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Ingeborg Schober

Amon Düül - Tanz der Lemminge

über: Amon Düül II



Amon Düül - Tanz der Lemminge

Informationen

Erscheinungsjahr: 1994 (leicht überarbeitete Neuauflage; Erstausgabe 1979 bei Rowohlt)
ISBN: 3-926794-20-8
Verlag: Sonnentanz-Verlag
Verlagsort: Augsburg


Rezensionen


Von: Udo Gerhards


Ingeborg Schobers "Amon Düül - Tanz der Lemminge" erschien ursprünglich 1979 bei Rowohlt. Nach dem es einige Zeit vergriffen war, wurde es 1994 im Sonnentanz-Verlag leicht überarbeitet neu aufgelegt.

Das Buch versucht die wirklich nicht leicht zu überschauende Bandgeschichte Amon Düüls von den Anfängen 1968 bis ca. 1978 nachzuzeichnen. "Amon Düül" ist in diesem Fall richtig, da auch nach dem Split die Geschichte von Amon Düül I und Amon Düül II erzählt wird, wobei Amon Düül II wegen ihrer deutlich längeren Lebenszeit natürlich wesentlich mehr Raum beanspruchen bzw. in der zweiten Hälfte des Buch alleiniges Thema sind. Aber "Tanz der Lemminge" geht darüber hinaus. Schober verwebt die Bandstory mit ihren eigenen persönlichen Erlebnissen - die teils eng mit den Düüls verknüpft sind, grosse Teile aber auch nicht - Ende der Sechziger und in den Siebziger Jahren und streut auch in jedes Kapitel immer wieder aus Ihrer Sicht erinnerswerte und relevante historische Ereignisse und auch Mainstream Pop-/Rock-Veröffentlichungen der entsprechenden Jahre ein.

Diese Technik erweckt natürlich den Anschein fehlender kritischer Distanz, aber in diesem Fall glaube ich, dass es besser so war: dadurch, dass Schober den Zeitgeist dieser Jahre aus persönlicher Sicht aufleben und lebendig werden lässt, wird manches, was für heutige Leser (die, die nicht dabei waren...) allzu widersinnig, abstrus und bizarr klingt, vielleicht verständlicher. Denn dieses Verständnis ist im Angesicht von Kommune-Wahnsinn, Paranoia, ekstatischen Höhenflügen, katastrophalen Touren, geplatzten Gigs, Intrigen und Gegen-Intrigen, Sebstzweifeln und Hybris, Betrug und Gegen-Betrug, Drogenwahn und allgemeiner Wirrheit, wie sie hier beschrieben werden, dringend nötig...

So ergibt sich eine durchaus unterhaltsame, farbenfrohe Reise in die inzwischen arg ferne Vergangenheit, die vor allem für Nachgeborene sehr aufschlussreich ist, und für Fans der Geschichte des Krautrock (auch andere bekannte Namen neben Amon Düül kommen im Buch zur Ehre) sowieso interessant. Einzig aussagekräftige Analysen und Beschreibungen der Musik Amon Düüls darf man sich nicht erwarten, der Fokus des Buchs ist klar historisch und soziologisch.

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