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Dag Erik Asbjørnsen

Scented Gardens Of The Mind



Scented Gardens Of The Mind

Informationen

Erscheinungsjahr: 2000
ISBN: 1-899855-12-2
Verlag: Borderline Productions
Verlagsort: Wolverhampton, England


Rezensionen


Von: Horst Straske


Mit "Scented Gardens Of The Mind" legte der Norweger Dag Erik Asbjørnsen ein sehr umfassendes Nachschlagewerk über den europäischen Progressive Rock der 70er Jahre vor. Die späten 60er Jahre werden dabei aber auch nicht unterschlagen. Somit läuft das Buch unter dem Untertitel "A guide to the golden era of progressive rock (1968 - 1980) in more than 20 European countries". Das Buch kann man ohne Übertreibung als eine Enzyklopädie bezeichnen, da es äusserst umfangreich ist. Auf 548 Seiten wird im großzügigen DIN A 4 Format ein wahrhaft detaillierter Überblick über die damalige europäische Szenen geboten. Beim ersten Durchblättern fällt jedoch auf, dass Grossbritannien und Deutschland gänzlich fehlen. Das ausführliche Vorwort weist darauf hin, dass im Fall dieser beiden Länder eigene Bücher namens "Tapestry Of Delights" und "Cosmic Dreams At Play" erschienen sind, welche sich ausschließlich auf die britische bzw. deutsche Szene konzentrieren. Beide Nachschlagewerke sind ebenfalls bei Borderline Productions erschienen.

"Scented Gardens Of The Mind" konzentriert sich somit auf die Bands der restlichen europäischen Länder. Den Anfang macht eine alphabetische Darstellung der italienischen Bands. Dem folgen Spanien, Portugal und Frankreich. Neben weiteren Ländern wie die Niederlande und Schweden, welche doch einen gewissen Stellenwert im Progressive Rock der 70er innehaben, ist auch die Vorstellung der osteuropäischen Staaten mit all ihren Bands ebenfalls sehr umfassend. Genauso wie in den mehr oder weniger "klassischen Staaten" des Progressive Rocks erwecken gerade die Erwähnung vieler Bands aus Staaten wie Polen, der ehemaligen Tschechoslowakei, Rumänien und auch Jugoslawien eine große Neugier bei dem Freund des 70er Jahre Progs.

Die Beschreibungen erstrecken sich bei den bedeutendsten Bands manchmal auf über zwei Seiten und sind sehr informativ gehalten. Die meisten Einträge weisen auch die sich im Lauf der Jahre veränderten Besetzungslisten auf. Dag Erik Asbjørnsen hat seine Einträge mit einem sehr großen Maß an Sachverstand verfasst. Dabei versucht er auch, möglichst objektiv zu sein. Wenn ihm eine Band nicht so zusagt, so ist er dennoch so fair und erwähnt, dass andere Freaks dies anders sehen. Erstaunlich ist dabei das Fachwissen des Autors, da er das Buch mehr oder weniger im Alleingang verfasst hat. Im Vorwort bedankt er sich jedoch auch bei einigen Fans aus den jeweiligen Ländern, die ihn bei seinen Recherchen tatkräftig unterstützt haben.

"Scented Gardens Of The Mind" erweist sich somit als eine wahre Fundgrube und wer bisher geglaubt hat, dass die hinlänglich bekannten Wiederveröffentlichungslabel fast schon alles Interessante aus den 70er Jahren veröffentlicht haben, irrt sich gewaltig. Da scheinen sich noch massenhaft interessante Sachen in den Mottenkisten bzw. in irgendwelchen verstaubten Archiven zu befinden, die regelrecht darauf warten, wiederveröffentlicht zu werden. Dem Prog-Nostalgiker braucht daher keineswegs angst und bange zu werden. An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass sich das Buch auch an die Vinyl-Freaks wendet und dabei auch die originalen Labels der zeitgenössischen LP-Veröffentlichungen nennt. Natürlich befinden sich unter den Einträgen auch höchst obskure Formationen, wo eine Wiederveröffentlichung sicherlich nicht unbedingt notwendig wäre. Dies unterstreicht aber um so mehr die Ausführlichkeit dieses Nachschlagewerkes und die akribische journalistische Kleinstarbeit.

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Von: Udo Gerhards


Ich kann Horst insofern zustimmen, dass man hier ein detailliertes und umfangreiches Nachschlagewerk geboten bekommt, in dem es - rein wegen des Informationsgehalts - Freude macht, zu blättern.

Aber: die Aufmachung des Buches ist eine Katastrophe. Für den stolzen Preis von immerhin über 40 Euro erhoffe ich mir doch ein Layout, das von Satz und Druckqualität her über das Niveau einer mittelprächtigen Schülerzeitung hinausgeht! Das Format ist sehr unhandlich, das Buch recht schwer; wenn man die Schriftgröße etwas runtergeschraubt und das Layout strenger und weniger verschwenderisch und schlampig angelegt hätte, hätte man das durchaus besser lösen können.

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