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Edgar Froese

Tangerine Dream. Force Majeure

über: Tangerine Dream



Tangerine Dream. Force Majeure

Informationen

Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-00-056524-3
Verlag: Eastgate Music & Arts
Verlagsort: Berlin


Rezensionen


Von: Christian Rode


Die lang angekündigte Tangerine Dream-Autobiographie des am 20. Januar 2015 verstorbenen Edgar Froese ist im Oktober 2017 endlich erschienen. Ich hatte das gute Stück bereits im Februar 2014 vorbestellt. Damals hieß es, das Buch solle noch im Laufe des Jahres erscheinen, aber das nahe Ende Froeses und die schwierige Überarbeitung durch seine Frau Bianca nahm sehr viel Zeit in Anspruch. Was lange währt…

Herausgekommen ist ei gbn dicker Wälzer von fast 400 Seiten Umfang im Großformat mit festem, kartoniertem Einband. Wenn man es liest, merkt man allerdings auch, dass der zu frühe Tod Froeses eine vollständige Biographie verunmöglicht hat. Bianca Froese-Aquaye hat zwar versucht, vieles in einen Fluss zu bringen, aber man stellt doch fest, dass es aus noch unfertigen Fragmenten zusammengestückelt worden ist. Besonders deutlich wird dies dort, wo ganze Zeitabschnitte fehlen. Dies betrifft v.a. die erste Hälfte der 70er Jahre, was für den Fan besonders bedauerlich ist, da hier eine Beleuchtung des Zeitabschnittes fehlt, in dem die kosmisch-krautigen Alben Alpha Centauri, Zeit und Atem entstanden. Daneben fehlen die letzten 25 Jahre von Froeses Leben, d.h. alles, was nach 1990 kam. Ein wenig wird zwar angerissen, aber nicht im Charakter der Autobiographie geschrieben.

Dennoch ist Froeses Autobiographie ein Füllhorn an sehr detaillierten Erinnerungen an sein Leben mit Tangerine Dream gemischt mit Betrachtungen über das Leben und die Musik im Allgemeinen. Autobiographisches vor Tangerine Dream findet sich fast nicht. Das Buch beginnt mit einem leicht surrealistisch, atmosphärisch dicht erzählten Besuch einer Party bei Salvador Dali Mitte der 60er Jahre. Die Abschnitte des Buches weisen dabei keinen wirklich einheitlichen Stil auf. Es liest sich mehr wie eine Art Patchwork oder Mosaik, allerdings in weitgehend chronologischer Folge. Ein langer Abschnitt widmet sich auch Froeses Begegnung mit David Bowie im Berlin der 70er Jahre. Dies dürfte auch für Bowie-Fans spannend zu lesen sein. Frose wartet in allen Kapiteln mit einer ungeheuren Lebendigkeit der Erzählung und einer erstaunlichen Detailliertheit an Informationen auf. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Froese stets ausführlich Tagebuch geführt hat und dadurch viel an Erinnerung erhalten geblieben ist.

Ergänzt wurde die Künstler-Biographie Froeses durch postum erstellte Würdigungen mehr oder minder prominenter Kollegen wie Jean-Michel Jarre, Volker Schlöndorff, Peter Baumann, Paul Haslinger u.a.

Die erste Ausgabe des Buches enthält eine Großpostkarte von Edgar Froese, ein Lesezeichen von Edgar Froese sowie die vollständige Tangerine Dream-Kompilations-CD "Light Flux", die auch separat erhältlich ist. Dem Leser Gerd danke ich für den Hinweis, dass zumindest frühe Bestellungen danach noch die abgespeckte Version der CD enthalten.

Das Buch ist in einer deutsch- und einer englischsprachigen Version erschienen.

Tangerine Dream. Force Majeure. Die Autobiographie. Geschrieben und zusammengestellt von Edgar Froese. Add-ons von Bianca Froese-Aquaye. 394 Seiten, inkl. 42 Seiten Fotos. Eastgate Music & Arts. Berlin. 2017

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