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Allan F. Moore

Rock: The Primary Text. Developing a Musicology of Rock



Rock: The Primary Text. Developing a Musicology of Rock

Informationen

Erscheinungsjahr: 2001 (Second Edition)
ISBN: 0-7546-0299-0
Verlag: Ashgate Publishing
Verlagsort: Aldershot/Burlington/Singapore/Sydney


Rezensionen


Von: Ralf J. Günther


Obwohl Moores Buch sich nicht ausschließlich dem "progressive rock" widmet, handelt es sich neben Edward Macans "Rocking the Classics" um eine der wichtigsten Veröffentlichungen zu diesem Thema. Während Macan nur am Rande auch musikalische Analysen liefert, in der Hauptsache aber eine Art "Kulturgeschichte" des Progs bietet, steht bei Moore das musikalische Material im Mittelpunkt. Sein Buch ist im Jahr 1993 erstmals erschienen und hat in der damaligen Fassung anregend auf die Veröffentlichungen von Macan, Stump und anderen gewirkt. Im Jahr 2001 ist die hier besprochene überarbeitete Neuauflage erschienen. Das Ganze ist allerdings eher etwas für Wissenschaftler als für den "Normalleser".

Moores Thema ist eine "Musikologie" des Rocks, sprich: Er versucht der Musikwissenschaft Kriterien zu liefern, mit denen sich die wesentlichen Merkmale der Rockmusik überhaupt grundlegend erfassen lassen. Er befasst sich zu diesem Zweck unter rockspezifischen Aspekten mit der Notation, den Instrumenten, rhythmischen und harmonischen Mustern, wobei für den Rock "timbre" und "texture", d.h. Klangerzeugung, Klanggestaltung und Klangmischung ebenfalls essenziell sind. Und auch die Rolle des Hörers wird von Moore einbezogen.

Zu den Zielen des Autors gehört eine "critical re-evaluation of progressive rock". Das bedeutet nicht, dass Moore den Begriff "progressive" im Wortsinn auffasst, er schlägt dem Leser vielmehr vor, sich diesen Begriff am besten immer in Anführungszeichen zu denken. "Prog" ist für Moore aber keine Verirrung, die vom eigentlichen Kern des Rocks ablenkt, sondern zentral, um die Logik der Stil-Entwicklung im Rock zu erklären. Moore betont dabei: Rockstile lösen sich nicht wirklich nacheinander ab, folgen nicht linear aufeinander (wie die Ideologie vom "neuesten Trend" ja gerne hätte). Vielmehr sorgte gerade die Progressive-Ära für die Entfaltung einer großen Bandbreite parallel existierender Stilformen. Dieser Zustand änderte sich dann auch in der "postprogressiven" Phase nicht mehr, weshalb der Verfasser das betreffende Kapitel mit "A profusion of styles" ["Eine Fülle von Stilen"] überschrieben hat.

Der Autor ist Professor für Musikwissenschaft, genauer Professor of Popular Music an der University of Surrey, England. Aus dem "progressive rock" mag er offenbar v.a. King Crimson und Jethro Tull. Zu JT kündigt er sogar eine eigene Spezialstudie an. Man muss aber noch einmal betonen, dass sich "Rock: The Primary Text" nicht nur mit "Prog" befasst.

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