsächlich hat man nach der höchstens eine halbe Stunde währenden Lektüre eher das Gefühl, ein Bilderbuch angeschaut zu haben: Links ist immer ein großformatiges Foto, rechts ein bisschen Text, nie mehr als ein paar Zeilen, dazu auch noch auf Japanisch und Englisch.

Was dort steht, ist okay, aber nicht mehr als oberflächlich. Tiefe Einblicke gibt es kaum, Streitigkeiten werden ganz ausgeblendet. Der größte Mangel ist, dass der gescheiterte Wiedervereinigungsversuch in den 1990er Jahren vollkommen fehlt: Damals plante Eddie Jobson eine Neuauflage von U. K. und ein neues Studioalbum namens "Legacy", in der Besetzung Jobson, Bruford, Wetton, mit Gastmusikern wie Allan Holdsworth, Robert Fripp, Tony Levin, Francis Dunnery und Steve Hackett. Jobson baute zudem das Prager Philharmonische Orchester und den bulgarischen Frauenchor Angelite mit ein, mit denen er zu dieser Zeit zusammenarbeitete. Dieses Album wurde 1999 sogar eingespielt, Wetton verließ das Projekt jedoch bald und wurde durch Aaron Lippert ersetzt. In der Folge ließ Bruford seine Beiträge löschen. Eine Neueinspielung als Soloalbum Jobsons scheiterte in der Folge an den inzwischen unentwirrbaren Eigentumsrechten. Immerhin erschienen fünf Stücke später auf den Alben "Voices of Life" von Angelite ("Nov Den/A New Day", "Utopia" und "Zavesata Pada/The Curtain Falls") und "Icon II: Rubicon" von Wetton/Downes ("The Glory of Winning" und "Tears of Joy").

All diese Verwicklungen spart "UK 1977-2015" aus, womit klar ist, dass wir es hier mit einer jener Jubelbiografien zu tun haben, die den Ruhm von Bands vermehren sollen, aber kaum etwas zu Aufarbeitung ihrer Geschichte beitragen können. Solange es nichts besseres gibt, ist dieses Buch dasjenige, das der Fan lesen sollte, das Standardwerk zu "UK" muss aber noch geschrieben werden.

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