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Julian Cope

Krautrocksampler. One Head´s Guide To The Große Kosmische Musik



Krautrocksampler. One Head´s Guide To The Große Kosmische Musik

Informationen

Erscheinungsjahr: 1996 (Englisches Original 1995)
ISBN: 3-925817-86-7
Verlag: Werner Piepers MedienXperimente
Verlagsort: Löhrbach


Rezensionen


Von: Ralf J. Günther


Viele Deutsche leiden unter dem Gefühl, dass man sie in aller Welt für pünktlichkeitsbesessene Ordnungsfanatiker, für fantasielose Saubermänner mit Bürokratenmentalität hält.

Da könnte ein Blick in Julian Copes Buch "Krautrocksampler" helfen, denn hier bestätigt ein waschechter Engländer: Deutsche sind die wahren Freaks. Und außerdem die wahren Punks. Und die wahren Künstler sowieso. Emerson, Lake and Palmer? Flachgewichse. Henry Cow? Eine "schlappe Truppe", die "beknackte Cambridge-Absolventen-Musik" spielt. Die Sex Pistols? Besser, aber in Deutschland schon vorweg genommen. Der Punk insgesamt? Nie das geworden, was der Krautrock einst längst war. Usw., usw. Unfassbar: Die Deutschen mochten sogar Yoko Ono, weil sie der "Kindermusik" der Beatles künstlerische Weihen verlieh.

An dieser Stelle beschleicht den Leser, der selbst aus Deutschland kommt, das Gefühl, dass gut gemeinte Vorurteile manchmal genauso nervig sein können wie böse. Aber Julian Cope, selbst Sänger und Bassist von The Teardrop Explodes, ist nun einmal ein Fan des deutschen Krautrocks der 60er und 70er. Und vor allem liebt er Pauschalurteile. Man darf sich da nicht wundern, wenn bezüglich irgendeiner freakigen Entwicklung Formulierungen fallen wie "ganz Deutschland" sei davon fasziniert gewesen.

Copes Buch gliedert sich in zwei Teile: 1. Eine "Minihistorie" des Krautrocks von den Anfängen bis hin zu Rolf-Ulrich Kaisers berüchtigten Kosmischen Kurieren. Und 2. eine Übersicht über fünfzig "kosmische Klassiker", d.h. fünfzig Albenreviews im Umfang von je etwa einer Seite.

Wer einen sehr schnell lesbaren Überblick über das Phänomen Krautrock sucht, ist hier recht gut bedient, auch weil der schmale Band (156 Seiten) mit 12,50 Euro relativ preiswert ist - zumindest gemessen an sonstigen Rock-Publikationen. Und nicht zuletzt natürlich, weil das Buch trotz des englischen Titels in einer deutschen Übersetzung vorliegt, die als Band 186 in der Reihe "Der Grüne Zweig" erschienen ist.

Man lernt in Copes Buch die wichtigsten Namen und Protagonisten des Krautrocks kennen - von Amon Düül über Faust und Can bis hin zum schon erwähnten Rolf-Ulrich Kaiser. Man bekommt einen Eindruck davon, um was es bei dem Thema Krautrock geht, welche Inspirationen sich daraus gewinnen lassen und welchen Einfluss diese Musik auf spätere Jahrzehnte hatte.

Dass der Band "brillant recherchiert" sei, wie auf dem Einband zu lesen, diese Aussage sollte man allerdings besser nicht wörtlich nehmen. Das Buch wimmelt nur so von Sachfehlern und Ungenauigkeiten (bei den Albenreviews sind nicht einmal die Veröffentlichungsdaten angegeben). Die Gruppen Can und Amon Düül II wiesen nachträglich darauf hin, dass sich die Dinge nicht ganz so abgespielt hätten, wie bei Cope zu lesen. Das merkt der deutsche Verlag in einem Nachwort an. Wem allerdings die Fehlinformation zuzuschreiben ist, dass der in der Mark Brandenburg geborene, in Berlin und Osnabrück aufgewachsene Rolf-Ulrich Kaiser ein "holländischer" Journalist gewesen sei, habe ich nicht überprüft. Vielleicht handelt es sich um einen Übersetzungsfehler.

Die penetrante Inanspruchnahme des Komponisten Karl-Heinz Stockhausen für die Ideologie des Krautrocks wird der Realität wohl ebenso wenig gerecht wie viele andere Einschätzungen Copes. Ihn wird das vermutlich nicht groß anfechten: Er hat eines jener Bücher geschrieben, in denen es mehr um Gesinnungen geht als um Musik. Die leidenschaftliche Sicht des Fans ist wichtiger als die Frage, ob die Tatsachen alle existieren, auf die sich diese Leidenschaft bezieht. Cope ist zur Kritik vielleicht fähig. Aber nicht willens. Er betreibt Heldenverehrung, und die funktioniert ohne Differenzierung bekanntlich am besten.

Siehe auch den Leitfaden Krautrock und das BBS-Glossar.

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Von: Günter Schote


Juilan Cope versucht sich in seinem "Guide to the Grosse Kosmische Musik" zunächst in einer Historie und anschließend einer Beschreibung der seiner Meinung nach wichtigsten Protagonisten einer deutschen Pionierleistung namens "Krautrock".

Wenn Genauigkeit eines der Ziele des Buches war, dann verfehlt es diese Absicht. Licht, wie angekündigt, in die vielen undurchsichtigen Geschichten hinter Bands wie Neu! oder Amon Düül zu bringen gelingt nur sehr oberflächlich. Selbst dem nicht allzu intimen Kenner der beschriebenen Szene sticht der eine oder andere kleinere Fehler sofort ins Auge.

Egal, denn es ist etwas anderes, was dieses Buch ausmacht: Cope reißt den Leser mit seiner Begeisterung für den Krautrock mit. Faszination ist das Salz in der Suppe, nicht akademische Forschung. Und wer bis zu diesem Buche noch keine Note von Künstlern wie Klaus Schulze oder Walter Wegmüller gehört hat, den überkommt bei der Lektüre ein unverzügliches Kribbeln zusammen mit dem Wunsch, augenblicklich einige der besprochenen LPs käuflich zu erwerben.

Klar, für den Kenner ist das Buch ein Witz, vielleicht ein netter, aber eben auch ein dünner. Doch für den Neueinsteiger in die Welt der großen kosmischen Musik kann dieses Büchlein das Tor zu einem Universum aufstoßen.

Wenn Cope nichts anderes wollte, als einer neuen Generation seine eigene Begeisterung für diese etwas andere Musik mit auf den Weg zu geben, so ist ihm dies gelungen. Mehr sollte man jedoch nicht erwarten.

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Von: Christian Rode


Es gibt Bücher, die schätzt man wegen ihrer präzisen, wissenschaftlichen Information. Und es gibt Bücher wie Julian Copes „Krautrocksampler. One Head's Guide to the GROSSE KOSMISCHE MUSIK“. Hier werden Fakten zur Illustrierung von Thesen genutzt. Darüber kann man sich ärgern, aber man kann das Buch auch einfach als tiefe Inspirationsquelle genießen. Ich liebe Bücher über Rockmusik, die sich einer lebendigen, fesselnden Sprache bedienen und die mit Werturteilen nicht sparen. Man muss sie nicht teilen, aber es macht einfach Spaß sie zu lesen und sich mitreißen zu lassen. Eins meiner Lieblingsbücher ist Nik Cohns „Pop from the Beginning“ (dt.: Awopbopaloobopalopbamboom). Cohn schreibt dort 1968/1971 über die Geschichte der angelsächsischen Rockmusik genauso parteiisch und voreingenommen und mindestens so brilliant wie Cope. Und Cope liefert mit „Krautrocksampler“ das Pendant im Bereich „Krautrock“. Allerdings konzentriert er sich voll und ganz auf das, was ihm gefällt. Der Rest wird nur beiläufig und abqualifizierend erwähnt, etwa am Schluss von Tangerine Dreams „Atem“: „Danach versumpften sie im easy-listening-Sound von Phaedra, Rubicon etc.“). Julian Cope stellt aufgrund seines Hintergrundes als Wave-Musiker auch immer wieder interessante Bezüge dieser Musikrichtungen zum Krautrock her.

Wenn ich die Besprechungen der "50 Kosmischen Klassiker" lese, die natürlich alle zwischen 1968 und 1978 (vorzugsweise aber bis 1973/74) entstanden sind, dann tut sich mir immer wieder eine unglaubliche Wundertüte auf. Selbst bei Alben, die ich als deutlich schlechter in Erinnerung habe (wie z. B. die Cosmic Jokers) packt mich die Lust, mir alles gleich nochmal anzuhören, auf dass die Begeisterung Copes auch mich anstecken möge... Aber meistens hat Cope einfach recht. Wer die 50 Alben noch nicht alle beisammen hat - und Walter Wegmüllers "Tarot" wird nicht jede Kraut-Sammlung zieren! -, hat noch etwas, auf das er sich freuen darf.

Copes Buch ist sowas wie die „Bibel des Krautrock“. Auch in der Bibel stehen eine Menge unwahrscheinlicher Geschichten drin, aber mit der Kraft des Glaubens werden sie wahr... Es gibt gewiss Bücher, die umfangreicher und präziser im Detail sind, aber keines erfasst das Lebensgefühl des Krautrocks besser. „Eines Abends mitten im Konzert, als der Hurrikan von Sound sich vor ihnen auf der Bühne entfaltete, dämmerte Klaus Schulze und Manuel Göttsching allmählich, dass Hartmut Enke sich in einem wahrlich entrückten Zustand befand. Er hatte aufgehört, seinen mächtigen Gibson-Baß zu spielen und stand einfach nur mit weit ausgebreiteten Armen auf der Bühne, in einer Haltung reiner, ungetrübter Seligkeit.“ (S. 80) War das wirklich so? Selbst wenn es nicht so gewesen sein sollte, muss es so gewesen sein, um wahr zu sein.

Wer den Krautrocksampler liest, kriegt ein Gefühl für die Wirklichkeit des Krautrock. Wer den Krautrocksampler einmal erworben hat, sollte ihn daher nie wieder aus der Hand geben und tief in seinem Herzen bewahren.

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